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Für CDU-Bürgermeisterkandidat Karsten Groß – hier mit seiner Ehefrau Parissa Abdi – ist die Stadtentwicklung ein zentrales Thema.

Stadtentwicklung

CDU-Bürgermeisterkandidat Karsten Groß fordert, die Planungen für die Stadtentwicklung besser zu koordinieren

Das Thema Stadtentwicklung ist für die CDU Mörfelden-Walldorf von sehr großer Bedeutung. So hat die Partei zum Thema gleich zwei aktuelle Anträge gestellt. Auch der jüngste Stammtisch der Partei befasste sich damit.

Für den CDU-Bürgermeisterkandidaten Karsten Groß und seine Partei ist die Stadtentwicklung ein zentrales Thema. Mit diesem möchte Groß auch bei der kommenden Bürgermeisterwahl am 24. März punkten. So fordert Groß in einer aktuellen Pressemeldung seiner Fraktion einen „Masterplan“ für die Stadtentwicklung in Mörfelden-Walldorf für die nächsten zehn Jahre, da dieser bislang fehlen würde.

„Wir brauchen eine gemeinsam entwickelte umfassende Vision für die Zukunft von Mörfelden-Walldorf – bisher haben wir eher Stückwerk erlebt: mal da eine spontane Container-Kita, mal dort ein zentraler Feuerwehrstandort, mal hier ein umstrittener Standort für Sozialwohnungen, mal dort eine Fläche für einen neuen Supermarkt, mal hier der Versuch für eine neue Sporthalle, mal dort für mehr Gewerbegebietsflächen.“ Laut Groß soll der Masterplan neben der Flächennutzungsplanung in der Stadt auch mit der Regionalplanung im Rhein-Main-Gebiet koordiniert werden.

Zwei Berichtsanträge

Die CDU-Fraktion teilt mit, dass sie zum Thema Stadtentwicklung zwei umfangreiche Berichtsanträge gestellt habe, die am kommenden Dienstag auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung stehen. Diese hätten mehrere Ziele: So sollten die bevorstehenden Beratungen zur regionalen Raumordnung vorbereitet werden. Mit Blick auf die Doppelstadt solle zudem eruiert werden, wo noch Entwicklungsflächen für diverse Nutzungen zur Verfügung stünden. „Ausgangspunkt dafür muss sein, nicht immer nur unabhängig voneinander nach Optionen für das eine oder das andere zu schauen, sondern eine ganzheitliche Prüfung und Darstellung bereits ausgewiesener und noch beplanbarer Flächen, Gebiete und Leerstand für diverse Nutzungen zu erstellen“, so Karsten Groß. Hierbei gehe es sowohl um die Wohnbebauung mit kleineren Einheiten als auch um Geschosswohnungsbau.

Auch mögliche Entwicklungsflächen für Sozialwohnungen, Seniorenwohnungen, Altenpflegeeinrichtungen, generationenübergreifendes Wohnen oder Obdachlosen-Unterkünfte müssten in den Fokus genommen werden. Gleiches gelte für potenzielle Gewerbeansiedlungen. Großflächiger Einzelhandel, Einzelhandel in Supermarktgröße, Handwerksbetriebe und weitere Unternehmen würden ebenso benötigt. Darüber hinaus seien Flächen für Kindertagesstätten, Kinderspielplätze, Freizeitflächen, Sportgelände und Sporthallen wichtig. Gleiches gelte für Feuerwehrgerätehäuser, Ausgleichsflächen, Verkehrslösungen, Radwege, Parkplätze oder Ladestationen für Elektro-Mobilität. Hier fehlt den Christdemokraten bislang ein umfassender und langfristiger Planungsansatz für die Stadt insgesamt.

Barrierefreiheit

In inhaltlicher Ergänzung zum ersten umfassend formulierten Antrag hat die Union einen zweiten gestellt, der bestimmte Bereiche der Stadtentwicklung in den Fokus rückt: „Als weitere Grundlage für bessere Planung der Verkehrswege und bessere Raumplanung sind auch Informationen zur allgemeinen wirtschaftlichen Lage und zum Wohnungsmarkt in Mörfelden-Walldorf von zentraler Bedeutung“, so der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Holger Höflein.

Der zweite Berichtsantrag solle, basierend auf dem im Fall der Annahme dann von der Stadtverwaltung vorzulegenden Bericht, der Stadt gezielte Maßnahmen hinsichtlich Verkehr, Wirtschaftsförderung und Wohnungsbau ermöglichen.

Die Stadtentwicklung war auch am Mittwochabend beim jüngsten CDU-Stammtisch im Wirtshaus „Zum Sattler“ in Mörfelden zentrales Thema. Groß nutzte die Gelegenheit, um seine Vorhaben zu erläutern und Fragen der Bürger zu beantworten. Neben der Stadtentwicklung im Allgemeinen standen hierbei im Besonderen die Innenstadtentwicklung, die Sporthallen und die Feuerwehrgerätehäuser in beiden Stadtteilen, die Barrierefreiheit

am Bahnhof Walldorf, die Südumgehung in Mörfelden sowie die Modernisierung und der Ausbau der Kläranlage in Mörfelden im Fokus.

von ALEXANDER KOCH

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