Ob im künftigen Generationentreff, der bis Weihnachten als Erweiterungsbau des Sportkindergartens fertig sein soll, ein Büro für den Ausländerbeirat eingerichtet werden kann, ist noch offen. Foto: Rainer Beutel
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Ob im künftigen Generationentreff, der bis Weihnachten als Erweiterungsbau des Sportkindergartens fertig sein soll, ein Büro für den Ausländerbeirat eingerichtet werden kann, ist noch offen.

Gremienarbeit

Ausländerbeirat sucht ein Büro

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Generationenzentrum als möglicher Standort

Der Nauheimer Ausländerbeirat hat sich vorgenommen, intensiv mit den politischen Parteien in der Gemeinde zusammenzuarbeiten. Um gemeinsame Aktivitäten vorzubereiten und für die Bevölkerung ansprechbar zu sein, wünscht sich das Gremium ein Büro. Ob dafür das künftige Generationenzentrum zur Verfügung steht, ist noch offen.

Vorsitzender Ceyhun Yildirim informierte in der jüngsten Zusammenkunft im Saalbau darüber, dass der Ausländerbeirat sich mit allen Parteien der Gemeindevertretung in Verbindung gesetzt und um ein Treffen gebeten habe. "Wir wollen uns mit den Parteien austauschen", erklärte er. Die Fraktionen von FDP, Grünen und SPD hätten bereits einen Termin angeboten.

"Wir wollen Brücken bauen"

Das spontane Entgegenkommen wertet Yildirim als Beweis dafür, dass das neu konstituierte Gremium "von den Parteien sehr gut aufgenommen" worden sei, wofür der Vorsitzende dankte. Die Parteien hätten signalisiert, dass sie den Beirat jederzeit unterstützen wollten. "Das hat uns wirklich sehr gefreut. Aber diese Unterstützung muss natürlich auf Gegenseitigkeit beruhen, denn wir wollen Brücken bauen", betonte er.

Eine erste Aktion, wie diese Gegenseitigkeit funktionieren könne, sei die Teilnahme von Mitgliedern des Ausländerbeirats an der Müllsammelaktion der Grünen gewesen. Der Ausländerbeirat wolle sich künftig häufiger sozial engagieren. "Somit können wir einen Beitrag für das Gemeinwohl leisten", bekräftigt Yildirim.

Auch mit Rektorin Andrea Kühnl von der Grundschule bestehe Kontakt. "Eine effiziente Zielerreichung des Ausländerbeirats kann meines Erachtens nur durch eine enge Zusammenarbeit und Informationstausch mit allen Gremien in Nauheim erreicht werden, da wir alle im selben Boot sitzen", so der Vorsitzende. Ebenso sei ein Austausch mit Ausländerbeiräten anderer Kommunen erwünscht. Zum Rüsselsheimer Beirat bestehe bereits Kontakt.

Um Kooperationen zu planen und für die ausländische Bevölkerung in Nauheim erreichbar zu sein, wünsche sich der Beirat ein eigenes Büro. Bürgermeister Jan Fischer (CDU) sagte zu, dass im Rathaus ein geeigneter Raum zur Verfügung gestellt werden könne, den der Ausländerbeirat gemeinsam mit anderen nutzen könne.

Anbau soll dieses Jahr fertig sein

Yildirim bekundete, für das Angebot dankbar zu sein. Allerdings war ihm unbekannt, dass es in naher Zukunft im geplanten Generationentreff im Sportpark ebenfalls Büroräume für sozial tätige Institutionen gebe. Gemeint ist der Erweiterungsbau des Sportkindergartens, in dem unter anderem der VdK ein Büro als Ersatz für bislang genutzte Räume in der Sozialstation erhalten solle.

Der neue Generationentreff, der auch einen Bürgersaal erhalten wird, soll in diesem Jahr fertig werden. Er wird laut Bauplanung barrierefrei zu erreichen sein und soll einen Aufzug erhalten. "Wo auch immer, wir wollen in einem Büro Veranstaltungen planen, Gespräche führen und unsere Sitzungen vorbereiten, erklärte Yildirim.

Weniger erfolgreich war das Ansinnen, für mögliche Interessenten von Freizeitgarten eine positive Antwort zu bekommen. "Da ist nichts mehr frei", bedauerte Yildirim. Die Kommune verfüge derzeit über 110 Parzellen, die alle belegt seien. Die Ausweisung neuer Freizeitgärten sei nicht geplant, erklärte der Bürgermeister.

Ein Antrag des Ausländerbeirats, die Kosten für ein Fortbildungsseminar erstattet zu bekommen, sei indes genehmigt worden. Noch gedulden müsse sich das Gremium, bis eine Antwort auf eine Anfrage zur "Situation von Kindern und Jugendlichen in Nauheim" vorliege. Der Gemeindevorstand wolle hierzu den Kreis Groß-Gerau als Schulträger hinzuziehen. Der Ausländerbeirat verwies ergänzend auf Landesprogramme, über die eine sprachliche Förderung von Kindern ausländischer Familien finanziert werde. Genauere Informationen dazu, vor allem hinsichtlich möglicher Bezugsgruppen, seien dem Ausländerbeirat zugesagt worden. Rainer Beutel

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