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Mit solchen Stationen nimmt das Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie Schadstoffmessungen vor.

Anfrage der CDU

So ist es um die Luft in Mörfelden-Walldorf bestellt

Schadstoffe in der Luft, besonders Stickstoffdioxid, sind gerade im Zusammenhang mit der Diesel-Debatte ein derzeit vieldiskutiertes Thema. Die CDU hatte hierzu eine Anfrage gestellt.

Die Luftqualität in Mörfelden-Walldorf war Gegenstand einer aus Teilen bestehenden Anfrage der CDU, die sie in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung einbrachte. Die Christdemokraten erkundigten sich danach, wann die jüngsten Schadstoffmessungen im Stadtgebiet ausgeführt wurden und an welchen Stellen gemessen wurde. Weiterhin wurde nach der Test-Spezifikation der Messungen gefragt. Die vierte Frage zielte auf die Testergebnisse. Hierbei erkundigte sich die CDU vor allem nach der Belastung durch Stickstoffdioxid. Über diesen Schadstoff wird derzeit in der Öffentlichkeit im Zusammengang mit dem Thema Diesel breit diskutiert.

Die Anfrage wurde im Auftrag des Magistrats vom Amt für Umwelt beantwortet. Demnach erfolgte die bislang letzte Schadstoffmessung im Stadtgebiet von September 2014 bis August 2015 durch das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG). Ferner habe es vom 1. Oktober bis zum 26. November 2013 eine Schadstoffmessung (Biomonitoring) gegeben. Während sich die Messpunkte des Biomonitoring über das gesamte Stadtgebiet verteilten, erfolgte die Schadstoffmessung durch das HLNUG am südlichen Stadtrand in der Nähe der Raiffeisenstraße/Siemensstraße.

Standardisierte Verfahren

Beide Untersuchungen zielten vor allem darauf ab, Schadstoffe aus dem Luftverkehr abzubilden. Beide Messungen erfolgten nach den jeweiligen standardisierten Verfahren. Das HLNUG erfasste in seiner Messung kontinuierlich Halbstunden-, Stunden-, Tages- und Monatsmittelwerte sowie Extremwerte diverser Stoffe. Hierzu zählten Feinstaub, Stickstoffmonoxid, Stickstoffdioxid, Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid, Ruß, Gesamtkohlenwasserstoffe und Ozon.

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Die Frage der Christdemokraten nach den Testergebnissen wurde vom Amt für Umwelt sehr ausführlich beantwortet. Eine besonders wichtige Aussage war hierbei: „Es gab keine erhöhte oder ungewöhnliche Schadstoffbelastung für einen Ballungsraum. Die Werte sind vergleichbar mit denen der umliegenden Stationen (zum Beispiel Raunheim).“

Deutlich unterschritten

Im Biomonitoring seien lediglich erhöhte Benzo(a)pyren-Werte festgestellt worden. Alle Messwerte seien auch auf der städtischen Homepage einsehbar. Die Ergebnisse der Messung seien ferner in einer öffentlichen Veranstaltung bekanntgemacht worden, zudem sei den zuständigen Gremien berichtet worden.

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Weitere Ergebnisse zur Schadstoffmessung liefere ein 2017 vom HLNUG in Auftrag gegebener „Endbericht“ zur Ermittlung der Luftqualität in Hessen. Hierin sind Modellberechnungen für die Westendstraße in Mörfelden enthalten. Diese zeigten, dass die Grenzwerte, insbesondere für Stickstoffdioxid, in Mörfelden deutlich unterschritten würden.

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