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Die jungen Handballspielerinnen der JSG Mörfelden/Walldorf posieren während ihrer Trinkpause.

Nachwuchsportlerinnen

WM motiviert junge Handballerinnen

Donnerstags und freitags hört man in der Sporthalle der Bertha-von-Suttner-Schule in Mörfelden-Walldorf laut die Handbälle dotzen. Die weibliche E-Jugend der JSG Mörfelden/Walldorf bereitet sich dort beim Training auf das nächste Spiel vor.

Die Spielerinnen der Jugendspielgemeinschaft Mörfelden/Walldorf (JSG) sitzen im Kreis auf dem Hallenboden der Bertha-von-Suttner-Schule. Anja Stolze, die Trainerin, ist auch dabei. Nach einer erfolgreichen Trainingseinheit denken sich die durchgeschwitzten Mädchen einen Schlachtruf aus. Eine der Handballspielerinnen schlägt vor: „Wie wäre es mit: Was wollen wir? - Zusammen gewinnen!“ Alle sind einverstanden.

Zuvor haben die jungen Mädchen im Alter von neun bis elf Jahren in einem Orientierungsturnier alle Spiele gewonnen. „Das coole an der Handball-Weltmeisterschaft ist, dass man sich was abschauen kann“, sagt einer der Spielerinnen. Der Teamgeist der deutschen Mannschaft sei ansteckend, denn die jungen Handballerinnen wissen, dass ein guter Zusammenhalt zum Erfolg führt.

Sehr lernwillig

Die Eltern der Spielerinnen drücken unter der Woche oft ein Auge zu, damit ihre Kinder spätabends die Handball-Weltmeisterschaft der Männer mitverfolgen können. „Mein Lieblingsspieler ist Steffen Fäth“, schwärmt Lena, die jüngste der Spielerinnen, die bereits die Chance hatte, den Profi zu treffen. „Der Aufstieg motiviert die Mannschaft sehr“, erzählt Angela Herth, die ihrer Tochter Lena beim Training zuschaut.

Für das erste Spiel aus der Rückrunde der B-Gruppe am morgigen Sonntag gegen wJSG Zwingenberg/Alsbach/Gernsheim üben die Handballerinnen fleißig. Zunächst wärmt sich das Team mit „Hexen- und Kettenfangen“ auf – Aufwärmspiele, die an den Sportunterricht in der Schulzeit erinnern.

Daraufhin sollen sie sich in Zweierteams aufteilen, um sich gegenseitig kontrollierte Pässe zuzuwerfen. „Manchmal muss man laut werden, damit sie zuhören“, sagt Stolze. „Ansonsten sind sie ein grandioses Team, das sehr lernwillig ist.“

Harmonisches Team

Der übliche Zickenkrieg, der bei Mädchen in der Pubertät zu erwarten ist, scheint weit entfernt zu sein. „Es ist echt angenehm, die Mannschaft zu trainieren. Ihre lustige Art passt gut zu mir“, ergänzt Stolze.

Die Mitspielerinnen respektieren einander. Immerhin sind die Spielerinnen auch außerhalb des Vereins untereinander befreundet.

Auch Einsteigerin Alina, die zum ersten Mal am Training teilnimmt, bestätigt dies. „Ich wurde freundlich aufgenommen und komme wieder.“

Obwohl während des Trainierens viel gelacht wird, bleiben die Spielerinnen konzentriert am Ball. „Mir gefällt es, dass Handball den Teamgeist stärkt und man nicht alleine spielt“, sagt Fabienne. Für Mia kommt kein anderer Ballsport in Frage: „Im Fußball sind nur etwa 20 von 90 Minuten spannend, doch im Handball gibt es ein ständiges Hin und Her.“

Nach dem Spiel der JSG Mörfelden/Walldorf am Sonntag werden die Nachwuchshandballerinnen gemeinsam mit ihren Eltern auf jeden Fall das Finalspiel der Handball-WM im privaten Kreise anschauen – am Donnerstag hofften sie fest auf einen Sieg – nicht nur für ihre sportlichen Vorbilder, sondern auch für ihre eigene Mannschaft.

von MELIS NTENTE

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