Kuriose Rettungsaktion am Badesee

Mann wird vom Ertrinken gerettet und verschwindet anschließend

Der Rettungsdienst am Badesee Walldorf hat am Sonntag einen Mann vor dem Ertrinken bewahrt. Als die Rettungsmannschaft ihm empfahl, sich ärztlich untersuchen zu lassen, machte sich der Mann aus dem Staub.

Ein junger Mann wurde am Sonntag gegen 18 Uhr vor dem Ertrinken im Walldorfer Badesee gerettet. Der Mann schwamm in einer Gruppe in der Badebucht unterhalb des Kassenhäuschens. Die Männer waren in Richtung des kleinen Pontons unterwegs. Der Mann versuchte sich, an den anderen in der Gruppe festzuhalten. Ein Badegast beobachtete dies und rief um Hilfe.

Als die Rettungsmannschaft mit dem Rettungsboot kurze Zeit später an der Stelle eintraf, war der Mann bereits untergegangen. Ein Rettungsschwimmer der Interessengemeinschaft Rettungsdienst Badesee Walldorf (IRBW) konnte den etwa zwei Meter großen und circa 130 Kilo schweren Mann aus dem Wasser holen und ins Rettungsboot ziehen. Der Schwimmer war bei Bewusstsein.

Die anderen Männer aus der Gruppe reagierten ängstlich, einige bekamen Panik. Sie klammerten sich am Rettungsboot fest, das dadurch Schlagseite bekam. Eine weitere Mannschaft eilte daraufhin mit dem zweiten Rettungsboot herbei und nahm die Männer auf.

Der Mann wurde zur Rettungsstation gebracht, um sich zu beruhigen und zu erholen. Als die Wachmannschaft einen Notarzt und den Rettungsdienst verständigen wollte, verweigerte er dies. Schon nach kurzer Zeit ging er wieder zurück zu seinem Liegeplatz. Die Einsatzmannschaft versuchte, ihm zu erklären, wie wichtig eine ärztliche Untersuchung sei, nachdem er fast ertrunken wäre. Er verließ daraufhin schnell den See. Wie sich im Gespräch mit seinen Freunden ergeben hatte, waren wohl Alkohol und Drogen konsumiert worden. Da der Mann nicht aufgehalten werden konnte, wurden dessen Freunde ebenfalls darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, dass er sich vom Arzt untersuchen lässt.

(red)

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