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Pfarrer Paul Nieder freut sich über sein 25-jähriges Jubiläum in Walldorf in diesem Monat.

Jubiläum

Paul Nieder ist seit 25 Jahren Pfarrer in der Kirche Christkönig

In diesem Monat feiert Pfarrer Paul Nieder ein Jubiläum. Seit genau 25 Jahren ist er Pfarrer in der katholischen Pfarrgemeinde Christkönig in Walldorf.

Im November 1993 setzten sich Bundeskanzler Helmut Kohl und Arbeitsminister Norbert Blüm (beide CDU) für die Schaffung einer Pflegeversicherung ein. Ihre Parteifreundin Angela Merkel war Bundesministerin für Frauen und Jugend. Zeitgleich kämpfte der neue amerikanische Präsident Bill Clinton für eine Gesundheitsreform, während sich der russische Präsident Boris Jelzin in einer schweren politischen Krise befand.

Diese Beispiele zeigen, wie sehr sich die Welt seitdem verändert hat. Doch für die Gemeindemitglieder der katholischen Pfarrgemeinde Christkönig in Walldorf gibt es seit diesem November vor 25 Jahren eine wichtige Konstante: Ihren Pfarrer Paul Nieder. „Ich bin Seelsorger durch und durch“, sagt Nieder zu seinem Amtsverständnis. Er gehört zu den glücklichen Menschen, bei denen sich ihr Beruf – in seinem Fall der des Pfarrers – tatsächlich vom Wort „Berufung“ ableiten. „Das wurde mir schon während meines Abiturs klar“, so Nieder.

Gut aufgenommen

Nach seinem Studium der Theologie in Mainz und München erhielt Nieder 1969 die Priesterweihe. Nach mehreren Stationen als Kaplan trat Nieder 1976 in der Gemeinde St. Nikolaus in Hanau-Steinheim seine erste Stelle als Pfarrer an. Hier fühlte er sich wohl und blieb deshalb 17 Jahre. Doch nach einer so langen Zeit war es Zeit für etwas Neues: Im November 1993 trat Nieder deshalb seine neue Stelle in der katholischen Pfarrgemeinde Christkönig in Walldorf an. In den ersten fünf Jahren seines Wirkens in Mörfelden-Walldorf war Nieder auch in der katholischen Pfarrgemeinde St. Marien in Mörfelden als Pfarrer tätig. Seit dem Jahr 1998 ist er nur noch für die Gemeinde Christkönig in Walldorf zuständig.

„Die Gemeinde hat mich damals gut aufgenommen. Bereits nach rund einem Jahr habe ich mich zu Hause gefühlt“, erinnert sich Nieder zurück. Daran hat sich bis heute nichts geändert, weshalb er jetzt ein Jubiläum feiern kann. Der Pfarrer, der nächstes Jahr 75 Jahre alt wird, möchte sein Amt noch so lange ausüben, wie ihm das gesundheitlich möglich ist. Nieder lobt die Arbeit der diversen Gremien der Kirchengemeinde – zum Beispiel den Pfarrgemeinderat und den Verwaltungsrat – sowie Gemeindereferentin Isabell Bienias: „Wir sind mit Herzblut für die Menschen da.“

Näher an der Gemeinde

Entgegen den Problemen, die viele Kirchengemeinden haben, kann sich die Gemeinde Christkönig jeden Sonntag über eine volle Kirche freuen. Unter den Besuchern sind alle Altersgruppen, auch viele junge Menschen. Im Jahr 2018 hat die Gemeinde zudem die stolze Zahl von immer noch rund 3600 Mitgliedern aufzuweisen.

Nieder macht die Arbeit immer noch große Freude. „Ich feiere sehr gerne zusammen mit unserer Gemeinde die Gottesdienste, die wir möglichst abwechslungsreich gestalten. Sie sind das Zentrum unserer Tätigkeit. Ich freue mich aber auch auf unsere kirchlichen und weltlichen Feste“, so der Pfarrer mit einem Augenzwinkern. Aktuell blickt er voller Vorfreude auf die Firmung junger Gemeindemitglieder am kommenden Sonntag. Die Christkönigskirche wurde in Nieders Amtszeit erheblich umgestaltet: „Es wurde gebaut: Die um den Altar versammelte Gemeinde“, so Nieder. Dadurch, dass der Altar zentral steht, kann er während des Gottesdienstes viel näher bei der Gemeinde sein.

Pfarrer Nieder ist nicht nur symbolisch, sondern auch praktisch nah bei den Menschen. So gibt er beispielsweise jedes Jahr zusammen mit einem evangelischen Kollegen den Segen für die Walldorfer Kerb, so auch im vergangenen Monat. Nieder freut sich generell über die gute Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde in Walldorf. Kontaktfreude und Humor können als zwei seiner wichtigsten Eigenschaften gesehen werden. Doch sowohl Pfarrer Nieder als auch Gemeindereferentin Bienias nehmen auch belastende Aufgaben wahr: Neben Gesprächen mit trauernden Angehörigen von Verstorbenen gehört hierzu insbesondere die Teilnahme an der Notfallseelsorge des Landkreises Groß-Gerau. Hierzu meint Isabell Bienias: „Das geht einem nahe. Aber hier tut dann die Vielfalt des Gemeindelebens gut, zum Beispiel eine Taufe oder Hochzeit.“

Nieder meint ab zu seinem 25-jährigen Jubiläum in Walldorf und seinen vielfältigen Aufgaben als Pfarrer: „Die gute Beziehung zu Gott darf uns alle tragen.“

von ALEXANDER KOCH

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