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Ganz schön fit: Lukas (von links), Jona, Linda und Tarah haben ihre helle Freude daran, über die Plastikeisfläche zu flitzen.

Eisbahn

Die Schlittschuhbahn der Turngesellschaft wird sehr gut angenommen

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Temperaturen um den Gefrierpunkt, knackige Kälte, also die idealen Bedingungen zum Schlittschuhlaufen – und die sind auf der Eisbahn der Turngesellschaft (TGS) Walldorf in der Okrifteler Straße zu finden. Kleine und große Eisläufer geben sich dort seit Anfang Dezember auf einer 300 Quadratmeter großen Plastikeisbahn ein Stelldichein, um ihr Können auf Kufen zu erproben.

Gewiss, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, aber so mancher Schlittschuhläufer auf seinem Podex. Diese Erfahrung hat wohl schon jeder machen müssen, der sich aufs Eis wagte, so auch auf der Bahn der TGS. Und dabei offenbart sich eine fundamentale Erkenntnis, warum kleine Kinder so klein sind. Deren Fallhöhe ist so gering, dass sich die schwerkraftbedingten Folgen eines Sturzes als weniger schmerzhaft erweisen. Schnell rappeln sich die Kleinen wieder auf, um unbeirrt, oft an der Hand von Papa oder Mama, weiter ihre Kreise zu ziehen.

Andere sind da schon ein wenig weiter, etwa Luis. Er ist bereits zum zweiten Mal auf der Eisbahn und kaum zu halten. Kurz berichtet er, dass auch er schon ein paar Mal hingefallen sei. „Aber das hat gar nicht weh getan.“ Außerdem habe es nicht lange gedauert, bis er sich einigermaßen sicher auf dem Eis bewegen konnte, „das habe ich schnell gelernt“, sagt er, um sich sogleich auf die glatte Fläche zu begeben. Doch bevor er so richtig loslegen kann, muss er erst einmal ein paar ruhige Runden drehen, um die Kufen einzufahren.

Besser als richtiges Eis

Das haben Tarah, Jona, Linda und Lukas bereits hinter sich, außerdem ist ihnen anzusehen, dass sie bereits einige Erfahrung im Eislaufen haben. Ein ums andere Mal flitzen sie im gekonnten Gleitschritt von einem Ende der Bahn zum gegenüberliegenden. „Auf dem Plastikeis kann man gut fahren, sogar besser als auf richtigem Eis“, meint Tarah.

Besonders positiv sei, dass es an diesem Nachmittag nicht so voll sei, sagt das Quartett übereinstimmend. Insgesamt dürfen nämlich nur 60 Läufer gleichzeitig aufs Eis. Um das zu gewährleisten, erhält jeder, der an der Kasse bei Peter Klaus seinen Obolus entrichtet hat, eine nummerierte Armbinde. Sind alle Binden aufgebraucht, müssen Neuankömmlinge warten, bis eine zurückgegeben wird.

An der Kasse gibt es auch Leihschlittschuhe in den Größen 26 bis 47. Herr über die 120 Paare ist an diesem Nachmittag Werner Sevenich, unterstützt von Gottfried Kneifel, der das Schleifen der Kufen übernommen hatte. Und sie haben alle Hände voll zu tun, um die Wünsche nach Schlittschuhen zu befriedigen. Schließlich ist es längst nicht mehr üblich, dass jemand diese Sportgeräte besitzt. Doch es gibt Ausnahmen: Stolz präsentieren zwei Kinder ihre Beutel mit eigenen Schlittschuhen und legen dazu zwei selbst hergestellte, bemalte Gutscheine vor, jeder mit einem mit Tesa aufgeklebten Zwei-Euro-Stück versehen, ein Geschenk der Nachbarin.

Beheiztes Zelt

An einem anderen Stand sind Anne Jargstorf und Jochen Tschacher im Einsatz. Sie sorgen für das leibliche Wohl der Besucher, verkaufen heiße Getränke und Bockwürstchen. Abends für Erwachsene auch Alkoholisches, das die Gäste in einem beheiztem Zelt genießen können. Insgesamt leisten die TGS-Mitglieder auf der Eisbahn rund 400 Schichten. Horst Bauer, Präsident der TGS, ist zufrieden. Es sei gut angelaufen, berichtet er, und vor allem an den Wochenenden seien täglich rund 200 Besucher gezählt worden. Auch Schulklassen, die sich vormittags auf der Eisbahn einstellten, seien begeistert gewesen. So erinnert sich Gottfried Kneifel an den letzten Schultag vor den Ferien, als es in Strömen regnete. Aber die beiden Schulklassen, die an diesem Tag da waren, ließen sich um Nichts auf der Welt davon abhalten, aufs Eis zu gehen.

Das Eisstockschießen, das dienstags abends und am Sonntagvormittag angeboten wird, fand großen Anklang, berichtet Bauer, etwa als die Stadtverwaltung mit Bürgermeister Heinz-Peter Becker und Erstem Stadtrat Burkhard Ziegler auf die Feuerwehr traf. „Das war ein Heidenspaß.“ Die Eisbahn ist noch bis Samstag, 12. Januar, täglich von 14 bis 21 Uhr geöffnet. Silvester bleibt sie geschlossen.

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