Vinyl-Event im Kulturbahnhof

Tierrechtlieder auf dem Plattenteller

Wer sagt denn, dass ein so ernstes Thema wie Tierrecht keinen Unterhaltungswert besäße?“, fragt Vinylretter Volker Arndt, der dies für seine Veranstaltung am morgigen Donnerstag im Kulturbahnhof

Wer sagt denn, dass ein so ernstes Thema wie Tierrecht keinen Unterhaltungswert besäße?“, fragt Vinylretter Volker Arndt, der dies für seine Veranstaltung am morgigen Donnerstag im Kulturbahnhof (Kuba) Mörfelden als Motto auserkoren hat. Auf dem Bild ist Arndt mit einer echten Rarität zu sehen, nämlich mit dem Soundtrack zur Dokumentation „The Animals Film“ von 1981, den der Soft Machine-Gründer Robert Wyatt komponiert und eingespielt hatte.

Otto Reutter habe bereits im Jahr 1906 „O quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt wie du den Schmerz“ gesungen, und ihm seien Ulrich Roski, Schobert & Black, Ludwig Hirsch, Reiner Schöne, Werner Schneyder, Reinhard Mey, Gänsehaut, Biermösl Blosn, Nina Hagen und die Ärzte gefolgt, sagt Schallplattensammler Arndt.

Mindestens eine Stunde lang sollen sich die Lieder bei der 80. Auflage „Das Vinyl wird gerettet“ nur um das Leid von Tieren und um das ihnen verweigerte Recht auf Leben und Unversehrtheit drehen, so Arndt. Ganz anderes aus der schwarzen Rille sei aber ebenfalls in Planung: In der Rubrik „Original und Fälschung“ trete beispielsweise Wilson Pickett mit seinem 1965er Hit „In the Midnight Hour“ gegen die kanadische Hans Staymer Band von 1970 an, die den Song damals höchst eindrucksvoll gecovert hätten.

Die Vinylraritäten-Ausstellung beinhalte diesmal gegen Tiere gerichtete gewaltverherrlichende Darstellungen auf Schallplattenhüllen und das Vinylquiz des Abends verknüpfe die Musik mit der Tierrecht-Thematik, erklärt Volker Arndt.

Mit einem veganen Gericht soll den Gästen ein „tierleidfreier Genuss serviert“ werden und eine reichhaltige Getränkeauswahl runde das Angebot fürs leibliche Wohl ab. Das „Vinylretten“ beginnt morgen um 20 Uhr im Kuba, Bahnhofstraße 38. Der Eintritt ist frei. fnp

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