Erster Stadtrat Franz-Rudolf Urhahn (r.) gratulierte der Rasselbande zu ihrem 20-jährigen Bestehen.
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Erster Stadtrat Franz-Rudolf Urhahn (r.) gratulierte der Rasselbande zu ihrem 20-jährigen Bestehen.

20-jähriges Jubiläum

Ein Fest für die Rasselbande

  • VonCarmen Erlenbach
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In der Einrichtung „Rasselbande“ wurde am Wochenende groß gefeiert. Dort werden seit 20 Jahren Kinder unter drei Jahren bis zum Eintritt in den Kindergarten betreut.

Die Kleinkinderbetreuungseinrichtung „Rasselbande“, in der elf Kinder unter drei Jahren untergebracht sind, beging ihr 20-jähriges Bestehen. Zu den Gästen zählte auch Erster Stadtrat Franz-Rudolf Urhahn (Grüne). In seiner Ansprache vor etwa 25 Gästen verdeutlichte er seine innere Unsicherheit darüber, ob es richtig sei, Kinder möglichst früh in öffentliche Erziehung zu bringen. „Wir bräuchten eine Diskussion darüber, wie Familie und Beruf besser unter einen Hut gebracht werden könnten“, sagte er.

Gespräch mit Trägern

Das sei ein Punkt, der heutzutage so gut wie nicht mehr berücksichtigt werde und eine stärkere Diskussion erfordere. „Ich stehe bei dieser Frage mit dem Rücken an der Wand“, gestand Urhahn. Er wolle die Eltern zu dem feierlichen Anlass nicht quälen und das Kind nicht mit dem Bade ausschütten. „Es ist Klasse, dass Sie seit 20 Jahren als Rasselbande funktionieren.“ Urhahn kündigte demnächst ein Gespräch mit Trägern von Betreuungseinrichtungen an, das die Stadt zukunftsweisend begleiten werde. „Wir tun alles für die Kinder in dieser Stadt“, sagte er, und weiter: „Ich habe keine Lust auf gegensätzliche Diskussionen“.

Zuvor hatte Vorsitzende Nina Gutschner die Gäste begrüßt, und ihre Stellvertreterin Denise Döhler war kurz auf die Historie des Vereins eingegangen. Die Einrichtung wurde Anfang der 1970er Jahre als „Interessengemeinschaft Kindergruppe“ der Bertha-von-Suttner-Schule von Lehrern gegründet. Der Zweck dieser Selbsthilfeeinrichtung war die private Betreuung ihrer Kleinkinder vom Säuglings- bis zum Kindergartenalter, um beruflich tätig sein zu können. Im Laufe der Jahre wurde die Gruppe auch anderen Eltern zugänglich gemacht. Heutzutage werden dort Kinder aus Mörfelden-Walldorf ohne Aufnahmevoraussetzungen aufgenommen.

Bis Mitte 1993 war die Betreuungseinrichtung in der Bertha-von-Suttner-Schule untergebracht. Mit der Einführung der Oberstufe wurden die genutzten Räume an die Schule zurückgegeben. Zwei Jahre war die Kindergruppe bis 1995 im Bürgerhaus Mörfelden untergebracht.

Fünf Tage pro Woche

Seit der Gründungsversammlung am 2. Februar 1995 heißt der Verein „Die Rasselbande“ und wird von einem Vorstand geleitet. Seither ist er in der Langstraße 69 untergebracht. Familien, die ihre Kinder dort betreuen lassen, sind Vereinsmitglieder. Das Team besteht derzeit aus vier fest angestellten, pädagogischen Mitarbeiterinnen. Die Kleinkinderbetreuung nimmt maximal zwölf Kinder im Alter von vier Monaten bis zum Eintritt in den Kindergarten auf. Die Kinder werden von 7.30 bis 14.30 Uhr an fünf Tagen in der Woche betreut.

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