Veranstaltung

Grüne laden zum Filmvormittag mit Diskussion

Die Grünen aus Mörfelden-Walldorf hatten zu einer Veranstaltung im Kino „Lichtblick“ eingeladen. Im Anschluss an den Dokumentarfilm „Zeit für Utopien – Wir machen es anders“ gab es noch eine lebhafte Diskussion.

Im Einklang mit der Natur möglichst klimaverträglich und ressourcenschonend leben: Dass dies praktisch umsetzbar ist, das will der Dokumentarfilm „Zeit für Utopien – Wir machen es anders“ des österreichischen Filmemachers Kurt Langbein zeigen. Hierfür hat Langbein Beispiele auf verschiedenen Kontinenten ausgewählt. Am Sonntag zeigten die Grünen aus Mörfelden-Walldorf den 95-minütigen Dokumentarfilm im Lichtblick-Kino vor mehr als 30 Zuschauern. Danach stellten sich Nina Eisenhardt, Grünen-Direktkandidatin für die Landtagswahl im Wahlkreis 48, und Martin Häusling, Europa-Abgeordneter der Grünen, in einer von Gaby Schuster von der örtlichen Ökopartei moderierten Diskussion den Fragen des Kinopublikums.

Der Film erzählt zunächst die Geschichte von Petra Wähning aus Bayern, die mit ihrer Arbeit als Werbeverkäuferin in der TV-Branche unglücklich war und für sich die „solidarische Landwirtschaft“ als neue Perspektive entdeckte. Bei dieser kooperiert eine Gruppe von Verbrauchern auf lokaler Ebene mit einem oder mehreren Landwirten. Ferner zeigt der Film die „Kalkbreite“, ein Gemeinschafts-Wohnprojekt einer Genossenschaft in Zürich, und eine Produzenten-Käufer-Vereinigung für biologische Landwirtschaftsprodukte in Österreich.

Doch Langbein bereiste keineswegs nur den deutschsprachigen Raum, sondern auch Südkorea und den Kongo. In Südkorea lernt der Filmemacher etwa die Essens-Kooperative „Hansalim“ kennen, deren Bauern 1,5 Millionen Menschen mit regionaler Frischkost in Bio-Qualität versorgen. Rund 70 Prozent der Konsumentenpreise bekommen tatsächlich die Hersteller. Langbein begleitete zudem Laura Gerritsen von „fairphone“ zu Kobalt-Minen in den Kongo. Gerritsen möchte für die in Smartphones benötigten Mineralien faire Produktionsbedingungen etablieren.

Im Anschluss an den Film stellten sich Eisenhardt, die ausgebildete Friedens- und Konfliktforscherin ist, und Häusling, der auch als Bio-Bauer tätig ist, einer lebhaften Fragerunde. „Ich bin Anhänger eines regionalen Wirtschaftskreislaufs“, betonte Häusling. Seine Erfahrungen als Bio-Bauer konnte er in die Diskussion einfließen lassen. Zu diesem Thema sagte Eisenhardt: „Wir haben als Grüne die ökologische Landwirtschaft in Hessen deutlich gestärkt.“ Sie setzt auf kleinere und größere Projekte sowie eine Kooperation von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft, um ein nachhaltiges Wirtschaften und die große Herausforderung Klimawandel entschlossen anzupacken.

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