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ARCHIV - Raupen des Eichenprozessionsspinners kriechen am 31.05.2007 auf einem Baumstamm entlang. Aus der Luft und vom Boden aus soll dem allergieauslösenden Eichenprozessionsspinner in Hessen auch in diesem Jahr zu Leibe gerückt werden. Foto: Bernd Settnik/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Stadt rät zur Vorsicht

Kampf dem Eichenprozessionsspinner in Mörfelden-Walldorf

Wie auch in den vergangenen Jahren breitet sich der Eichenprozessionsspinner im Stadtgebiet aus. Insbesondere Gebiete mit vielen Eichen wie beispielsweise die Neutra-Siedlung sind betroffen.

Wie auch in den vergangenen Jahren breitet sich der Eichenprozessionsspinner im Stadtgebiet aus. Insbesondere Gebiete mit vielen Eichen wie beispielsweise die Neutra-Siedlung sind betroffen. „Die Härchen der Raupe können gefährlich werden und bei Hautkontakt zu allergieähnlichen Symptomen führen. An Orten mit vielen Eichen sollte man besonders achtsam sein und sie, wenn möglich, meiden“, sagt der Bürger- und Ordnungsdezernent Steffen Seinsche.

Nach Kontakt sollte sofort die Kleidung ausgezogen werden, danach geduscht oder gebadet und die Haare gründlich gewaschen werden. Auch die Augen und der Mund muss man ausgespülen. Bei schlimmen Reaktionen muss ein Arzt aufgesucht werden. Denn die feinen Brennhaare setzen das Nesselgift Thaumetopeitin frei und können bei überempfindlichen Personen sogar zu einem allergischen Schock führen.

Bereits Ende April und Ende Juni rückten der Bauhof und auch eine Fachfirma aus, um gegen die Larven im Stadtgebiet vorzugehen. Behandelt werden vorwiegend Bäume an Kindertagesstätten, an häufig besuchten Fuß- und Radwegen sowie an Spielplätzen und Sportanlagen, erklärt die Stadt Mörfelden-Walldorf.

Zur Bekämpfung wurde ein natürliches Biozid aus den Früchten des asiatischen Neembaumes eingesetzt, vereinzelt werden auch die Nester abgesaugt. Trotz der Maßnahmen können sich die Härchen der Raupen weiterhin verbreiten. Denn die Brennhaare an den Raupen brechen leicht und werden bei günstiger Witterung durch Luftströmungen über weite Strecken getragen. „Wir raten dazu, darauf zu achten, ob Eichen oder andere Bäume im eigenen Garten mit den Raupen befallen sind und sich an eine Fachfirma zu wenden“, so Steffen Seinsche. Die Nester sollten auf keinen Fall auf eigene Faust entfernt werden. Im Hundefell können Härchen ebenfalls kleben bleiben. Von daher sollte auch darauf geachtet werden, wo sich der Hund aufhält. Bäume im Wald oder auf dem Feld werden von der Stadt nicht behandelt. Durch flächendeckende Spritzeinsätze gegen den Eichenprozessionsspinner aus der Luft mit dem Hubschrauber könnten andere Tiere, wie die Raupen anderer Schmetterlinge oder brütende Vögel, geschädigt werden.

(red)

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