Austausch

Grenzübergreifend für den Klimaschutz

Wie kann Klimaschutz funktionieren? Wie lässt sich der „ökologische Fußabdruck“ eines jeden Einzelnen verringern? Mit diesen befassten sich junge Erwachsene bei einem Austausch.

Junge Erwachsene aus sieben Ländern befassten sich jüngst in einem Austausch in Mörfelden-Walldorf mit dem Klimaschutz. Das Thema muss nationenübergreifend angegangen werden, denn der Klimawandel macht nicht an Staatsgrenzen Halt. Das Projekt „EU(nited) for Climate Action“ wurde vom Erasmus-Programm der Europäischen Union und von „Jugend für Europa“ gefördert. Organisiert wurde der Austausch von der Studenteninitiative „Intercultural Club – Goethe Uni“. Die 2015 gegründete Initiative fördert den interkulturellen Dialog. Sie will aufgrund der guten Resonanz in Südhessen weitere Projekte für Jugendliche und junge Erwachsene aus verschiedenen Ländern organisieren.

Rund 30 Teilnehmer aus Deutschland, Tschechien, Bulgarien, der Türkei, Spanien, Rumänien und Estland absolvierten eine Woche lang ein vielfältiges Programm. Hierbei lernten sie Ansätze kennen, wie der Klimaschutz auf unterschiedlichen Ebenen funktioniert. Eine zentrale Rolle spielte, wie jeder Einzelne seinen „ökologischen Fußabdruck“ verringern kann. Passanten wurden hierzu interviewt und nach ihren „Best-Practice-Erfahrungen“ beziehungsweise Erfolgrezepten befragt. Darüber hinaus stellten die Teilnehmer die Klimaschutz- und Umweltpolitik ihrer Heimatländer vor.

Außerdem nahmen sie an einer Simulation teil, um auf diese Weise die Abläufe im EU-Parlament besser kennenzulernen. Ferner wurde über für den Klimaschutz relevante Themen wie Fleischkonsum, erneuerbare Energien und eine mögliche europäische Plastiksteuer diskutiert.

Mit Mörfelden-Walldorf wurde als Tagungsort bewusst eine Stadt ausgewählt, die im Gebiet des Klimaschutzes für andere Kommunen Vorreiter ist. Andreas Fröb, Energiebeauftragter der Stadt Mörfelden-Walldorf, machte mit der Gruppe einen „Erneuerbaren-Energien-Rundgang“. Der Experte erläuterte das vielfältige Klimaschutzkonzept der Doppelstadt, wobei das neue Carsharing- und Elektromobilitätskonzept bei den Teilnehmern auf besonderes Interesse stieß.

(ak)

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