Die Badestelle am Walldorfer Badesee soll nach derzeitigem Stand am 1. Juli öffnen. Archivfoto: Klaus Braungart
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Die Badestelle am Walldorfer Badesee soll nach derzeitigem Stand am 1. Juli öffnen. (Archivfoto)

Lockerungen

Mit dem Null-Ticket zum Badesee in Walldorf: Das sind die Corona-Regeln

Mörfelden-Walldorf bereitet sich auf die Öffnung der Badestelle am See vor. Es werden zwar Tickets vergeben – diese sind aber kostenlos.

Mörfelden-Walldorf – "Die Infektionszahlen gehen zurück und ich bin zuversichtlich, dass die Badestelle öffnen kann", erklärt Mörfelden-Walldorfs Bürgermeister Thomas Winkler (Grüne) in einer Pressemitteilung mit Blick auf die Inzidenz im Kreis Groß-Gerau. Damit der Walldorfer Badesee unter Corona-Bedingungen für Besucher aufgesperrt werden kann, hat der Magistrat in seiner jüngsten Sitzung eine Verwaltungsvorlage verabschiedet. "Wir müssen auf alles vorbereitet sein und möchten die Badestelle in diesem Jahr auf jeden Fall während des Sommers öffnen", so der Rathauschef. Aktuell ist eine Öffnung vom 1. Juli bis zum 12. September geplant. Die Badestelle würde in diesem Fall täglich von 9 bis 21 Uhr für Besucher offenstehen.

Wenn es die rechtliche Situation zulässt, soll der Zugang zum See ähnlich wie der zum Waldschwimmbad in Mörfelden geregelt werden. Für Besucher ist der Eintritt an der Badestelle wie in der Vergangenheit kostenlos und es wird über ein Online-Ticketsystem lediglich ein sogenanntes Null-Ticket gebucht. Der unentgeltliche Ticketverkauf dient nur zur Erfüllung und Überwachung der Corona-Regeln. Eine Badeaufsicht im Sinne einer Wasseraufsicht findet nicht statt.

Corona-Öffnung am Badesee in Walldorf: Auf 500 Besucher begrenzt

"Der entscheidende Punkt ist, dass wir mit diesem System den Zugang zum See begrenzen können", so Winkler. Denn klar sei, dass dieses Jahr aufgrund des Infektionsschutzes deutlich weniger Gäste auf das Gelände der Badestelle dürfen. Derzeit ist eine Begrenzung von 500 Besuchern vorgesehen. Mit dem Online-System soll sichergestellt werden, dass nur die zulässige Besucherzahl eingelassen wird. Da vor Ort keine Tickets verkauft werden, sorgt das System gleichzeitig dafür, dass nur Gäste zum See kommen, die eine Eintrittskarte haben.

Verlässt ein Gast das Gelände, wird er mit seinem Online-Ticket ausgebucht. Das freie Ticketkontingent erhöht sich dann wieder um eine Person und kann neu vergeben werden. Auch wenn die Einzeltickets kostenlos sind, fallen Parkgebühren für motorisierte Fahrzeuge nach wie vor an, erklärt der Bürgermeister. Auch hier erfolgt der Erwerb eines Tickets durch das Online-System. Das Portal für ein Online-Ticket ist über die Homepage der Stadt Mörfelden-Walldorf verlinkt. Sollte ein Gast nicht über die städtische Homepage eine Karte für einen Parkplatz erwerben, fielen zusätzlich zehn Prozent Vorverkaufsgebühren an.

Für Besucher ohne Smartphone oder Drucker kann ein Ticket beim Merfeller Shop in der Langgasse, auch mit Bargeld, erworben werden. Diese Art des Tickets ist auch im Vorverkauf kostenfrei. Karten für einen Parkplatz werden um einen Vorverkaufspreis von zehn Prozent erhöht, die der Besucher tragen muss.

Tickets für Badesee in Walldorf: Mehr Kosten, weniger Einnahmen

Für die Kosten des Ticketsystems seien rund 19.000 Euro kalkuliert. Um die Hygienevorgaben im Sanitärbereich zu erfüllen, schlagen laut Bürgermeister voraussichtlich Mehrkosten von 9000 Euro zu Buche. Auch für die Security wird mehr Geld ausgegeben, obwohl die Öffnungszeit kürzer als in einem normalen Jahr sein werde. Für Unterhalt und Betrieb des Sees werden laut Winkler in diesem Jahr etwa 194.000 Euro benötigt. Gleichzeitig sei mit deutlich weniger Einnahmen zu rechnen, da zu erwarten sei, dass weniger Tickets für Parkplätze verkauft werden.

Winkler betont, dass im See Baden auf eigene Gefahr gilt: "Vor Ort findet keinerlei Aufsicht statt und jeder Besucher ist für sich selbst verantwortlich." Aufgrund der Waldbrandgefahr und den Erfahrungen aus den vergangenen Jahren ist das Grillen am Gewässer verboten. Final entscheiden wird über die geplante Öffnung der Badestelle die Stadtverordnetenversammlung Mitte Juni. (red)

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