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Jung und Alt kommen beim internationalen Picknick im Bürgerpark ins Gespräch

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Von: Volker Arndt

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Rund 70 Menschen waren gekommen, um gemeinsam im Bürgerpark zu picknicken. Sie aßen zusammen ihr mitgebrachtes Essen und lernten sich so auch ein wenig kennen.

Das Integrationsbüro der Stadt hatte im Bürgerpark Mörfelden, zeitgleich zur Skulpturenausstellung, zum dritten Mal ein „Internationales Picknick“ organisiert. Dahinter verbirgt sich die Aufforderung für Menschen aller Nationalitäten zusammen zu kommen, um gemeinsam in der Natur mitgebrachtes Essen zu tauschen und zu genießen. „Das ist für alle einfach gemütlich und sie kommen untereinander ins Gespräch“, meinte Mitinitiatorin Annette Keim, Leiterin des Integrationsbüros.

Kulturförderer Otto Schaffner hatte eine Stunde vor dem offiziellen Beginn des Picknicks eine Führung durch den Skulpturenpark angeboten, was viele gern in Anspruch genommen haben. Danach kamen die vielfältigen Speisen auf den Tisch. Eine Truppe aus Wageningen kam direkt von ihrem Zeltplatz in der Nähe, um schließlich im Skulpturenpark den Grill anzufeuern. Außer den Holländern waren Familien aus Syrien, Afghanistan, Äthiopien und dem Sudan, aber auch aus den USA und Argentinien unter den Akteuren.

Ein schattiges Plätzchen

„Manche Gäste von unserer regelmäßigen Koch-Veranstaltung im Kuba haben sich entschlossen, heute mit dabei zu sein“, erzählte Keim. Hinzugesellt hätten sich dann noch Passanten, so dass am Ende von mehr als 70 Teilnehmern gesprochen werden könne.

Bei bestem Sommerwetter fanden die Anwesenden auf Decken unter Bäumen ein schattiges Plätzchen. Ob Falafel (Kichererbsen-Bällchen), Espanadas (argentinische Teigtaschen), afghanischer Milchreis, Melonenschiffchen mit Schinken oder Pflaumenkuchen, für jeden Geschmack war etwas dabei.

Trainerin Eva Schmidt übte anschließend mit vielen Interessierten Qigong, eine Bewegungs- und Meditationsform aus China. Dr. Ingeborg Lickteig, die selbst Flüchtlinge in allen Lebenslagen betreut hat, lobte die „außerordentlich gute Atmosphäre“. „Ich habe mich hier sehr wohl gefühlt. Das Essen war lecker und das Programm vielfältig“, sagte sie. Auch Wolfgang Kunz, der schon manchen Transport für die Flüchtlingshilfe durchgeführt hat, zeigte sich zufrieden mit dem Event. „Dass es so etwas gibt, finde ich ganz wichtig, weil die Negativhaltung gegen Flüchtlinge immer noch zunimmt“, meinte Kunz und führt das auf die Sprachbarrieren zurück. Ein gemeinsames Essen und Kennenlernen bringe ein besseres Verständnis.

Tolle Atmosphäre

Die 15-jährige Aqdas Hashimi aus Afghanistan ist schon das dritte Mal mit von der Partie: „Gemeinsam mit meiner Schwester Zarah habe ich gut gewürzte traditionelle Teigtaschen mit Kartoffel-, Tomate- und Zwiebelfüllung zubereitet“, schilderte sie gut gelaunt, während Marta Geremariam alles als „sehr schön“ empfand. Ihre Eltern stammen aus Äthiopien. Die 14-Jährige lebt seit drei Jahren in Deutschland. „Mir gefällt, dass es ruhig ist und entspannend und dazu kommt die tolle Beach-Atmosphäre“, erklärte sie.

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