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Die Nachfrage auf dem Campingplatz in Mörfelden ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Nun soll er erweitert werden.

Bauausschuss stimmt zu

Campingplatz soll erweitert werden

Die Mitglieder im Bauausschuss haben sich in der jüngsten Sitzung mit dem Campingplatz in Mörfelden befasst. Eine deutliche Mehrheit votierte für die Erweiterung des Areals.

Seit Jahren steigen die Übernachtungszahlen auf dem Campingplatz in Mörfelden nahe dem Bornbruchsee und der Bundesautobahn (A 5). Ursprünglich war das Areal als eine Rastmöglichkeit entlang der Nord-Süd-Achse für Campingurlauber entstanden. Campingurlaub wird immer beliebter, was ein wichtiger Grund für die wachsende Nachfrage in Mörfelden ist. Daher plant der Inhaber Adrian Schrötter eine Erweiterung des Areals mit zusätzlichen Freizeitmöglichkeiten und Kurzzeit-Caravan-Abstellplätzen.

In der jüngsten Sitzung des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses am Dienstag stand der vorhabenbezogene Bebauungsplan Nr. 51 „Campingplatz Mörfelden“ auf der Tagesordnung. Nach einer kurzen Erläuterung der Vorlage durch Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD) wurde sofort abgestimmt, da es aus den Fraktionen keine Wortmeldungen gab.

Die Koalitionsfraktionen SPD, Freie Wähler und FDP stimmten der Vorlage zu. Gleiches galt für CDU und Grüne, die beide in der Opposition sind. Lediglich die Oppositionsfraktion DKP/Linke Liste (LL) lehnte die Vorlage ab, die aber aufgrund der Unterstützung der anderen fünf Fraktionen eine klare Mehrheit erhielt.

Damit empfiehlt der Ausschuss der Stadtverordnetenversammlung am 30. Oktober die Zustimmung zur Vorlage. Danach würde eine öffentliche Auslegung im Bebauungsplan-Verfahren erfolgen, ein rechtlich notwendiger Schritt. Ein abschließender Satzungsbeschluss könnte voraussichtlich 2019 gefasst werden. Die erste Stufe zur Verwirklichung des Vorhabens hatte die Stadtverordnetenversammlung bereits im Juli 2016 eingeleitet, als sie die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans beschloss.

Laut Drucksache ist für die Erweiterung des Areals folgendes anvisiert: „In der Planung der Freizeitanlage sind nun ein Minigolfplatz, Tischtennisplatten, Spielflächen und Kurzzeit-Caravan-Abstellplätze vorgesehen.“ Die geplante Freizeitanlage soll im Anschluss an eine Zufahrtstraße liegen. Die Flächenversiegelung soll so gering wie möglich ausfallen. Der gleiche Grundsatz gelte auch für die Stellflächen für die Caravans. Eingriffe in die natürliche Bodenfunktion sollen auf ein Minimum beschränkt werden. Voraussichtlich soll sich die Neuversiegelung auf Wegflächen beschränken. Eine naturnahe Gestaltung sei geplant, heimische Gehölze sollen angepflanzt werden. Insgesamt soll die Erweiterung an Flächengröße aber laut Vorlage gering ausfallen. Die Obere Forstbehörde meint zum Vorhaben: „Aus Sicht der Oberen Forstbehörde bestehen keine Bedenken gegen das Vorhaben, da es sich bei der beanspruchten Fläche nicht um Wald im Sinne des Hessischen Waldgesetzes handelt.“ Die Stadt setzt für die Umsetzung der Erweiterung auf einen Durchführungsvertrag. Durch diesen soll sichergestellt werden, dass die Planungskosten allein vom Vorhabenträger getragen werden und das Vorhaben fristgerecht umgesetzt wird.

Da es im Ausschuss zu keiner Diskussion kam, kann aufgrund der Zustimmung von fünf Fraktionen zur Vorlage davon ausgegangen, dass diese die wesentlichen Argumente der Drucksache teilen. Gegenüber dieser Zeitung begründete Volker Arndt, Ausschuss-Mitglied der DKP/LL, die zentralen Kritikpunkte seiner Fraktion. Diese hatte sich bereits beim Aufstellungsbeschluss 2016 gegen das Vorhaben ausgesprochen. Dieses würde zu einer weiteren Flächenversiegelung führen und naturnahe Flächen würden „geopfert“. Ob eine weitere Minigolfanlage in der Doppelstadt benötigt werde, sei ebenfalls zu bezweifeln. Zudem sei die B 486 nach Langen bereits eine vielbefahrene Straße. Durch die Erweiterung des Areals sei noch zusätzliches Verkehrsaufkommen zu befürchten, da die Besucher der Minigolfanlage wohl überwiegend mit dem Auto kommen würden.

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