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Heinz-Peter Becker bittet bei seiner Rede beim SPD-Neujahrsempfang um Unterstützung bei der Bürgermeisterwahl.

Wahl am 24. März

Mörfelden-Walldorfs Bürgermeister Heinz-Peter Becker wirbt für eine dritte Amtszeit

Die Bürgermeisterwahl in Mörfelden-Walldorf am 24. März sowie die Europawahl am 26. Mai dominierten den Neujahrsempfang der SPD. Zum Schluss erhielten die Sozialdemokraten Besuch von den Sternsingern.

Mit den im Jahr 2019 anstehenden Wahlen im Fokus beging die SPD Mörfelden-Walldorf ihren diesjährigen Neujahrsempfang. SPD-Ortsvereinsvorsitzender Werner Schmidt führte als Moderator durch die von Manuel Campos mit Gitarre und Gesang musikalisch begleitete Veranstaltung. Schmidt konnte mit Landrat Thomas Will, der ehemaligen Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, dem Europaabgeordneten Udo Bullmann (alle SPD) sowie Vertretern aus der örtlichen Politik- und Vereinswelt viele Ehrengäste begrüßen.

Die erste Rede hielt Udo Bullmann, wobei er sich auf die Europawahl am 26. Mai konzentrierte. „Wir brauchen den Geist der Zusammenarbeit in Europa und darüber hinaus“, so Bullmann. Der Abgeordnete ging auf die politischen Probleme in der EU ein, wobei er sich besonders kritisch mit den Entwicklungen in Italien und Ungarn auseinandersetzte.

Leider komme Europa derzeit auch nicht schnell genug hinsichtlich einer engeren Zusammenarbeit voran. Das gelte für viele Politikbereiche, beispielsweise für die Besteuerung von Großfirmen, die sich häufig der Finanzierung der staatlichen Sozial-, Sicherungs- und Bildungssysteme durch Steuertricks entziehen würden. Bullmann erläuterte zudem, dass Europa endlich zu einer humanen und gemeinsam getragenen Flüchtlingspolitik finden müsse. Rechtspopulistische Parteien hätten keine Antworten zu bieten, sondern sie würden die Gesellschaft in eine dunkle Vergangenheit zurückführen wollen.

Bullmann verwies in diesem Zusammenhang auf die Geschichte der SPD, die bereits 1933 mit der Ablehnung des Ermächtigungsgesetzes dem Faschismus entschlossen entgegengetreten sei. Auch heute sei sie für die Bekämpfung des Rechtspopulismus eine zuverlässige politische Kraft.

Heidemarie Wieczorek-Zeul knüpfte in ihrem kurzen Redebeitrag ausdrücklich an Bullmann an. Hierbei stellte die ehemalige Ministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung den kooperativen Ansatz von Willy Brandt dem aktuellen Nationalismus, wie er beispielsweise von US-Präsident Donald Trump vertreten werde, gegenüber. Sie betonte: „Globale Probleme können nur gemeinsam gelöst werden.“

Als dritter und letzter Redner des Empfangs ging Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD) auf die Politik vor Ort und auf die kommende Bürgermeisterwahl am 24. März 2019 ein.

Er thematisierte die Schwierigkeit, dringend benötigten Wohnraum in einer bereits hochverdichteten Stadt im Frankfurter Ballungsraum schaffen zu können und verwies als Erfolg auf die 39 neuen Sozialwohnungen, die in der Straße „Am Schlichter“ und am Festplatz in Mörfelden entstehen.

Auch bei der Kinderbetreuung seien zahlreiche neue Betreuungsplätze geschaffen worden, zudem schreite der Ausbau weiter voran. „Eine gute Betreuung und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind mir wichtig“, so der Bürgermeister. Beim Klimaschutz hob Becker hervor, dass in den vergangenen 20 Jahren zahlreiche Erfolge erzielt worden seien. So hätten beispielsweise die Kosten und der Ausstoß von Kohlendioxid bei städtischen Gebäuden deutlich reduziert werden können.

Bezüglich der Feuerwehr bekannte sich Becker dazu, das Ergebnis des Bürgerentscheids zu respektieren und zeitnah umzusetzen. So werde es in Kürze ein Gespräch mit den Wehrführern geben. Bereits in die nächste Stadtverordnetenversammlung im Februar solle eine neue Vorlage zum Thema eingebracht werden. Abschließend warb Becker für eine dritte Amtszeit: „Ich möchte auf Basis meiner Leistungen gerne meine Arbeit fortsetzen.“

Der Neujahrsempfang endete mit einem Besuch der Walldorfer Sternsinger der Pfarrgemeinde Christkönig sowie der Ehrung der Jubilare Cornelia Gröschel und Kai Kowalewski für 25, Edda Bassler für 40 und Johann Ernst für 50 Jahre SPD mit zwei emotionalen Schlusspunkten.

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