Straßen blockiert

Parkende Lastwagen auf dem Festplatz sorgen für Ärger

Am Wochenende parken sie den Festplatz in Walldorf zu, und auch die angrenzende Feldbergstraße wird von ihnen eingenommen, den Lastern. Alexander Hradscy hat deshalb Beschwerde bei der Stadt eingereicht. Doch seiner Meinung nach wird nichts unternommen.

Das war gewiss nur der Vorführeffekt. Anstatt vermeintlicher vieler Laster speziell aus Rumänien und der Ukraine, die laut Beschwerdeführer Alexander Hradscy an Wochenenden den Festplatz in Walldorf zuparken und dort den Unmut von Anwohnern wecken, war der Platz am Sonntagvormittag bis auf einen Kleintransporter leer. Ein vor einigen Jahren dort aufgestelltes Schild verbietet Lkw-Fahrern zwar das Parken, doch daran hält sich laut Hradscy kaum jemand.

Viel schlimmer als auf dem Fest-platz sei seither die Situation in der dahinter liegenden Feldbergstraße. Tatsächlich fanden sich dort etliche geparkte Laster überwiegend mit fremdländischen Kennzeichen. Dort ist das Parken für die Transporter bislang nicht verboten. Das soll sich laut Ordnungsdezernent Steffen Seinsche (FDP) jedoch in absehbarer Zeit ändern. Das Problem in der Feldbergstraße sei ihm nicht unbekannt.

Lärm und Belästigung

Hradscy kritisiert nicht das eigentliche Parken der Laster. Vielmehr regt er sich über Umweltschäden und Lärmbelästigungen auf, die durch die Brummis entstünden – und das in einer Stadt, die sich ökologisch gebe. Nachts liefen oft stundenlang die Motoren, mitunter trete Öl aus, die Fahrer urinierten wild, im Sommer werde dort gegrillt, darüber hinaus würden Fahrer auch vorbeilaufende Frauen – speziell auf dem Heimweg von den Tennisplätzen – belästigen. Der Beschwerdeführer moniert auch, dass sich die Stadt des Problems etwa mit Kontrollen und weiteren Parkverbotsschildern für Lastwagen nicht annehme, obwohl er ihr das bereits vor neun Monaten geschildert habe – bislang erfolglos.

Die Polizei wegen der durch die Laster verursachten Ordnungswidrigkeiten zu benachrichtigen, nutze laut Hradscy nichts, weil sie für Kontrollen und „Knöllchen“ an das Ordnungsamt verweise. Strafzettel brächten angeblich auch nichts, weil ausländische Fahrer sie nicht bezahlten. Eingetrieben werden könne das Geld nicht. Die Schuld sieht Hradscy also einzig und alleine bei der Stadt, welche die Vergehen nicht ahnde und ignoriere.

Ganz so wie geschildert ist das Problem nach Angaben des Ordnungsdezernenten aber nicht. Die Stadt habe sich sehr wohl der Situation angenommen und neben dem Parkverbotsschild auf dem Festplatz im vorigen Jahr auch eines vor der Trattoria Calabria bei den Tennisplätzen aufgestellt.

Regelmäßig kontrolliert

Dort dürfen seither nur noch Autos parken – und kontrolliert werde dort durch Mitarbeiter des Ordnungsamts auch regelmäßig. Früher hätten dort auch viele Transporter und Wohnmobile gestanden.

Am Rand der Straße „Am Tennis-platz“ parken nach Auskunft von Seinsche noch immer viele Laster. Dort werde noch in diesem Jahr ebenfalls ein Parkverbot für sie eingerichtet. Wann das entsprechende Schild gestellt werde, sei jedoch noch offen. Zunächst müsse die Straßenverkehrsbehörde die Aufstellung eines solchen Schildes anordnen. Diese Anordnung stehe jedoch noch aus. Darüber hinaus werden laut Seinsche noch in diesem Jahr zwei weitere Stellen innerhalb der Ordnungsbehörde geschaffen. Sie seien im Haushalt bereits genehmigt. Die Stellen würden so schnell wie möglich ausgeschrieben und auch besetzt. „Herr der Situation zu werden, das ist eine Sache der Kontrollmöglichkeiten.“

(red)

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