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Joachim Osterwisch belegte mit der Aufnahme ?Sitzgelegenheit? beim Wettbewerb des Fotoclubs Mörfelden-Walldorf den ersten Platz.

Hingucker

Mitglieder des Fotoclubs stellen ihre hochwertigen Bilder aus

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Der Fotoclub Mörfelden-Walldorf stellt im Rathaus Walldorf seine neuen Arbeiten vor. Darunter sind die prämierten Fotografien des Vorjahreswettbewerbs.

Im Dunkel der Nacht umringen in weiße Kapuzenkutten gekleidete Mitglieder des Ku-Klux-Klan ein loderndes Kreuz. Sie halten sich bei den Händen. Helle Flammen lechzen dem schwarzen Nachthimmel entgegen. Grauer Rauch und der rötliche Feuerschein tauchen das Kreuz in ein mystisches Szenario. Mit dieser Aufnahme trug Jim McDonald zum Vorjahreswettbewerb des Fotoclubs Mörfelden-Walldorf bei.

73 Aufnahmen werden derzeit im Flur des ersten Stocks im Rathaus Walldorf gezeigt. Die Ausstellung mit dem im Gegensatz zu den qualitativ hochwertigen Fotografien schlicht gehaltenen Titel „Neue Arbeiten 2018“ lockte zu ihrer Eröffnung zahlreiche Besucher an.

Der Fotoclub ist mit seinen 15 Mitgliedern, darunter 10 aktive, recht übersichtlich. Die Ergebnisse der Jahresausstellungen hingegen sind stets beachtlich. Mit Iris Duchêne und ihrem Gatten Herbert Volk-Duchêne, Hans-Jürgen Enkelmann, Heinz Jürgen Huxhorn, Jim McDonald, Renate Mollowitz, Joachim Osterwisch und Herbert Sternberger hatten sich acht Mitglieder an dem Vorjahreswettbewerb beteiligt. Er war untergliedert in die vier Themen „Interieur“, „Sauwetter“, „Ernte“ und das Sonderthema „Nachts“. Jeder Teilnehmer durfte zu den drei Themen jeweils bis zu drei Arbeiten einreichen plus eine für das Sonderthema.

Einige Herausforderungen

Clubchef Heinz Jürgen Huxhorn erinnerte bei der Vernissage daran, dass die Bebilderung der Vorjahresthemen die Fotografen vor manche Herausforderung gestellt hatten. Beispielsweise Fotos zum Thema „Sauwetter“ aufzunehmen, das sei während des Jahrhundertsommers mit meist herrlichem Wetter schwierig gewesen. Dennoch sind einige beachtliche Arbeiten zustande gekommen.

Laut Huxhorn und Bürgermeister Heinz-Peter Becker, der die Ausstellungseröffnung begleitete, sollten die Ergebnisse des Vorjahreswettbewerbs bereits bei der Jahresausstellung im November in der Stadthalle Walldorf gezeigt werden. Wegen eines schweren Schadens jedoch, den das Sturmtief Fabienne am Dach des Gebäudes angerichtet hatte, das zurzeit noch saniert wird, habe diese Ausstellung ins neue Jahr und ins Rathaus Walldorf verlegt werden müssen.

Becker sagte, dass er die Ergebnisse der Fotowettbewerbe stets mit großem Interesse verfolge. Huxhorn erinnerte daran, dass die dreiköpfige Jury mit Hans Steinhäuser aus Frankfurt, Udo Krämer aus Bickenbach sowie Milan Kaderka aus Rodgau von befreundeten Fotoclubs 80 eingereichte Fotos beurteilt hatten. Die volle Anzahl von 250 Punkten erreichte Joachim Osterwisch, der schon früher als Sieger einiger Wettbewerbe hervorgegangen war. Auf dem zweiten Platz landete mit 228 Iris Duchêne, und nur einen Punkt weniger errang Herbert Volk-Duchêne.

Zu herausragenden Exponaten mit nur jeweils einem gerahmten Ausdruck zählen beispielsweise eine Schwarz-Weiß-Aufnahme von einem Mähdrescher, den Renate Mollowitz dokumentiert hat, der ein Kornfeld aberntet, die Statue eines schwarzen Nachtwächters im Gegenlicht eines bunten und grellen Feuerwerks ebenfalls von Mollowitz sowie eine Übersichtsaufnahme von vielen gelben, orangefarbenen und grünen Kürbissen, die Hans-Jürgen Enkelmann vor die Linse nahm.

Zeit einplanen

Zu weiteren Hinguckern zählt auch Joachim Osterwischs Aufnahme von einer Weinlese zwischen buntem Laub, die die Last einer schweren grünen Kiepe veranschaulicht. Darüber hinaus riecht man förmlich das Aroma frisch geernteten Knoblauchs auf einem Foto von Hans-Jürgen Enkelmann.

Die sehenswerte Ausstellung, für deren Besichtigung Besucher ein wenig Zeit einplanen sollten, kann bis zum 31. Januar während der Öffnungszeiten des Rathauses Walldorf kostenlos besichtigt werden. Gewiss werden die künstlerisch gestalteten Aufnahmen auch verkauft. „Das jedoch steht nicht im Vordergrund“, so Huxhorn.

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