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Skulpturen und Malerei sind ihre Welt

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Von: Carmen Erlenbach

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Die Künstler Haiko Kurt (v.l.), Irene Kau und und Reiner Kemmler aus Walldorf zeigen in der Kommunalen Galerie Plastiken und Malerei.
Die Künstler Haiko Kurt (v.l.), Irene Kau und und Reiner Kemmler aus Walldorf zeigen in der Kommunalen Galerie Plastiken und Malerei. © Carmen Erlenbach

Die Walldorfer Künstler Irene Kau, Reiner Kemmler und Haiko Kurt präsentieren in der Kommunalen Galerie derzeit eine sehenswerte Auswahl ihrer Arbeiten. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das Thema „Mensch“.

Skulpturen und Gemälde: Die neue Ausstellung „Kau-Kemmler-Kurt“ in der Kommunalen Galerie der Doppelstadt hat viel zu bieten. Für die gemeinsame Präsentation haben sich die Künstler Irene Kau, Reiner Kemmler und Haiko Kurt aus Walldorf zusammengeschlossen. Alle drei Aussteller haben sich dem Thema „Mensch“ in all seinen Facetten genähert. Bereits bei der gut besuchten Vernissage mit kleinem Imbiss und Umtrunk hatten die Besucher die Möglichkeit, sich mit den verschiedenen Arbeiten auseinanderzusetzen.

So widmet sich Irene Kau dem Thema „Menschen“ und zeigt dazu einige kleine Keramik-Skulpturen wie das „Knollen-Nasen-Männchen“ nach Loriot, einen „Schweigsamen“, eine „Frau mit einem Gürteltier“, das ihr an einer Kette folgt, sowie einen „Raucher“. Darüber hinaus sind eine „Eule“, ein „Fetisch auf großem Fuß“, ein „Geheimnis“ und der Charakterkopf als Keramik-Kaltglasur „Sebastian von Heusenstamm“ zu sehen. Alle Objekte zeugen von nicht alltäglichen Gesichtsausdrücken und Formen.

Abgestufte Intensität

Abgerundet hat Kau ihre Exponate mit vier großformatigen Gemälden. Während es sich bei den beiden 90 mal 120 Zentimeter großen Arbeiten „Traumfenster II“ und „Absorption“ um Mischtechniken handelt, hat sie bei „Zwischen zwei Blicken“ im Format 80 mal 120 Zentimeter mit Acryl und Quarzsand gearbeitet und bei dem etwas größeren „Lärm hinter der Szene“ mit Acryl und Pigmenten. Die Bilder leben von abgestufter Farbintensität zwischen Pastelltönen bis zu kräftigem Rot. Mit dieser Farbgebung setzt sie die Aussage des Dichters Johann Wolfgang von Goethe um: „Die Menschen empfinden im Allgemeinen eine große Freude an der Farbe.“ Mit 17 der insgesamt 34 Arbeiten in der Ausstellung stellt Kau die Hälfte der Exponate.

Der Luftfahrtpsychologe Reiner Kemmler präsentiert in der Schau neben Papierarbeiten Werke auf Aluminium-Bodenplatten mit dem Thema: „Sein und Raum“. Ferner zeigt er philosophische Bilder in Acryl auf Leinwänden nach Platon, Immanuel Kant und René Descartes sowie die 45 mal 60 Zentimeter messende Reihe „Philosophische Ansichten“, in denen Acryl- und Aquarellfarben auf ungerahmtem Papier zu gelungenen Werken miteinander verschmelzen.

Monsterhafte Köpfe

Mit Porträts ist der Künstler Haiko Kurt in der Präsentation vertreten. Er zeigt unter anderem ein verfremdetes Porträt des italienischen Politikers Silvio Berlusconi neben zwei fast monsterhaften Köpfen in kräftigen Farben unter den Titeln „Dämon“ und „Der Teufel steckt im Detail“. Zu den zehn Exponaten von Kurt zählen ferner Acrylarbeiten auf Leinwänden wie „Glimmen“ und „Licht im Dunkel“, aber auch „Tränen“. Mit einer Mischung aus Öl- und Acrylfarben widmet er sich unter anderem der Frage „What is your Point?“

Bereichert wird die Ausstellung am Mittwoch, 3. Juni, von 19 Uhr an mit einer Performance des Künstlers Marco Weil und mit der Finissage am Sonntag, 7. Juni, ebenfalls von 19 Uhr an, zu der das „Original Mainzer Jazz Quartett“ aufspielt. Die Ausstellung in der Kommunalen Galerie, Waldstraße 100, kann mittwochs, samstags und sonntags zwischen 15 und 18 Uhr kostenlos besichtigt werden.

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