1. Startseite
  2. Region
  3. Kreis Groß-Gerau
  4. Mörfelden-Walldorf

Das Kerschfest in Mörfelden hat viele Fans

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Seit 1979 hat sich in der Mitte von Mörfelden das Fest „Rund um die Kersch“ der evangelischen Kirchengemeinde Mörfelden etabliert. Auch bei der 40. Auflage stieß die beliebte Traditionsveranstaltung auf große Resonanz.

Mit einem Volksstück der Büttelborner Theatergruppe und einem Gespräch zwischen Vertretern politischer Parteien und der Kirche begann „Rund um die Kersch“. Nein, damit ist nicht die 40. Jubiläumsauflage der Veranstaltung am vergangenen Wochenende gemeint. So eröffnete 1979 das erste Fest „Rund um die Kersch“, das im Volksmund meistens nur „Kerschfest“ genannt wird.

Wenn 39 Jahre später nun die 40. Ausgabe mit einem bunten Jubiläumsprogramm gefeiert wurde, so zeigt das, dass das Fest von der Bevölkerung hervorragend angenommen und von Generation zu Generation weitergetragen wird. „Das Fest deckt alle Jahrgänge ab. Es ist ein beliebter Treffpunkt für die gesamte Bevölkerung“, sagt Bernd Konradi aus Mörfelden. Für ihn und viele andere Gäste ist das Sommerfest beste Tradition geworden. „Ich fühle mich hier zu Hause“, sagt Christel Mais aus Mörfelden über das familiäre Fest. Ihre Tochter ging bei der damaligen Kindergärtnerin und heutigen Leiterin Beate Weber in den evangelischen Kindergarten, der bald 90 Jahre alt wird.

Großer Andrang

Das viertägige Fest hat von Donnerstag bis Sonntag immer zahlreiche musikalische und kulinarische Höhepunkte zu bieten. In diesem Jahr gab es aufgrund der 40. Ausgabe des Fests einige Besonderheiten. So wurde Kindern ein Luftballon geschenkt und jede 40. Waffel gab es umsonst. Am Sonntag gab es eine Gutschein-Tombola. Der Erlös der Tombola und des Festes soll der Renovierung der Kirche und insbesondere ihres Dachs zugutekommen. Am Waffelstand, der vom „Konfi-Team“ betrieben wurde, war eine „Jubiläumswaffel“ mit Nutella erhältlich. Nebenan am Cocktail-Stand vom Team des Kindergottesdienstes konnten die Besucher einen „Jubiläums-Cocktail“ kosten. „Wir haben ihn „Halleluja“ getauft“, schmunzelte Eric Pietschmann vom Team des Kindergottesdienstes.

An Waffel- und Cocktailstand sowie den zahlreichen weiteren Essens- und Getränkeständen, darunter viele mit selbst gemachter Hausmannskost, herrschte wie auf dem gesamten Fest großer Andrang, der nur mit vielen großen und kleinen Helfern bewältigt werden konnte: „Hier helfen mehr als 150 Personen ehrenamtlich mit“, so Uwe Harnisch, Vorsitzender des Kirchenvorstands.

„Jeder ist bei uns willkommen, es sind auch alle Generationen da“, freute sich Pfarrerin Andrea Schätzler-Weber. Mit ihrer Kollegin Meike Sohrmann war sie über das mehrtägige Fest stets präsent und für die Bürger ansprechbar. „Es ist besonders schön, auf dem Fest alte Bekannte wiederzusehen“, sagte Schätzler-Weber. Die Pfarrerin hatte am Donnerstagabend zum Auftakt des Festes ein neues Buch über die evangelische Kirche in Mörfelden vorgestellt. Zudem gab es Musik aus vier Jahrzehnten.

Ganz besonders am Freitag- und am Samstagabend herrschte am evangelischen Gemeindehaus wie jedes Jahr beim „Kerschfest“ großer Andrang. Freitags hieß es um 18 Uhr: „Das Fest ist auf“. An diesem Abend hat es sich etabliert, dass die Mörfelden-Walldorfer Band „Still Young & Crispy“ stets für beste Stimmung sorgt. Der Samstag begann um 15 Uhr mit dem „Kinderkerschfest“ mit zahlreichen Angeboten für Kinder. Am frühen Abend begeisterte das Blasorchester der Sport- und Kulturvereinigung (SKV) Mörfelden die Zuschauer mit schwungvollen Rhythmen und vielseitigem Repertoire.

Die besten Pfannkuchen

„Die Atmosphäre beim Kerschfest ist einfach schön“, so Janet Hagen, die seit Jahren mit dem SKV-Blasorchester auf dem Fest auftritt. Im Anschluss begeisterte auch die Mörfelder Band „The Fabulous Flying Kerschgass Brothers“, die im Keller des evangelischen Gemeindehauses probt, mit rockigen Tönen das Publikum. Seit 2007 spielt die Band in ihrer jetzigen Besetzung auf dem „Kerschfest“. „Das ist das tollste Fest in Mörfelden mit den besten Pfannkuchen der Welt“, sagte Bassist „Urmel“ nach einem umjubelten Auftritt seiner Band mit mehreren Zugaben. Die selbst gemachten Pfannkuchen und die ebenso hausgemachte Gemüsesuppe „Quer durch die Garde“, die nur sonntags angeboten wird, sind bei den Gästen besonders beliebt. Neben der Suppe gab es am Sonntag noch weitere Programmpunkte: Die neuen Konfirmanden wurden in die Kirche eingeführt und das „Endgültige Südhessische Ukulelen-Orchester“ sowie der evangelische Posaunenchor rundeten die gelungene Veranstaltung musikalisch ab.

Auch interessant

Kommentare