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Bürgermeister Heinz-Peter Becker (von rechts), Projektbearbeiter Heinrich Dirks und Thomas Otterbein von der BERMeG freuen sich, dass die Wohnanlage "Am Schlichter 13" bald bezugsfertig ist.

Neubau

Neun neue Wohnungen: Die Anlage "Am Schlichter 13" ist bald bezugsfertig

In Mörfelden-Walldorf wird dringend bezahlbarer Wohnraum benötigt. Anfang 2019 werden neun zusätzliche Sozialwohnungen in Mörfelden bezugsfertig sein.

Von Anfang 2019 an können einige Familien bezahlbare Wohnungen in der neuen Wohnanlage „Am Schlichter 13“ beziehen: „Dem Erstbezug zum 1. Januar steht nichts mehr im Weg, da die Bauarbeiten weitgehend abgeschlossen sind“, freute sich Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD) bei einem Ortstermin des Magistrats. Das große Problem, genügend bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, haben fast alle Kommunen im Frankfurter Ballungsraum. Das Bauvorhaben, das im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus entsteht, soll diesem Mangel an bezahlbarem Wohnraum etwas entgegenwirken. Das Projekt hatte Anfang Juli 2017 mit dem Spatenstich begonnen. 

Kein Keller

„Mit dem Zeitplan sind wir leider fünf Monate in Verzug geraten, da insbesondere die Fenster deutlich verzögert geliefert wurden. Gleichwohl sind wir zufrieden, das Projekt in 2018 abschließen zu können“, meinte Bürgermeister Heinz-Peter Becker. Er bedankte sich bei den Nachbarn der Wohnanlage, die geduldig den Baulärm ausgehalten hätten, beim zuständigen Architekturbüro Lang & Volkwein aus Darmstadt, den ausführenden Baufirmen und den Mitarbeitern vom Stadtplanungs- und Bauamt sowie dem Bauhof.

Der Bürgermeister verwies auf die „Punktlandung“ bei den Baukosten: So wird das Budget mit Gesamtkosten von rund 1,9 Millionen Euro eingehalten. Die Baumaßnahme wird mit Fördergeld des Kommunalen Investitionsprogramms (KIP) des Landes Hessen gefördert. „Es entstand ein kompakter Baukörper ohne besondere Vor- und Rücksprünge. Auf einen Keller wurde verzichtet, der erforderliche Technikraum der Wohnanlage befindet sich deshalb im Erdgeschoss“, erläuterte Heinrich Dirks, zuständiger Projektbearbeiter im Stadtplanungs- und Bauamt.

Die Gesamtwohnfläche beträgt rund 800 Quadratmeter. Es entstehen bewusst nur große Wohnungen, da hier die Nachfrage besonders hoch ist. Es werden vier Vierzimmer-Wohnungen mit Flächen von 86 bis 87 Quadratmetern entstehen – hiervon wird eine barrierefrei sein. Zudem werden fünf Fünf-Zimmer-Wohnungen mit Flächen von 98 bis 99 Quadratmetern errichtet – hiervon werden zwei barrierefrei sein. 

Baum bleibt erhalten

Das neue Gebäude fügt sich mit zwei Geschossen plus Satteldach und Loggien in die umgebende Bebauung ein. Die Wohn- und Gemeinschaftsräume sowie die Balkone und Terrassen sind nach Süden und Westen orientiert. Der große Baum im Zentrum des Grundstücks blieb erhalten, ebenso sieben weitere Bäume auf dem Grundstück. Auf der Südseite wird es 13 Stellplätze geben, auf der Nordseite einen behindertengerechter Stellplatz. Weiterhin sind 20 Fahrradstellplätze vorhanden. Die Arbeiten an den Außenanlagen haben begonnen. Die Wärmeversorgung der neun Wohnungen wird im Verbund mit der Wohnanlage in der Heidelberger Straße 4 sowie der Kita V über ein Blockheizkraftwerk (BHKW) erfolgen. Dieses hat den Betrieb aufgenommen, so versorgt es bereits die Kita V. Der im BHKW erzeugte Strom soll durch Eigennutzung möglichst effizient verwendet werden.

VON ALEXANDER KOCH

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