Das gesellige Miteinander darf nicht verloren gehen, finden die Nauheimer Landfrauen und veranstalten ihr viertes Klangwegtreffen.
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Das gesellige Miteinander darf nicht verloren gehen, finden die Nauheimer Landfrauen und veranstalten ihr viertes Klangwegtreffen.

Landfrauen

Auch die Männer werden verwöhnt

  • VonRainer Beutel
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Die Landfrauen aus Nauheim luden zu einem sommerlichen Beisammensein ein.

Nauheim -Mit selbst gemachtem Eis, einer Lunchbox und netten Gesprächen wurden am Mittwochmittag bei den Landfrauen auch einige Männer verwöhnt. Sie gesellten sich zu rund 60 Landfrauen, die sich zum vierten Mal am Klangweg trafen, um das Vereinsleben trotz der Corona-Pandemie in Schwung zu halten.

Landrat Thomas Will, Bürgermeister Jan Fischer, Beigeordneter Hubert Deckert und der frühere Parlamentschef Karl Norbert Merz folgten der Einladung. Keiner, der die Auszeit unter freiem Himmel nicht genoss und hervorhob, dass es viel Freude bereite, sich auf diese Weise nach langer Pandemie-bedingter Pause wieder zu sehen.

Der Bürgermeister wünschte, bei aller Euphorie über Lockerungen sollten die Menschen weiter bescheiden bleiben und sich über Kleinigkeiten freuen. Genau darauf hatte der Landfrauenverband mit seinem inzwischen vierten Klangwegtreffen abgezielt.

Es sei wichtig, das gesellige Miteinander zu pflegen und den Kontakt untereinander zu halten, betonte die Vereinschefin angesichts zahlreicher Mitglieder, die es sich gemütlich gemacht hatten und Neuigkeiten austauschten.

Nauheim: Eiskaltes Quiz und Drehorgelmusik

Ein Gesprächsthema war das Eis, das der Vorstand allen Besuchern spendierte. Es wurde aus einem kleinen, mobilen Verkaufswagen heraus serviert.

Anne Dammel erzählte, dass sie das traditionell aussehende Gefährt bei einer Geburtstagsfeier entdeckt hatte. Sie habe sich erkundigt, woher dieser stamme. So sei sie auf Tim Winter aus Groß-Bieberau gestoßen, dessen Familie seit 1964 Eisdielen betreibe und den Landfrauen den kalten Genuss in Thermobehältern lieferte, die das Eis fünf Stunden kalt halten.

Dazu passte ein Quiz, das sich die Veranstalterinnen rund um den mittäglichen Genuss ausgedacht hatten. Wer beispielsweise wusste, wo das erste Eiscafé eröffnet wurde oder wie viel Kalorien ein Becher voller Vanilleeis mit Schokosoße und Sahne habe, durfte sich über einen Eisgutschein für einen Besuch in einer Nauheimer Eisdiele freuen. Nicht wenige Landfrauen ließen sich animieren und baten um einen Nachschlag aus der mobilen Eisdiele. Den Gaumenschmaus unterlegte Drehorgelspielerin Christa Schröder mit stimmungsvollen Klängen.

Unterstützt wurde der Landfrauenverein wie schon bei seinen früheren Klangwegtreffen vom Bauhof. Dammel dankte den Helfern ausdrücklich. Sie hatten Tische, Bänke und Pavillons zum Treffpunkt am Lärmschutzwall transportiert und dort aufgestellt. Fischer versprach, das Lob an seine Mitarbeiter weiterzugeben. Die Vorsitzende erklärte, warum einige Männer zum Klangwegtreffen eingeladen worden waren, handele es sich doch eher um eine vereinsinterne Zusammenkunft. Will, Fischer, Deckert und Merz hätten nicht nur ihr Engagement in der Politik gemeinsam, sondern ebenso einen Bezug zum Landfrauenverein.

Nauheim: Hilfe bei der Latwerge

Sie alle hätten schon bei der Herstellung der "Latweje" geholfen, wie die Nauheimer Landfrauen ihren selbst hergestellten Pflaumenmus nennen. 2020 musste auf dessen Produktion verzichtet werden, weshalb keine Latwerge für gute Zwecke verkauft werden konnte. Jetzt hoffe der Verein, dass es in diesem Jahr wieder gelingen werde.

Grund genug für die männlichen Besucher, sich auf ihre Weise für die leckeren Zwischenmahlzeiten am Mittwochmittag zu bedanken - mit einer Zusage, möglichst bald wieder beim Rühren der Landfrauen-Latwerge oder auch beim Entkernen der benötigten Zwetschgen zu helfen. "Ihr könnt bei uns gerne wieder den Löffel schwingen", rief Anne Dammel den männlichen Gästen zu.

Von Rainer Beutel

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