24-Stunden-Übung

Jugendliche Brandbekämpfer zeigen bei Übung ihr Können

Im Rahmen einer 24-Stunden-Übung konnte die Jugendfeuerwehr der Einsatzabteilung Walldorf ihr Wissen praktisch anwenden. Bei einer Abschlussübung an der Bertha-von-Suttner-Schule nahm auch die Jugendfeuerwehr der Einsatzabteilung Mörfelden teil.

Schon die Jugendfeuerwehr Walldorf bereitet sich auf verschiedene Einsatz-Szenarien vor. Das bewiesen die Nachwuchskräfte am Wochenende in einer 24-Stunden-Übung. Diese fand am Sonntag mit einer Übung an der Bertha-von Suttner-Schule, an der auch die jungen Kollegen der Jugendfeuerwehr Mörfelden teilnahmen, ihren Schlusspunkt.

Zahlreiche Eltern und Interessierte waren gekommen und bestaunten das erlernte Wissen und Können der Kinder und Jugendlichen aus beiden Jugendfeuerwehren. Beim simulierten Einsatz wurde alles trainiert, was die Feuerwehr Walldorf auf ihrer Homepage explizit zu ihrem Aufgabenfeld zählt: „Retten, löschen, bergen, schützen.“

Selbst die Evakuierung von brennenden Gebäuden mit einem Hubrettungsfahrzeug wurde geprobt. Die Kinder und Jugendlichen hatten unter der Anleitung erfahrener Kräfte der Einsatzabteilung die Rettungsfahrzeuge besetzt. Sie trugen während der Übung mit ihren Anzügen, Helmen und Schutzmasken die volle Feuerwehrmontur. Zudem mussten sie zahlreiche Schläuche, Tragen oder Funkgeräte bedienen.

„Die Übung ist super gelaufen. Alle Kinder und Jugendlichen waren ausgesprochen sachkundig und gewissenhaft“, freute sich Sebastian Hamela, Jugendwart der Einsatzabteilung Walldorf. Insgesamt 24 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 17 Jahren nahmen an der großen Übung teil. Die Mehrzahl kam hierbei aufgrund ihrer laufenden 24-Stunden-Übung von der Jugendfeuerwehr Walldorf. Diese verfügt über 21 Nachwuchskräfte, die Kollegen aus Mörfelden über 20.

Der simulierte Großeinsatz an der Bertha-von-Suttner-Schule kann jederzeit Ernstfall werden, auf den die Feuerwehr vorbereitet sein muss. Die meisten Einsätze sind aber kleinerer Natur. Hierzu zählen brennende Mülleimer, Werkstätten oder Garagen. Auch solche Szenarien wurden von der Jugendfeuerwehr Walldorf in der 24-Stunden-Übung geprobt. Zu bedenken ist hierbei, dass bei der Alarmierung nicht immer klar ist, ob es sich um einen besonders gefährlichen oder eher weniger bedrohlichen Einsatz handelt. Zudem kann das Übergreifen eines Feuers auf andere Gebäude schnell ein ganz neues Bedrohungsszenario entstehen lassen. Daher beginnt der Einsatz, sobald das Feuerwehrgerätehaus erreicht ist, stets mit dem schnellen Umziehen von der Normal- in die Einsatzkleidung. Hier muss jeder Handgriff sofort sitzen, was von den Kindern und Jugendlichen reichlich geübt wurde.

Je früher sie an realistische Einsatz-Szenarien herangeführt werden, umso leichter fällt ihnen später der Sprung in die Einsatzabteilung der Erwachsenen. Hierbei ist es wichtig, dass sie – wie am Wochenende – ihr erworbenes Wissen auch praktisch anwenden und den stolzen Eltern zeigen können.

(ak)

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