Die Sonnenenergie ist im Plus

  • VonCarmen Erlenbach
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Die BürgerEnergieRheinMain steht gut da. Die Photovoltaik-Anlagen produzieren mehr Strom, als anfänglich berechnet worden war.

Geschäftsführer Thomas Otterbein blickte bei der Generalversammlung der BürgerEnergieRheinMain (BERMeG) vor 43 Anwesenden im Bürgerhaus Mörfelden auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr zurück. Habe der bei der Gründung im Jahr 2012 vorgelegte Geschäftsplan für 2014 noch einen Verlust von 943 Euro ausgewiesen, so seien im vergangenen Jahr 1549 Euro Gewinn erwirtschaftet worden. Alle neun Photovoltaik-Anlagen produzierten Strom über dem berechneten Soll – und das in einem Jahr mit nur durchschnittlicher Sonneneinstrahlung. Das spreche für eine solide Wirtschaftlichkeitsanalyse der Projekte.

Ausbau von Stromvertrieb

Leider sei die Entwicklung weiterer Projekte wegen einer restriktiven Auslegung des Kapitalanlagen-Gesetzbuches seitens der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen gebremst worden. Sie habe sich entschlossen, sich damit zu begnügen, dass sich Genossenschaften im Rahmen des Genossenschaftsgesetzes wirtschaftlich betätigen. Damit könne sich die BERMeG der Wiederaufnahme zwischenzeitlicher eingestellter Projektepläne widmen, so Otterbein.

Zu den Geschäftsaussichten zählen laut Thomas Otterbein die Weiterverfolgung der Photovoltaik-Anlagen sowie der Ausbau des Stromvertriebs.

Christian Hahneberger betonte für den Aufsichtsrat, von der Professionalität des Vorstandes und seinem ehrenamtlichen Engagement beeindruckt zu sein. Zu der im Oktober gemachten Prüfung seitens des Genossenschaftsverbands beschränkte er sich auf die Verlesung des Prüfers, dass nichts festgestellt worden sei, das den Bestand der Genossenschaft gefährde oder seine Entwicklung beeinträchtige.

Felix Schäfer, Vorstandsmitglied der Bürgerwerke eG als Kooperationspartner der BERMEeG im Geschäftsfeld Stromvertrieb, erinnerte in einem Vortrag daran, dass die Monopolisierung der Energiewirtschaft erst um 1935 begann und gegen Ende des 20. Jahrhunderts ihren Höhepunkt erreichte. Seither habe mit Hilfe des Erneuerbaren- Energie-Gesetzes die dezentrale Energieversorgung einen Höhenflug erlebt. 2014 seien bereits 30 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien produziert worden.Inzwischen sähen die Energiekonzerne ihr Monopol bedroht und versuchten, die Energiewende auszubremsen.

Er stellte vor, wie die Bürgerwerke ihr Ziel erreichen möchten, die Stromversorgung zu bündeln und so für die Bürgerenergie eine Perspektive unabhängig vom Gesetzgeber zu schaffen. Schäfers Vision bestand darin, möglichst viel Strom aus der Region zu liefern. Er appellierte, sich zu den Gewinnern zu gesellen.

Abschluss angenommen

Darüber hinaus wurde der Jahresabschluss einstimmig angenommen, der für einen Vermögensaufbau die Zuführung des Gewinns zu den Rücklagen vorsieht. Die Amtsperiode des Aufsichtsrats läuft im kommenden November ab. Weil er in einer Generalversammlung zu wählen ist, die nur einmal im Jahr ist, standen schon jetzt die Neuwahlen an.

Als Kandidaten wurden ausschließlich die bereits amtierenden Aufsichtsräte vorgeschlagen. In Einzelabstimmungen wurden Christian Hahnenberger, Heinz-Peter Becker, Bernd Kunz und Ulrich Raiß einstimmig bestätigt.

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