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Heimstarke Olympia Mörfelden

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Von: Stefan Fritschi

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Mörfeldens Erstliga-Kegler sind weiter in der Erfolgsspur. Zweitligist Kelsterbach nicht.

Auch das zweite Heimspiel der Saison 2016/17 entschieden die Kegler von Olympia Mörfelden klar zu ihren Gunsten. Nach dem 6130:5863 über Neustadt ließ der Bundesliga-Tabellendritte nun dem TuS Gerolsheim keine Chance. „Gegen einen Aufsteiger darf man zu Hause als Titelverteidiger natürlich nicht verlieren. Die Aufgabe haben wir zwar souverän gelöst, dennoch müssen wir uns gegen die Mannschaften, die weiter oben mitspielen, deutlich steigern“, stufte Mannschaftsführer Holger Liebold die Lage nach dem 5970:5665 gegen die Pfälzer ein. Am 8. Oktober bei Alt-München dürfte das Team schon mehr gefordert werden.

Schon das Mörfelder Startertrio sorgte für Klarheit darüber, wer die Punkte einstreicht. 137 betrug der Vorsprung. Sven Völkl fand zwar nicht zur erhofften Leistung, er konnte jedoch dank einer überragenden Schlussbahn 979 Kegel fällen und distanzierte Jürgen Staab (926) deutlich. Sehr ausgeglichen agierte indes Dieter Nielsen. Der Lohn: Mit 1012 Kegel (364 ins Abräumen) ließ er Christian Mattern (973) nicht herankommen. Und auch Heiko Held zeigte guten Kegelsport und nahm mit 1045 Kegeln André Maul (1000) einige ab.

Bei diesem Vorsprung konnte es sich Jürgen Fleischer sogar erlauben, eine Bahn zu verpatzen (insgesamt 986), zumal sein Widerpart Dieter Staab (919) nicht Paroli bieten konnte. Der angeschlagene Holger Liebold musste auch diesmal wieder nach 100 Kugeln Platz für Robert Nägel machen. In der Addition erreichten sie 980 Kegel gegen Gerolsheims Schwächsten Uwe Köhler (904). Stefan Beck komplettierte das Ergebnis. Er konnte nicht an seine zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen, mit 968 gewann aber auch er den direkten Vergleich; Patrick Mohr erreichte 943.

Einfach zu wenig

6:0 Punkte stehen bei der „Ersten“ auf dem Konto, 0:6 bei der „Zweiten“. In der Keglerklause unterlag Olympia Mörfelden II dem SKC Mehlingen 5411:5535 und bleibt Vorletzter der Zweiten Bundesliga Mitte. „Etwas über 5400 sind einfach zu wenig, um in der Zweiten Bundesliga Punkte zu holen“, kommentierte Alexander Geiß die desolate Mannschaftsleistung. „Wir müssen uns deutlich steigern, um Chancen auf den Klassenerhalt zu haben. Jedoch ist dies in Anbetracht der Verletzungssituation schlichtweg unmöglich.“

Sascha Wetzel musste nach dem dritten Durchgang bei 734 Kegel raus. Reinhold Ernst (242) sorgte für insgesamt 976. Über die 900er-Marke kam allerdings ansonsten nur noch Philipp Albert (922). Daniel Vonhof (896), Alexander Geiß (887), Florian Schulz (881) und Christian Vonhof (849) zementierten die äußerst durchwachsene Mannschaftsleistung. Bei den Pfälzern ragte Gerald Drescher (981, 363 ins Abräumen) heraus.

Führung verspielt

Ob ausgerechnet im Derby eine Überraschung gelingt? In der kommenden Partie am 8. Oktober (13 Uhr) gastiert Olympia II jedenfalls bei der SG Kelsterbach . Die SG verlor seine turbulente Partie bei der SG Lampertheim mit 5599:5636 – es war im dritten Spiel die erste Niederlage.

Aber sie hätte vermieden werden können. Nach dem dritten Durchgang des Schlusstrios lag Kelsterbach dank einer Aufholjagd und Schwächephase der Südhessen mit 40 Holz vorne. Doch den fulminanten Schlussspurt der Gastgeber konnten die guten Holger Dama (1003 Kegel, starke 350 ins Abräumen) und Frank Hoffmann (961 Kegel, 322 ins Abräumen) nicht mehr parieren, zumal Richard Op de Hipt (842) auf der letzten Bahn im Abräumen den Rhythmus völlig verlor (insgesamt nur 183). „Am Ende standen wir ohne den Lohn der Mühen da“, konstatierte Frank Hoffmann. Mit Markus Heller (krank) hätte Kelsterbach vermutlich das Premierenduell mit Lampertheim gewonnen.

Zu Beginn hatte Lampertheim furios losgelegt und lag nach der ersten Bahn mit 71 Holz vorne. Erst danach waren auch die Kelsterbacher mit Torben Jammer (904), Michael Lechelt (898) und der erneut glänzend aufgelegte Maximilian Seib (991, starke 351 ins Abräumen) im Spiel richtig angekommen und operierten auf Augenhöhe – der Rückstand belief sich am Ende nur noch bei 43. Aufseiten Lampertheims ragten Holger Thiemig (980), Patrik Strech (982) und Niklas Schulz (991) heraus.

(fri)

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