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SKV Mörfelden erhält 250.000 Euro für ihr Hallenprojekt

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Die SKV Mörfelden erhält eine Sonderzuwendung in Höhe von 250 000 Euro für ihr Hallenprojekt. Das hat das Stadtparlament einstimmig beschlossen.

Zwar dominierte die kontroverse Debatte über den oder die Feuerwehrstandorte die jüngste Stadtverordnetenversammlung (StVV). Doch fielen neben diesem Beschluss noch weitere Entscheidungen mit erheblichen Auswirkungen auf die Doppelstadt. So votierte die StVV beispielsweise im Konsens und ohne Aussprache einstimmig dafür, der Sport- und Kulturvereinigung (SKV) Mörfelden für ihr geplantes Hallenprojekt eine Sonderzuwendung in Höhe von 250.000 Euro zu gewähren.

Die neue Halle ist laut der nun vom Parlament verabschiedeten Magistratsvorlage aus folgendem Grund nötig geworden: „Die Sportangebote, die derzeit in der kleinen Sporthalle am Festplatz in Mörfelden angeboten werden, können nicht in die anderen Sporthallen in Mörfelden verlagert werden.“ Die kleine Sporthalle am Festplatz ist stark sanierungsbedürftig. Da ein Neubau inzwischen mehr Sinn ergibt, soll die alte Halle daher abgerissen werden.

Auch andere profitieren

Die Fraktionen folgten bei ihrem Beschluss einhelligen Empfehlungen aus den Fachausschüssen. Die Zustimmung war zudem die Konsequenz aus einem Grundsatzbeschluss der StVV aus dem September 2017. Damals hatte das Parlament beschlossen, der SKV einen einmaligen Zuschuss für das Bauprojekt zu geben. Nur die Höhe des Betrags war damals noch offen.

Von dem Hallenprojekt würde nicht nur die SKV profitieren, es ist wichtig für die Stadtentwicklung insgesamt. Daher ist die nun gewährte Sonderzuwendung für den Bau der neuen Halle nach Meinung aller Fraktionen auch absolut gerechtfertigt. So soll am Standort der alten Sporthalle eine Erweiterung der Altenpflegekapazitäten – das von der Arche Noris betriebene Altenhilfezentrum grenzt an die Sporthalle an – mit einem Bettenhaus ermöglicht werden. Die erforderlichen Planungen könnten parallel zum Hallenprojekt betrieben werden.

Von der Halle, die neben dem Sportzentrum entstehen soll, soll neben der SKV zudem noch ein weiterer Verein profitieren. So soll die neue Halle auch vom Tischtennisclub Mörfelden genutzt werden. Dieser absolviert seinen jetzigen Spielbetrieb in der alten Sporthalle am Festplatz. Der Neubau ist als Zwei-Feld-Halle und damit als adäquater Ersatz für die alte Halle geplant, die ebenfalls eine Zwei-Feld-Halle ist. Zusätzlich sind im Neubau Kursräume für die SKV geplant.

Die im Stadtparlament beschlossene Sonderzuwendung ist nicht der einzige Zuschuss, den die SKV für das Projekt erhält. Die bereits zuvor gewährte 20-prozentige Förderung in Bezug auf die Baukosten ist in der Doppelstadt aber bei einem solchen Bauvorhaben eines Vereins inzwischen üblich, seitdem die Kommune keine Sporthallen mehr selbst baut. Das müssen die Sportvereine in Eigenregie stemmen. Allerdings sind nur größere Vereine überhaupt in der Lage, solche Projekte auch auszuführen. Sofern kein Verein in der Doppelstadt ein solches Vorhaben mehr umsetzen könnte, müsste zwangsläufig wohl wieder die Stadt als Bauherr tätig werden. Das war jedoch in der Vergangenheit für diese mit wesentlich höheren Kosten verbunden, als Zuschüsse an Vereine, wie in diesem Fall an den Bauherrn SKV, zu geben.

Förderung des Landes

Insgesamt kann die SKV mit einer Unterstützung von maximal 510 000 Euro von der Stadt für das Bauvorhaben rechnen. Eine höhere Summe ist ausgeschlossen. Die 250 000 Euro Sonderzuwendung sind ein einmaliger Zuschuss und die 20-prozentige städtische Förderung in Bezug auf die Baukosten ist bei einem Maximalbetrag von 260 000 Euro gedeckelt. Insgesamt wird von Baukosten in Höhe von 1,3 Millionen Euro ausgegangen. Eventuelle Mehrkosten müsste der Verein tragen, Kosteneinsparungen kämen automatisch auch der Stadt zugute.

Außerdem wurde der SKV von der StVV bereits in ihrem Grundsatzbeschluss von September 2017 versichert: „Aufgrund der städtebaulichen Bedeutung, wird sich die Stadt gegenüber dem Kreis dafür einsetzen, dieses Projekt bei der Förderliste bevorzugt zu behandeln.“ Sollte der Kreis das Projekt gegenüber dem Land mit der dafür nötigen höchsten Prioritätsstufe unterstützen, sind beträchtliche Fördermittel vom Land Hessen von bis zu 200 000 Euro für das Projekt möglich. Bei einer Bewilligung durch das Land Hessen müssten die Bauarbeiten dann im nächsten Jahr beginnen.

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