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Bülent Emekci von der EMAG AG (zweiter von rechts) spendete dem Schulsanitätsdienst der Bertha-von-Suttner-Schule neue Dienstjacken. Die Schüler und die Lehrerinnen Bettina Stahl (vierte von rechts) und Silvia Bauer (rechts) freuen sich.

Neue Jacken für junge Helfer

Das sind die Schulsanitäter der Bertha-von-Suttner-Schule

Seit zweieinhalb Jahren gibt es den Schulsanitätsdienst an der BvS. Insgesamt 50 Schüler sind darin engagiert. Was ist eigentlich ihr Job?

Freudige Gesichter gab es bei den Mitgliedern des Schulsanitätsdiensts der Bertha-von-Suttner-Schule (BvS) am Freitagmorgen. Von Bülent Emekci von der EMAG AG erhielten die ehrenamtlichen Ersthelfer der Schule acht neue Schulsanitätsdienstjacken.

„Wir waren in der 6. Klasse auf einem Ausflug, und dabei bekam einer unserer Mitschüler Nasenbluten. Unsere Lehrerin hat leider bei der Ersten Hilfe falsch reagiert, weshalb wir uns überlegt haben, was wir machen können, um die Situation zu verbessern. Darum haben wir vorgeschlagen, den Schulsanitätsdienst einzurichten“, erklärte Alina Niebuhr den Hintergrund dieser Initiative. Die Schülerin aus der 10. Klasse ist von Beginn an dabei und findet es für die Schüler und die Schule eine gute Sache.

Seit zweieinhalb Jahren gibt es den Schulsanitätsdienst an der BvS nun schon, und das Interesse der Schülerschaft an der Mitwirkung ist ungebrochen. 21 Mitglieder hat der Schulsanitätsdienst im aktiven Dienst, 50 Schüler engagieren sich derzeit insgesamt. Bettina Stahl und Silvia Bauer, die den Schulsanitätsdienst seit diesem Jahr leiten, berichteten: „Wir haben von der 5. Klasse an alle Klassenstufen hier an der Schule, daher haben wir uns entschlossen, unsere jüngeren Schüler langsam heranzuführen. Die Schüler der 5. und 6. Klassen sollen erst einmal lernen und an Übungen teilnehmen, ab der 7. Klasse können sie sich dann im aktiven Dienst einbringen.“

Über die Spende der Schulsanitätsdienstjacken freuen sich Lehrer und Schüler gleichermaßen. „Wir hatten bislang zwar Westen, aber die waren uns viel zu groß und für den Einsatz nicht geeignet. Daher haben wir die nur getragen, wenn der Rettungsdienst in die Schule kommen musste, damit wir ihn einweisen können und er uns gleich erkennt“, berichtete Alina Niebuhr.

Ein Mal in der Woche treffen sich die Schüler des Schulsanitätsdiensts und bilden die Neulinge aus oder frischen das Wissen der älteren Mitglieder auf. Vor allem der Teamgeist der Gruppe wird von den Lehrern sehr gelobt, und kleinere Einsätze gibt es fast täglich. Selbst wenn es nur das aufgeschlagene Knie eines jüngeren Schülers ist, das mit einem Pflaster oder Verband versorgt werden muss.

„Das Schönste an dieser Arbeit ist es aber, wenn man einmal ein ,Danke’ hört und merkt, dass sich jemand freut, Hilfe und Unterstützung von uns erfahren zu haben. Das ist dann eine persönliche Bestätigung für die geleistete Arbeit“, führte Alina weiter aus. Ihr persönliches Ziel ist es, einmal Medizin zu studieren und eine Karriere als Ärztin einzuschlagen. „Und wenn das nicht klappt, dann kann ich immer noch eine Ausbildung zum Rettungssanitäter machen“, verriet die Zehntklässlerin.

Auch für Dominic Stamm ist der Schulsanitätsdienst wertvoll für seine Zukunft. „Mein Opa ist Rettungssanitäter, mein Vater ebenso, und ich möchte auch gerne eine Ausbildung zum Notfallsanitäter machen“, erzählte der engagierte Neuntklässler, der seit einem Jahr mitwirkt und auch bei der Jugendfeuerwehr aktiv ist.

Zwar hat nicht jedes Mitglied des Schulsanitätsdiensts eine neue Jacke bekommen, doch ist dies für die Organisatoren kein Problem, da immer unterschiedliche Schüler Dienst haben. „Unsere Mitschüler können uns dann besser und schneller erkennen, gerade wenn einmal etwas passiert ist,“ sagte Alina. Als nächstes Projekt solle versucht werden, die in die Jahre gekommenen Funkgeräte zu ersetzen – eine Idee, zu der Bülent Emekci für das kommende Jahr erneute Unterstützung angedeutet hat.

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