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Kirchenvertreter: "Ostern gibt den Menschen Hoffnung"

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Der Schlussstein an der Decke der evangelischen Gertrudis-Kirche in Saalfeld Graba in Thueringen zeigt Christus als Siegeslamm, umgeben von floralen Verziehrungen (Foto vom 28.10.14). Als Osterlamm, gekennzeichnet mit der Siegesfahne, ist das Lamm ein Symbol fuer die Auferstehung Jesu Christi. Ostern ist das aelteste und wichtigste Fest der Christenheit. Es erinnert an die Mitte des christlichen Glaubens: die Auferstehung Jesu Christi von den Toten nach seinem Leiden und Sterben am Kreuz. Das Osterfest ist daher ein Symbol für den Sieg des Lebens ueber den Tod. In der fruehen Christenheit fanden oft Taufen an diesem Tag statt. Im Jahr 325 bestimmte das Konzil von Nicaea den Sonntag nach dem ersten Vollmond im Fruehling als Ostertermin. Seither wird das Auferstehungsfest in den westlichen Kirchen zwischen dem 22. Maerz und dem 25. April begangen. In diesem Jahr faellt der Ostersonntag auf den 5. April. Die orthodoxen Kirchen, die sich nach dem alten julianischen Kalender richten, feiern meist an einem anderen Datum. In diesem Jahr feiern die orthodoxen Christen ihr Osterfest eine Woche spaeter.
Der Schlussstein an der Decke der evangelischen Gertrudis-Kirche in Saalfeld Graba in Thueringen zeigt Christus als Siegeslamm, umgeben von floralen Verziehrungen (Foto vom 28.10.14). Als Osterlamm, gekennzeichnet mit der Siegesfahne, ist das Lamm ein Symbol fuer die Auferstehung Jesu Christi. Ostern ist das aelteste und wichtigste Fest der Christenheit. Es erinnert an die Mitte des christlichen Glaubens: die Auferstehung Jesu Christi von den Toten nach seinem Leiden und Sterben am Kreuz. Das Osterfest ist daher ein Symbol für den Sieg des Lebens ueber den Tod. In der fruehen Christenheit fanden oft Taufen an diesem Tag statt. Im Jahr 325 bestimmte das Konzil von Nicaea den Sonntag nach dem ersten Vollmond im Fruehling als Ostertermin. Seither wird das Auferstehungsfest in den westlichen Kirchen zwischen dem 22. Maerz und dem 25. April begangen. In diesem Jahr faellt der Ostersonntag auf den 5. April. Die orthodoxen Kirchen, die sich nach dem alten julianischen Kalender richten, feiern meist an einem anderen Datum. In diesem Jahr feiern die orthodoxen Christen ihr Osterfest eine Woche spaeter. © Rainer Oettel (epd)

Was bedeutet Ostern eigentlich? Vertreter der Kirchengemeinden in Mörfelden-Walldorf geben darauf Antwort.

Wahrscheinlich denken viele bei Ostern zuerst an die Ostereiersuche oder an Osterhasen. Die eigentliche Bedeutung der Feiertage ist gesellschaftlich etwas in den Hintergrund gerückt. Wir haben deshalb christliche Gemeinden in Mörfelden-Walldorf nach dem Stellenwert von Ostern für sie selbst und für die heutige Gesellschaft befragt.

Pfarrerin Andrea Schätzler-Weber, evangelische Kirchengemeinde Mörfelden: „Ostern hat als höchstes christliches Fest natürlich auch für unsere Kirchengemeinde eine zentrale Bedeutung. Zu Ostern gehört die gesamte Bandbreite der menschlichen Empfindungen: Tiefe Trauer und Schmerz über den Tod von Jesus Christus am Karfreitag einerseits und die Freude über seine Auferstehung und die damit verbundene Hoffnung am Ostersonntag andererseits. In unserer Gesellschaft sind heute leider zunehmend Menschen mit ihrer Trauer allein. Gott und wir als Kirchengemeinde lassen aber die Menschen mit ihren Sorgen, Schmerzen und ihrer Trauer nicht allein. Denn es gibt Hoffnung und ein Leben nach dem Tod, das ist unsere christliche Botschaft. Kein anderes christliches Fest steht so sehr dafür wie Ostern.“

Pfarrer Thomas Stelzer, evangelische Kirchengemeinde Walldorf: „Ostern ist das zentrale christliche Fest. Das Leben hat das letzte Wort über den Tod. Dafür steht Ostern wie kein anderes christliches Fest, es gibt den Menschen Hoffnung. Gott steht für Leben. Der zentrale Inhalt von Karfreitag und Ostersonntag darf gesellschaftlich nicht vergessen werden.“

Gemeindereferentin Isabell Bienias, katholische Pfarrgemeinde Christkönig, Walldorf: „Jesus Christus ist für uns am Kreuz gestorben. In der heutigen Gesellschaft werden sein Tod und auch der Tod allgemein häufig verdrängt. Die Auferstehung von Jesus Christus gibt uns die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod bei Gott. Jesus Christus lebt. Ostern ist deshalb zentral für unseren christlichen Glauben: Abschied von Jesus Christus am Gründonnerstag, sein Tod am Karfreitag, die Grabesruhe am Karsamstag und seine Auferstehung am Ostersonntag.“

Pfarrer Norbert Kissel, zuständig für die Katholische Pfarrgemeinde St. Marien in Mörfelden: „Wir glauben als Katholiken daran, dass der Tod nicht die Endstation ist. Da fängt das Leben erst richtig an, denn der Tod öffnet die Tür in eine andere Wirklichkeit. Die Beerdigung ist damit für uns keine Katastrophe. Denn es gibt ein Leben nach dem Tod. Aus dem Ende wird somit ein neuer Anfang. Für diese zentrale christliche Botschaft der Hoffnung steht kein anderes Fest so sehr wie Ostern.“

Zouboulia Peristeraki, Ansprechpartnerin für die griechisch-orthodoxe Kirchengemeinde Agios Nikolaos zu Mörfelden-Walldorf: Das griechische Osterfest ist das bedeutsamste Fest der griechisch-orthodoxen Kirche und erinnert an die Auferstehung von Jesus Christus. In der großen Woche, die am Montag beginnt und bis einschließlich am Karsamstag bis Mitternacht geht, begeben sich täglich zahlreiche Christen in die Kirche, um Psalme über das Leben von Jesus Christus sehr aufmerksam zu verfolgen. Es ist ein Gefühl der Zugehörigkeit, um die Leiden von Jesus die ganze Woche über bis zu seiner Auferstehung mitzuerleben.

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