Müllentsorgung: Kommunen sparen Kosten

Die entsorgungspflichtigen Gebietskörperschaften der Rhein-Main Abfall GmbH (RMA), die ihre Kosten über die Abfallsatzungen wiederum an ihre Städte und Gemeinden weitergeben, müssen vom 1.

Die entsorgungspflichtigen Gebietskörperschaften der Rhein-Main Abfall GmbH (RMA), die ihre Kosten über die Abfallsatzungen wiederum an ihre Städte und Gemeinden weitergeben, müssen vom 1. Januar 2018 an für die Entsorgung einer Tonne Hausmüll statt 239,50 Euro nur noch 213 Euro zahlen. So sieht es zumindest die gemeinsame Beschlussempfehlung der Geschäftsführung und der Gesellschaftervertretung der RMA für die für Dienstag, 30. Mai, anberaumte Aufsichtsratssitzung der Gesellschaft vor.

Nach sieben Jahren der Gebührenstabilität können die Gesellschafter nun 11,16 Prozent der Entsorgungskosten sparen. Die RMA mit Sitz in Offenbach koordiniert die Abfallentsorgung für 41 Kommunen im Rhein-Main-Gebiet mit insgesamt etwa 1,7 Millionen Einwohnern. Angeschlossen sind die Städte Frankfurt, Offenbach und Maintal sowie der Hochtaunuskreis, der Main-Taunus-Kreis und der Kreis Offenbach. Die Gebührensenkung gilt für mehr als 300 000 Tonnen Hausmüll, Sperrmüll, hausmüllähnliche Gewerbeabfälle sowie gemischte Bau- und Abbruchabfälle. Für die Kommunen verbilligt sich zudem die Entsorgung von Straßenkehricht sowie von Kanalreinigungs-, Sieb- und Rechenrückständen.

Die RMA konnte die Entsorgungsentgelte seit 2009 stabil halten, obwohl die Menge an andienungspflichtigen kommunalen Abfällen in dieser Zeit um ungefähr 16 Prozent gesunken ist, vor allem wegen der flächendeckenden Einführung der Biotonne. „Wir haben hierfür frühzeitig die Weichen gestellt und die Verbrennungskapazitäten der tatsächlichen Abfallmengenentwicklung angepasst“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende und Erste Beigeordnete des Hochtaunuskreises, Uwe Kraft. So seien die Kapazitäten im Müllheizkraftwerk Offenbach von 140 000 auf 50 000 Jahrestonnen reduziert worden.

Krafts Stellvertreterin, die Frankfurter Umweltdezernentin Rosemarie Heilig, lobt auch die sorgfältige Betriebsführung der Betreiber der Müllheizkraftwerke Offenbach und Frankfurt. „Die RMA musste hierdurch weit weniger Geld für Betriebsstillstände in den beiden Verbrennungsanlagen ausgeben als geplant.“ Kraft und Heilig heben hervor, dass alle angeschlossenen Kommunen von der Zusammenarbeit in der Rhein-Main Abfall GmbH profitierten. „Die RMA ermöglicht eine langfristige und professionelle Planung: Niemand bleibt auf Überkapazitäten sitzen oder sieht sich mit plötzlichen Entsorgungsnotständen konfrontiert.“

(fnp)

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