1. Startseite
  2. Region
  3. Kreis Groß-Gerau
  4. Mörfelden-Walldorf

Wie geht Klimaschutz zu Hause?

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Stecker rein und los geht es: In Mörfelden-Walldorf wird die Energiewende ernst genommen. Ein Infotag soll seinen Beitrag leisten.
Stecker rein und los geht es: In Mörfelden-Walldorf wird die Energiewende ernst genommen. Ein Infotag soll seinen Beitrag leisten. © (164719838)

In Mörfelden-Walldorf wird viel in erneuerbare Energien und Elektromobilität investiert. Am 11. August findet rund um die Themen vor dem Rathaus Mörfelden ein Infotag statt.

„Jetzt starten statt warten“: Das ist das Motto, das sich das Energie- und Klimaschutzbüro der Stadt Mörfelden-Walldorf gegeben hat. Die Energiewende beginnt vor Ort. Bei allen erfolgreichen Anstrengungen in der Doppelstadt sieht das Energie- und Klimaschutzbüro um den Energiebeauftragten Andreas Fröb und den Sanierungsmanager Theo Pauly in Mörfelden-Walldorf immer noch erhebliches Potenzial.

„Global denken, lokal handeln“ ist ein weiterer Grundsatz. In einem Interview mit dieser Zeitung hatte Andreas Fröb 2017 die Vorgehensweise des Büros trotz globaler Rückschläge, zum Beispiel durch den von US-Präsident Donald Trump verkündeten Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen, folgendermaßen beschrieben:

„Der Klimaschutz muss vor allem lokal betrieben werden. Das gilt nicht nur für deutsche, sondern auch für amerikanische Kommunen beziehungsweise weltweit. Ich setze nicht auf die globale Politik, ich setze beim Klimaschutz auf die Arbeit vor Ort.“

Zeitgleich zum Markt

Um die Arbeit des Büros und die Möglichkeiten in der Doppelstadt rund um die Themen Solarenergie und E-Mobilität bekannter zu machen, veranstaltet die Stadt Mörfelden-Walldorf in Kooperation mit der „Event AG“ des Jugend- und Kulturzentrums (JuKuZ) Mörfelden und dem Land Hessen (Dachmarke „Strom bewegt“) am 11. August zwischen 10 Uhr und 14 Uhr auf dem Vorplatz vom Rathaus Mörfelden einen Infotag. Die Veranstaltung findet parallel zum Mörfelder Wochenmarkt statt. Es werden zahlreiche Infostände rund um die Themen Solarenergie, Speicher und Ladestationen für E-Mobile angeboten. Zu letzterem steht beispielsweise die Bürgerenergiegenossenschaft „BürgerEnergieRheinMain eG“ (BERMeG) für Fragen an einem eigenen Stand zur Verfügung. Die BERMeG betreibt die Ladesäulen in der Doppelstadt. Nach anfangs vier befinden sich inzwischen an neun Standorten in Mörfelden-Walldorf Ladesäulen für Elektroautos.

Die BERMeG hat außerdem bereits 13 Bürgersolaranlagen mit einer Gesamtleistung von 275 kWp im Rhein-Main-Gebiet verwirklicht. Auch hierzu sowie zu weiteren Projekten wird die BERMeG gerne für Fragen zur Verfügung stehen. Darüber hinaus können Interessierte am Infotag Elektroautos und E-Bikes anfassen, kennenlernen und testen. Zum Thema E-Carsharing wird hierbei die Firma „mobileeee“ für Beratung und Ausprobieren ihrer Elektroautos präsent sein.

Ladestationen eingeweiht

Den Nutzern des E-Carsharings, das vom Land Hessen gefördert wird, stehen nach anfangs sechs inzwischen zehn Elektroautos an neun öffentlichen Standorten zur Verfügung. Im Rahmen des Infotages werden sowohl die Ladestationen als auch die E-Carsharing-Stationen nun auch offiziell eingeweiht. Die „Auto Knerr GmbH“ fokussiert sich an ihrem Stand auf Elektroautos, E-Bikes können bei „Herrmanns Radhaus 2“ getestet werden, die ebenfalls vor Ort sind.

Für Fragen zu privaten Ladestationen wird die Firma „Wilhelm Ulrich“ bereit stehen. Die Themen Photovoltaik und Ladeinfrastruktur stehen bei der „Wattladen GmbH“ im Fokus. Die Firma „Ingo Rödner“ hat sich auf Solaranlagen und Stromspeicher spezialisiert. „Rund um die Stände soll es zu einem regen Austausch kommen, den wir scherzhaft Energie-Gebabbel nennen“, so Fröb.

Der Infotag steht unter dem Motto: „Info, Talk, Musik und Genuss.“ So werden beispielsweise Video-Clips rund um die Themen Solarenergie und Elektromobilität vom Energie- und Klimaschutzbüro, der BERMeG und vom Land Hessen mit dem Komiker-Duo „Badesalz“ gezeigt. Das Energie- und Klimaschutzbüro möchte den Infotag mit seinem Stand nutzen, um im Besonderen sein Förderprogramm „Solar plus“ bekannter zu machen. Zudem sollen die Bürger ermutigt werden, „Solar-Rebell“ zu werden. Der pfiffige Ausdruck spielt auf die inzwischen technisch umsetzbare Möglichkeit an, auch ohne Dach Solarenergie zu erzeugen und sich selbst mit Strom versorgen zu können, was vielen Mietern zugutekommen kann. Andreas Fröb betont: „Wir wollen natürlich den Bürgern wichtige Informationen geben, aber alles soll stets in lockerer Atmosphäre ohne erhobenen Zeigefinger geschehen. Die Bürger sollen alles ausprobieren und anfassen können und Freude haben.“

Zur Unterhaltung wird daher auch eine Bühne aufgebaut sein, auf der das Musik-Duo „Stereo Coffee“ auftreten wird. Auch ein Gewinnspiel soll angeboten werden. Für die Versorgung mit Getränken und Speisen werden die „Event AG“ des JuKuZ und das Dalles Café sorgen.

Auch interessant

Kommentare