+

Neue Mieter kommen 2019

Wohnhaus ist bald bezugsfertig: Kosten für das Bauprojekt betragen 1,9 Millionen Euro

Das städtische Bauprojekt in der Straße „Am Schlichter“ in Mörfelden geht voran. Aktuell wurde der Auftrag für die Außenanlagen vergeben.

Im ersten Quartal 2019 soll es so weit sein: Dann können voraussichtlich die Mieter in den Neubau mit der Adresse „Am Schlichter 13“ in Mörfelden einziehen. Im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus schafft die Stadt Mörfelden-Walldorf dort dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum. Neun Wohnungen werden den Mietern nach der Fertigstellung zur Verfügung stehen.

Aktuell konnte der Magistrat einen wichtigen Auftrag zur Fertigstellung des Projekts vergeben. So soll eine ortsansässige Firma die Außenanlagen herstellen. Die Ausschreibung sei erfolgreich über das Kommunale Vergabezentrum Groß-Gerau durchgeführt worden, teilte Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD) mit. Zu den Außenanlagen gehören die Herstellung der Zugänge, Fahrradabstellplätze und Auto-Stellplätze. Ebenfalls soll eine Grünanlage angelegt werden und Schäden, die Zuge der Hochbauarbeiten entstanden sind, beseitigt werden.

Beteiligung der Anwohner

An der Gestaltung der Außenanlagen wurden die Bewohner des benachbarten städtischen Wohngebäudes in der Heidelberger Straße 4 beteiligt. Hierbei wurden Anliegen der Bewohner aufgegriffen, zum Beispiel beim Thema Stellplätze. So werden 13 Stellplätze westlich des alten und südlich des neuen Gebäudes mit Zufahrt von der Straße „Am Schlichter“ angeordnet. Ein weiterer Stellplatz nördlich des neuen Gebäudes wird breiter ausgebaut. Er wird somit als Behinderten-Stellplatz nutzbar sein. Zudem sollen 20 Stellplätze für Fahrräder entstehen. Hiervon werden 14 unmittelbar am westlichen Grundstücksrand angeordnet. Sechs weitere sind für die Grundstücksmitte geplant.

Die Messstation der Fraport (Nr. 57), die wegen der Bauarbeiten verlegt werden musste, wird bei der Gestaltung der Außenanlagen an der südlichen Grundstücksgrenze wieder aufgebaut. „Vorrangiges Ziel ist es, die Zugänge zum Gebäude sowie die Terrassen für die Anwohner noch in diesem Jahr nutzbar zu machen“, sagte Bürgermeister Becker. „Wenn es die Witterung zulässt, ist es aber unsere Absicht, die Außenanlage noch 2018 vollständig fertigzustellen.“ Mit den Arbeiten soll deshalb noch in diesem Monat so schnell wie möglich begonnen werden.

87 Quadratmeter

Die neuen Wohnungen sollen groß sein, damit sie für Familien nutzbar sind. So haben die vier geplanten Vierzimmerwohnungen eine Größe von 86 bis

87 Quadratmeter

n. Eine der vier Wohnungen wird barrierefrei sein. Weiterhin sind fünf Fünfzimmerwohnungen mit einer Fläche von 98 bis 99 Quadratmetern geplant. Darunter sollen zwei barrierefrei sein. Das Budget wurde bisher eingehalten. Insgesamt sind Gesamtkosten in Höhe von 1,9 Millionen Euro vorgesehen. Das Bauprojekt wird hierbei wesentlich über ein zinsgünstiges Darlehen in Höhe von 1,4 Millionen Euro durch das kommunale Investitionsprogramm des Landes Hessen unterstützt. Für den Bau der neuen Wohnanlage wurde eine kostengünstige Bauweise aufgrund der Sozialbindung der entstehenden Wohnungen gewählt. Der L-förmige Baukörper ist deshalb sehr kompakt und verfügt über keine nennenswerten Vor- oder Rücksprünge, um auf diese Weise Kosten zu sparen. Auf einen Keller wurde ebenfalls verzichtet. Der erforderliche Technikraum befindet sich daher im Erdgeschoss. Die Wärmeversorgung erfolgt im Verbund mit der benachbarten Wohnanlage Heidelberger Straße 4 sowie der angrenzenden Kita V über ein Blockheizkraftwerk. Dieses dient im Rahmen der Kraft-Wärme-Kopplung auch der Stromerzeugung, was Energieeffizienz garantieren soll. Die neue Wohnanlage hat ein Satteldach und Loggien erhalten, damit sie sich in die umgebende Bebauung einfügt. Auch die gewählten Proportionen orientieren sich mit zwei Geschossen plus Dach an den umliegenden Bestandsbauten.

Von Alexander Koch

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare