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Jeremy Smith ist nun neben seiner Tätigkeit an der Pfeife auch als Linienrichter in höheren Klassen tätig.

Unparteiischer

Jeremy träumt von einer Karriere als Schiedsrichter in der Bundesliga

Die Spieler sind oft doppelt oder drei Mal so alt wie er. Trotzdem müssen alle nach seiner Pfeife tanzen. Jeremy Smith ist erst 14 Jahre alt und träumt von einer großen Karriere als Schiedsrichter. Dafür verbringt er Wochenende um Wochenende auf dem Fußballplatz.

Für seine Leidenschaft hängt er sogar seine Torwarthandschuhe an den Nagel. Jeremy Smith ist erst 14 Jahre alt und beginnt gerade einen neuen spannenden Abschnitt seiner Fußballerkarriere – im Schiedsrichterdress.

Während der vergangenen Saison – seine erste als junger Unparteiischer – absolvierte er gleichzeitig auch den Lehrgang zum Linienrichter, legte die Prüfung ab und bestand den Leistungstest. Es klingt so einfach, wenn er davon erzählt: „Wir haben uns an einem Samstag in Rüsselsheim-Haßloch getroffen und sind dort ausgebildet worden“, berichtet er.

Mit viel Elan ist er seit dem Beginn der Saison 2018/19 am 1. Juli im Einsatz – ob in den unteren Jahrgängen als Schiedsrichter oder in den oberen Altersklassen und im Herrenbereich als Linienrichter. Mit einer Sondergenehmigung des Verbands durfte er mit 12 Jahren am Schiedsrichterlehrgang teilnehmen und war einer der jüngsten Schiedsrichter im Kreis.

Für ihn ist es ein weiterer Schritt, eines Tages seinen Traum verwirklichen zu können und als Schiedsrichter in der Bundesliga zu arbeiten. Dass viele gute Schiedsrichter, unter anderem auch sein Vorbild Tobias Stieler, erst als Linienrichter Erfahrungen gesammelt haben, ist ihm bewusst. Erfahrungen, die er selbst als wertvoll empfindet. „Jeremy freut sich über jeden Anruf und jedes Spiel, zu dem er eingeteilt wird. „Und das waren jetzt in der Vorbereitung schon einige“, sagt auch Vater Stephen Smith.

Auf die kommende Saison freut sich der 14-jährige, der als Schiedsrichter Spiele der C- und D-Junioren bis zur Hessenliga leiten wird, sowie im A- und B-Junioren Bereich ebenfalls bis zur Hessenliga an der Linie zu finden sein wird.

„In den unteren Klassen bis zur Gruppenliga kann ich im Herrenbereich eingesetzt werden“, erzählt er stolz. Auf sein erstes Jahr blickt er mit Stolz zurück. „Ein Höhepunkt war, dass ich das Kreispokalfinale der E-Junioren am 1. Mai leiten durfte. Mitte Mai wurde ich als Schiedsrichter zum ersten Mal bei den C-Junioren eingesetzt“, berichtet er.

Jetzt bei den Herren und den älteren Junioren als Schiedsrichter auf dem Platz zu stehen, das macht ihm viel Spaß, auch wenn viele der Akteure zwei- oder dreimal so alt seien wie er selbst.

„Es macht mir vor allem Spaß, als Teil eines Gespanns zu arbeiten und Erfahrungen zu sammeln“, sagt Jeremy. Dies sei auch seinen größtes Ziel für diese Saison, denn die nächsten Lehrgänge sind erst einmal nicht geplant.

Unterschiede bei der Aufgabenverteilung gäbe es jedoch auch unter den Linienrichtern. Zwar unterstützten beide den Schiedsrichter bei seinen Entscheidungen und müssen beispielsweise auf Fouls oder die Abseitsregelung achten, doch ist der erste Assistent auch immer dafür verantwortlich, die Auswechslungen zu überwachen und mit den Trainern zu interagieren, wann immer dies notwendig ist, während das Spiel läuft.

Für Jeremy Smith ist es eine neue Art, ein Spiel zu leiten und eine Herausforderung, auf die er sich sehr freut. So schnell wie möglich will er nun viel Erfahrung sammeln, in der Hoffnung bald wieder einen weiteren Schritt nach vorne machen zu können, auch wenn es bis zu seinem Traum von der Bundesliga noch ein weiter Weg ist.

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