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Christiane Sander und Ronny Netzer verstecken am Waldboden das Präparat eines jungen Rehkitzes.

Waldschützercafé

Das Rehkitz blieb unentdeckt

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Naturschützer geben ihr Wissen gerne an interessierte Erwachsene und Kinder weiter. Diesem Zweck diente auch das Waldschützercafé, das aber wegen der Unwetterwarnungen nicht ganz so gut besucht war.

„Im Moment haben wir keinen guten Draht zum Wettergott“, bedauerte Friederike Heislitz, Vorsitzende des Kreisverbandes Groß-Gerau der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, anlässlich des Waldschützercafés. Wegen der Unwetterwarnungen am Wochenende waren über den ganzen Nachmittag verteilt nur etwa 50 Besucher gekommen – überwiegend Erwachsene und Ehepaare. „Familien mit Kindern fehlten ganz“, so Heilsitz. Das jedoch sei verständlich, denn wer gehe mit kleinen Kindern bei drohendem Unwetter schon in den Wald.

So kam es, dass der von Mitgliedern rund um das Vereinshaus Rudolfsruh aufgebaute Pirschpfad mit Tierteilen und -präparaten wie einem Fuchsfell, einem Damkitz, einem Damwildschädel, einem Eichelhäher und einem Grünspecht sowie einem Igelpräparat und einem Rehwildschädel nahezu unbeachtet blieb. Eigentlich war er dazu gedacht, dass Kinder im Unterholz am Waldboden und auf Ästen in Bäumen die

Exponate entdecken

und Wissenswertes über sie erfahren. Sie stammen aus dem Fundus der Waldschützer, die sie für ihre Kinder- und Jugendarbeit unter anderem mit Kindergärten und Schulen verwenden.

Wegen der überschaubaren Resonanz blieb ein Teil der zwölf selbst gebackenen und gegen Spenden abgegebenen Kuchen übrig. Dieser Rest wurde an Vorstandsmitglieder verteilt und findet am heutigen Dienstag anlässlich einer Vorstandssitzung im Vereinsheim seine Verwendung, bei der auch Brennholz für den eigenen Zweck gemacht wird.

Laut Heislitz verhandelt der Verein zurzeit mit der Kita X in Mörfelden und der Wilhelm-Arnoul-Schule in Walldorf wegen weiterer Kooperationen zum Thema Wald- und Naturschutz.

Beim Waldschützercafé erinnerte sie auch daran, dass letzte Beschilderungen am Waldlehrpfad vorgenommen wurden und er bis zum Jahresende – wie mit der Stadt vereinbart – fertig sein werde. Vor wenigen Tagen seien zwei weitere Schilder aufgestellt worden; eines mit Zahlen, Daten und Fakten zur Lebensleistung eines Baumes, und eines zum Thema Laubstreu. Dazu werde demnächst noch eine Metallstele aufgestellt, die mit Laub gefüllt werde, um Interessenten den Verrottungsvorgang zu verdeutlichen.

Darüber hinaus zeigte sich Heislitz erfreut, dass außer ihr ihre Stellvertreterin Christiane Sander und Christine Peetz derzeit eine Ausbildungen zu zertifizierten Waldpädagogen absolvieren. Außerdem stehen zwei Kolleginnen in diesem Jahr ihre Prüfungen bevor, so dass demnächst noch mehr Kindergärten und Schulen im Kreis waldpädagogisch betreut werden könnten. Interessenten können sich per E-Mail an sdw-gg@gmx.de oder unter der Rufnummer 01 63-6 16 74 76 an Friederike Heislitz wenden.

Noch stehen keine Termine fest, aber die Planung des Vereins für den Sommer steht bereits. Im Juli lädt er zu einer Morgenwanderung mit Frühstück ein und im August mit der Erwachsenenbildung der katholischen Kirchengemeinde Christkönig zu einer Radtour durch den Mönchbruch. Darüber hinaus gibt es im Oktober eine Pirschwanderung, am 18. November die beliebte Laternenwanderung und am 19. November die stets gut besuchte Tannengrünaktion, bei der Besucher Zweige für die Adventszeit holen können.

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