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Kennenlernen im Kerzenschein des Lichterfests

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Stimmungsvoll war der Begegnungsgarten in Walldorf von mehr als 1000 Lichtern beleuchtet.
Stimmungsvoll war der Begegnungsgarten in Walldorf von mehr als 1000 Lichtern beleuchtet. © Mara Paul

Romantik pur. Mehr als 1000 Teelichter und viele bunte Lampions tauchten den Begegnungsgarten in Walldorf am Samstagabend in ein zauberhaftes Licht. Auf Einladung des städtischen Integrationsbüros fanden sich zu seinem Sommerfest rund 200 Besucher ein.

Der würzige Rauch des lodernden Holzfeuers zog durch die Reihen. Ralf Baitinger stimmte die schönsten Lagerfeuerlieder von Schlager über Gospels bis zu Country-Musik und Volksliedern an. Der Sänger und Gitarrist unterstützte das Lichterfest des städtischen Integrationsbüros ehrenamtlich.

Damit das Feuer trotz Brandgefahr wegen der anhaltenden Trockenheit in den vergangenen Wochen überhaupt angezündet werden konnte, hatten Mitarbeiter des städtischen Bauhofs den Begegnungsgarten einen Tag zuvor intensiv gewässert. Am Samstag regnete es dann noch vor Beginn des Fests, so dass von dem kontrollierten Feuer keine Brandgefahr mehr ausgehen konnte.

Christian Seifert und der kleine Julian zählten zu den Besuchern, die sich in der Glut leckeres Stockbrot rösteten – und zum Nachtisch Marshmallows. Viele Besucher aus den Reihen der Beetpaten, von Geflüchteten und vom ehrenamtlichen Netzwerk Asyl hatten zur Verköstigung Speisen mitgebracht, die in den heimischen Küchen zubereitet worden waren.

Obendrein gab es Folienkartoffeln, die – in Alufolie gewickelt – in der Glut garten. Dazu wurde Quark gereicht. Jeder Besucher sollte eigentlich seinen eigenen Teller mitbringen. Viele jedoch hatten ihn vergessen. Kein großes Problem: Wegen des reichhaltigen Fingerfoods wurde mit Servietten ausgeholfen.

Eigens für das Sommerfest war das benachbarte Jugendzentrum vorübergehend mit einem großen Kühlschrank ausgestattet worden. Dort wurden Getränke gekühlt, aber einige Gäste hatte sich auch von zu Hause gekühlten Wein mitgebracht. In der stimmungsvollen Atmosphäre genossen sie ihn dann mit Freunden bei Gesprächen an Bierzeltgarnituren.

Der Andrang zu diesem ersten Lagerfeuersingen war laut der städtischen Integrationsbeauftragten Anette Keim derart groß, dass zu den gestellten Tischen und Bänken weitere aus dem Jugendzentrum geholt und gestellt werden mussten.

Obgleich es für viele Helfer mühselig war, ausgebrannte Teelichter ständig zu ersetzen, die leeren zu entsorgen und neue anzuzünden, waren sie gerne den Abend im Einsatz.

Laut Keim soll sich das Lagerfeuersingen etablieren und einmal jährlich im Begegnungsgarten ausgerichtet werden. „Mit dem Fest haben wir erreicht, was wir erreichen wollten. Viele treffen sich hier, reden miteinander und lernen sich so kennen. Das haben wir bezweckt, das war unser Anliegen“, zog die Integrationsbeauftragte zufrieden Bilanz.

(mapa)

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