Sanierung

Kläranlage in Mörfelden-Walldorf bekommt neuen Speicher fürs Klärgas

Der alte Behälter für die Zwischenspeicherung des Klärgases war zu klein geworden. Nun wurde er gegen einen neuen ausgetauscht. Die Klärgasfackel wurde ebenfalls erneuert. Insgesamt wurden für die Instandsetzungsarbeiten 880 000 Euro investiert.

Erste Schritte der Sanierung und Erweiterung der Kläranlage wurden umgesetzt: Nach etwa einjähriger Bauzeit wurde auf der Kläranlage Mörfelden-Walldorf ein neuer Gasbehälter mit 800 Kubikmetern Speichervolumen in Betrieb genommen.

Der vorhandene Behälter mit einem Volumen von 300 Kubikmetern war nach rund 25-jähriger Betriebszeit zu klein geworden. Zudem war es nicht mehr wirtschaftlich, ihn instand zu setzen. Der Behälter dient zur Zwischenspeicherung des im Faulbehälter anfallenden Klärgases. „Anschließend wird das Klärgas durch eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage, die sich auch auf der Kläranlage befindet, in thermische und elektrische Energie umgewandelt“, erklärt Georg Lautenschläger, Leiter der Kläranlage.

Ebenfalls erneuert worden ist die vorhandene Klärgasfackel. Mit ihr kann nicht mehr nutzbares und speicherbares Klärgas schadstoffarm beseitigt werden – zum Beispiel während der Wartung der Kraft-Wärme-Kopplungsanlage. Der im Klärgas enthaltene Energieträger Methan gehört – ungenutzt in die Atmosphäre freigesetzt – zu den Treibhausgasen.

Zusätzlich umfasste die Sanierungsmaßnahme den Austausch der verbindenden Gasleitungen sowie eine neue Schalt- und Steueranlage. „Die größte Herausforderung war, die Umbauarbeiten während des laufenden Betriebs durchzuführen. Das gestaltete sich aufgrund der wechselhaften Witterung und der Provisorien nicht immer einfach“, sagt Georg Lautenschläger.

„Die Gesamtinvestitionskosten dieser Arbeiten beliefen sich auf rund 880 000 Euro und wurden entsprechend dem Kostenrahmen auch eingehalten“, erklärt Erster Stadtrat Burkhard Ziegler (Freie Wähler).

(red)

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