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Pfarrer Paul Nieder und Gemeindereferentin Isabell Bienias freuen sich auf den ersten Gottesdienst in der Christkönigskirche nach der Corona-Pause. screenshot: koch

Kirche

Mörfelden-Walldorf: Gottesdienst unter ungewöhnlichen Umständen

Besucher müssen sich für die Messe anmelden - Mund-Nasen-Bedeckung ist Pflicht - Noch keine Rückkehr zur Normalität

Die Corona-Krise ist auch für alle Kirchen und Religionsgemeinschaften eine harte Zeit. Immerhin können nun wieder Gottesdienste stattfinden, was über viele Wochen nicht möglich war. Doch das Beispiel der katholischen Pfarrgemeinde Christkönig in Walldorf zeigt, dass sich die Gläubigen hierbei an ungewöhnliche Umstände gewöhnen müssen. Pfarrer Paul Nieder und Gemeindereferentin Isabell Bienias freuen sich zwar, dass es wieder ein Zusammenkommen in der Christkönigskirche geben wird. Sie betonen aber auch: "Es handelt sich nur um eine erste, vorsichtige Lockerung, nicht um eine Rückkehr zur Normalität."

In diesem Zusammenhang teilt die Gemeinde mit, dass sie am Wochenende nach längerer Pause wieder zwei Gottesdienste anbieten wird. Am Samstag, 9. Mai, wird für 17.30 Uhr zur Feier des Wortgottesdienstes mit anschließender sakramentaler Anbetung und Segen eingeladen. Am Sonntag, 10. Mai, wird um 11 Uhr die Sonntagsmesse gefeiert. Das Friedensgebet, das sonst am Samstag vor dem Gottesdienst angeboten wird, fällt aus. Die Gläubigen dürfen nur eine Stunde in der Kirche bleiben.

Zugang nur für 50 Personen

Das Bistum Mainz hat noch viele weitere Sicherheitsvorkehrungen für den Gottesdienst vorgeschrieben, um die Gläubigen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. Pfarrer Nieder sagt: "Der Zugang zu den Gottesdiensten ist begrenzt. In unserer Kirche dürfen es 50 Personen sein." Diese müssen den in Corona-Zeiten üblichen Mindestabstand voneinander einhalten.

Wer die Gottesdienste am Wochenende mitfeiern will, muss sich aufgrund der Begrenzung telefonisch im Pfarrbüro unter (0 61 05) 52 73 anmelden. Bei der Anmeldung werden Name und Telefonnummer in einer Liste erfasst. Diese werden unter Beachtung der Datenschutzbestimmungen 21 Tage aufbewahrt. Im Fall einer Ansteckung mit dem Coronavirus soll möglichst die Infektionskette nachvollzogen werden können. Nur in diesem Fall müssten die Daten an staatliche Behörden weitergegeben werden.

Am Gottesdienst können auch nur die Personen teilnehmen, die auch in der Liste namentlich erfasst sind. Personen, welche Symptome einer Atemwegserkrankung oder Fieber aufweisen, wird der Zutritt zum Gottesdienst nicht erlaubt.

Hygienische Schutzmaßnahme

Alle Gottesdienstbesucher müssen beim Betreten und Verlassen der Kirche eine Mund- und Nasen-Bedeckung tragen. Die Christkönigskirche kann nur durch den Haupteingang betreten und nur durch den Seiteneingang verlassen werden. "Am Haupteingang besteht die Möglichkeit einer Händedesinfektion", weist Isabell Bienias auf eine zusätzliche hygienische Schutzmaßnahme hin. Das Körbchen für die Kollekte liegt am Seiteneingang aus.

Als weitere Schutzvorkehrung gibt es einen Ordnungsdienst, der aus Gemeindemitgliedern besteht. Dieser sorgt für den Einlass der zum Gottesdienst berechtigten Besucher und für die Einhaltung der Regeln. Zudem achtet er darauf, dass keine weiteren Personen die Kirche betreten. Auf den Gemeindegesang wird verzichtet. Hiervon ausgenommen ist nur der Antwortgesang und der Halleluja-Ruf. Die Kommunionausteilung erfolgt durch Hinzutreten im angemessenen Abstand. Zudem wird auf die Möglichkeit verwiesen, dass diese nicht unbedingt physisch, sondern auch auf geistlichem Weg empfangen werden kann. Isabell Bienias bittet die Gemeindemitglieder um Verständnis: "Verstehen Sie bitte diese Anweisungen als Hilfe, in diesen schwierigen Zeiten wieder Gottesdienst feiern zu können." Von Alexander Koch

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