Konzentriert bei der Sache: Olympias Bundesliga-Spieler Sven Völkl.
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Konzentriert bei der Sache: Olympias Bundesliga-Spieler Sven Völkl.

Wenn die Kugel gut läuft . . .

Wenn am Samstag die Bundesliga der Deutschen Classic-Kegler Union (DCU) in die neue Saison startet, ist Mörfelden eine von nur fünf Städten, in denen sowohl bei den Herren als auch bei den Damen in der höchsten Klasse gespielt wird.

Neben der Mörfelder Keglerklause gibt es Bundesliga-Kegeln auch in Plankstadt, Eppelheim, Monsheim und Frammersbach zu sehen. Die Herren von Olympia Mörfelden werden sich dem heimischen Publikum allerdings erstmals am 23. September vorstellen. Dann aber gleich gegen den Meister und Erzrivalen Vollkugel Eppelheim. Zuvor muss der siebenmalige Deutsche Meister zweimal auswärts ran. Zum Auftakt bei der SG Sandhausen, eine Woche später bei der SG Ettlingen.

Das Zwölferfeld ist in der Breite vielleicht etwas schwächer als in der Vorsaison besetzt. Der Zweite der abgelaufenen Runde, der KV Wolfsburg, hat ebenso seine Mannschaft zurückgezogen wie der in der Liga alteingesessene SKK Altmünchen/München. „Die Zwei-Klassen-Gesellschaft ändert nichts daran, dass es sowohl um die Meisterschaft als auch um den Klassenerhalt einen heißen Kampf geben wird“, glaubt Olympias Vorsitzender Jürgen Fleischer. Der Ex-Weltmeister sieht für sein Team Platz drei als realistisches Ziel. „Aber wenn es gut läuft, ist auch die Meisterschaft drin. 2015 hat auch niemand mit dem Titelgewinn gerechnet. Und dann ist es passiert.“

Der langjährige Stamm bleibt den Mörfeldern mit Stefan Beck, Jürgen Fleischer, Holger Liebold, Dieter Nielsen, Sven Völkl, Robert Nägel und Sascha Wetzel erhalten, dennoch gibt es einige Veränderungen im Team. Verzichten muss Olympia auf Heiko Held, der aus gesundheitlichen Gründen vorerst mit dem Leistungssport aufhören musste.

Ihn wird Michael Moosburger ersetzen, der in der Zweiten Bundesliga Nord für Neustadt einen Auswärtsschnitt von 990 Kegel erzielt hat. „Damit ist er sicher ein adäquater Ersatz“, sagt Fleischer über den Spieler, der dank der Vermittlung von Dieter Nielsen kam, der wiederum mit Moosburger einst in einer Mannschaft spielte. Die zweite Verstärkung, die den hohen Altersschnitt der Mannschaft erheblich senkt, ist der Kroate Leo Herzig, der einen Tag nach dem zweiten Spieltag in Ettlingen seinen 19. Geburtstag feiern wird. Der dreimalige Jugend-Weltmeister von 2015 hat eine Freundin in Frankfurt, weswegen er sich entschloss, zu ihr zu ziehen und seinen Lebensmittelpunkt nach Deutschland zu verlegen. „Wir haben ihm eine Wohnung in Mörfelden besorgt, wo er auch eine Probearbeit fand“, erklärt Fleischer, der Rot-Weiß Sandhausen, den zweiten Erstligisten aus dieser Stadt, stärker als sein Team einschätzt. Zwei starke Neuzugänge kompensierten bei Sandhausen den Abgang von Dieter Hasenstab.

Die Favoritenrolle sieht der Mörfelder Vereinsvorsitzende aber in erster Linie beim mit einer unveränderten Mannschaft ins Rennen gehenden Rekordmeister und Titelverteidiger Eppelheim. „Auch die SG Ettlingen, die sich mit dem heimstärksten Spieler der letzten Saison, Stephan Petrowitsch aus der aufgelösten Münchner Mannschaft, verstärkt hat, kann oben mitmischen“, meint der Routinier.

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