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Der Magistrat wurde beauftragt, zu prüfen, welche Standorte es in der Stadt für freies WLAN gibt.

Netz weiter ausbauen

Freies WLAN im ganzen Stadtgebiet von Mörfelden-Walldorf

Im Zeitalter des Smartphones ist kostenloses WLAN von großer Bedeutung. In der Doppelstadt ist dieses Ziel noch nicht überall verwirklicht, doch es wurden bereits viele Schritte in diese Richtung unternommen.

Das Thema „WLAN für alle“ wird an diesem Donnerstag in der ersten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses im Jahr 2018 beraten. Der Magistrat hat den Stadtverordneten einen umfassenden Bericht zum Thema vorgelegt. Hierin ist die Zielsetzung klar definiert: „Grundsätzlich ist es wünschenswert, das komplette Stadtgebiet mit Gratis-WLAN auszustatten, weil es zeitgemäß, ein Service für die Bürger und die Grundlage für die Entwicklung zu einer smarten, also digitalen Stadt Mörfelden-Walldorf ist.“

Das Wort „grundsätzlich“ verrät, dass dieses Vorhaben noch nicht ganz verwirklicht ist. Doch wurden bereits viele Erfolge erzielt. Bereits 2015 wurde damit begonnen, öffentliche Orte mit Gratis-WLAN auszustatten. Treibende Kräfte waren Ralf Baitinger, der Leiter des städtischen Sport- und Kulturamts, und Joachim Sonnabend, der Geschäftsführer der örtlichen IT-Firma „Sonnabend GmbH“. Sonnabend hat zwei Jahre lang die WLAN-Infrastruktur geplant, in Betrieb genommen, getestet, betrieben und die notwendigen VDSL-Leitungen kostenlos zur Verfügung gestellt.

An zahlreichen zentralen Orten in der Doppelstadt ist mit Hilfe des „MOEWA-NET“ das Ziel „WLAN für alle“ bereits verwirklicht. In Mörfelden trifft das vor allem auf das Gebiet rund um den „Dalles“ zu: Das Rathaus, das „Alte Rathaus“ mit dem Marktplatz sowie dem Parkplatz, das Kulturhaus mit der Bücherei und der Musikschule, die Hofreite und der Gewölbekeller. Auch im Bürgerhaus Mörfelden sowie der Kurt-Bachmann-Halle steht Gratis-WLAN über das „MOEWA-NET“ zur Verfügung. Im Stadtteil Walldorf gilt dies für die Stadthalle, die Sporthalle und den Waldenserhof samt Außengelände bis zur Langstraße. Im Internet können die Standorte auf betrachtet werden.

Zum „MOEWA-NET“ gibt es auch eine eigene App mit aktuellen Informationen zum Netz und über die Doppelstadt, die bereits von vielen Nutzern verwendet wird. So waren seit Oktober 2017 rund 6000 Geräte mit dem Netz verbunden. Doch möchte die Stadt bei diesen Erfolgen nicht stehenbleiben. Sie möchte den Zugang zum Gratis-WLAN weiter ausbauen.

Mit dem Projekt „WiFi4EU“ fördert die Europäische Union (EU) die Errichtung von öffentlichen WLAN-Internetzugangspunkten („WiFi-Hotspots“) in Städten und Gemeinden der EU. Über ein Online-Portal sollen noch ab diesem Monat Bewerbungen bei der EU möglich sein. Die „WiFi-Hotspots“ und deren Installation würden von der EU finanziert werden. Die Kommune müsste im Gegenzug für mindestens drei Jahre die Wartungskosten für die Systeme übernehmen und die Kosten der Internetverbindung tragen. Die Stadt Mörfelden-Walldorf plant, sich für eine Förderung zu bewerben und über diesen Weg zahlreiche weitere zentrale Orte in der Doppelstadt mit Gratis-WLAN zu versorgen.

Für zahlreiche Gebiete der Doppelstadt soll ein „WiFi4EU-Antrag“ gestellt werden. Hierzu gehören vor allem beide Bahnhöfe in Mörfelden und Walldorf. Beim Bahnhof Mörfelden würde hiervon auch der Kulturbahnhof profitieren. Beim Bahnhof Walldorf würden auch der Vorplatz und der Bereich Stadtwerkehaus angebunden. Neben der Anbindung der beiden Bahnhöfe als zentralen Verkehrsdrehscheiben sollen auch die zwei Festplätze – es gibt jeweils einen pro Stadtteil – mit Gratis-WLAN versorgt werden. Gleiches soll für den Innen- und Außenbereich des Waldschwimmbads in Mörfelden angeboten werden sowie für den Badesee in Walldorf. Profitieren würden außerdem das Jugendkulturzentrum (JuKuZ) in Mörfelden inklusive Wernertanne und das Jugendzentrum in Walldorf inklusive Skaterpark. Die Eingangsbereiche der Rathäuser in Mörfelden und Walldorf inklusive der Stadtbüros würden ebenfalls profitieren.

Der Außenbereich rund um das Bürgerhaus Mörfelden soll inklusive Skulpturenpark angebunden werden. Der Grillplatz in Mörfelden, das Heimatmuseum in Walldorf und der Oberwaldberg würden ebenfalls berücksichtigt. Sollte der „WiFi4EU-Antrag“ der Stadt Erfolg haben, würde Mörfelden-Walldorf einen weiteren großen Sprung zu einer „digitalen Stadt“ machen.

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