Ein Spaziergang durch den Winterwald

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald hatte zu einem Naturspaziergang mit anschließendem Grünkohlessen eingeladen. Weitere Veranstaltungen sind in Planung,

Von Karlheinz Niess

In der Nacht hatte es geschneit, und der Wald sah ein wenig nach Winterwunderland aus. Ein guter Zeitpunkt also, um sich auf eine kleine Wanderung zu begeben. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in Mörfelden-Walldorf hatte dazu eingeladen, und rund 25 Menschen machten sich am Sonntagmorgen auf den Weg.

Friederike Heislitz, Vorsitzende im Kreisverband Groß-Gerau, war die Organisatorin der Wanderung. Die sollte nicht nur aus knapp zwei Stunden laufen bestehen. Auf dem Weg vom Campingplatz am Naturfreundehaus an den Bornbruch See und in den Nauheimer Wald gab es viele Einblicke in die Natur. Vor allem warteten auf die Wanderer im Vereinsheim der Schutzgemeinschaft einige Köstlichkeiten. In der „Rudolfsruh“ hatte Heislitz eine Spezialität aus ihrer norddeutschen Heimat zubereitet: Grünkohl.

Die nächste Veranstaltung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald steht auch schon sehr bald an: Am Sonntag, 22. Februar, gibt es einen „Waldschützerkaffee“. Bei Kaffee und Kuchen können sich die Gäste im Vereinsheim „Rudolfsruh“ über aktuelle Naturbücher informieren. Da diese Bücher oft etwas teurer als ein einfaches Taschenbuch sind, ist es hilfreich, sich vor dem Kauf zu informieren.

200 Mitglieder hat die Schutzgemeinschaft im Kreis Groß-Gerau derzeit. „Wir haben etwas Neues eingeführt“, sagte Heislitz. Wer will, kann künftig als Förderer mitmachen. Im Gegensatz zum Mitglied bedeutet das weniger Pflichten, allerdings auch kein Stimmrecht. Alle Infos rund um die Schutzgemeinschaft und ihre Veranstaltungen erhalten allerdings auch die Förderer. Und sie tun gleichzeitig was Gutes. „Wir haben schon knapp 40 Förderer“, freute sich die Vorsitzende.

Geld kann der Verein gebrauchen. Denn gerade die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen nimmt einen immer größeren Raum ein. Drei Kitas und zwei Grundschulen haben eine feste Partnerschaft mit der Schutzgemeinschaft. Zwei weitere Grundschulen haben angefragt, wie auch der Kreis, der noch mehr Schülern dieses Angebot eröffnen will. Mit der Heisenbergschule in Rüsselsheim läuft eine ganz spezielle Kooperation. Der waldpädagogische Teil der Erzieherausbildung wird von der Schutzgemeinschaft angeboten. Und auch die Max-Planck-Schule aus der Opelstadt ist Kooperationspartner.

Mittlerweile ist Friederike Heislitz dabei, weitere Unterstützer für diese Aufgaben heranzuziehen. Denn alleine schafft sie das alles längst nicht mehr. Aber das, so die Vorsitzende, laufe sehr gut an.

So können die nächsten Veranstaltungen kommen. Nach dem „Waldschützerkaffee“ steht für den 18. März in weiterer Bildervortrag an. Im dann dritten Teil im Mörfelder Bürgerhaus geht es um eine „Radtour“ durch Südamerika und Patagonien. Am 24. März steht am Oberwaldberg erneut die Pflanzung des „Baumes des Jahres“ an. 2015 wird das der Ahorn sein. „Das wird etwas ganz Tolles“, kündigte Heislitz eine Veranstaltung am 30. April an. Dann geht es um Hexen, Hexenzauber, Kräuterwanderung, Lagerfeuer und Geschichten rund um die Hexenverfolgung. Vor allem für Kinder dürfte das ein ebenso spannender wie interessanter Tag im Wald werden.

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