Die Läden im Sportkindergarten sind nur zeitweise geschlossen. Die Kinder werden jedoch weiterhin betreut, während die Erzieherinnen zeitgleich den Erweiterungsbau planen.
+
Die Läden im Sportkindergarten sind nur zeitweise geschlossen. Die Kinder werden jedoch weiterhin betreut, während die Erzieherinnen zeitgleich den Erweiterungsbau planen.

Betreuung

Bauarbeiten für Kita-Anbau liegen im Zeitplan

Nach einer kurzen Winterpause wird am Nauheimer Sportkindergarten wieder fleißig gearbeitet. Schließlich soll die geplante Erweiterung Ende des Jahres fertig sein.

Nauheim -Seit Anfang dieser Woche wird am Erweiterungsbau des Sportkindergartens wieder gearbeitet. Über die Feiertage und den Jahreswechsel war an der Baustelle pausiert worden. Noch in diesem Jahr soll alles fertig werden, heißt es.

Im Hintergrund werden weitere Schritte vorbereitet und eingeleitet, um das Projekt zügig voranzutreiben, berichtet der Geschäftsführer der "gemeinnützigen GmbH Sportkindergarten", Wolfgang Glotzbach. Derzeit liege alles im Zeitplan. Die Pause über Weihnachten und Neujahr sei eingeplant gewesen.

Ende des Monats soll das unterste Geschoss mit Kellerdecke fertig sein. "Bis Ende Mai steht dann der Rohbau, wenn das Wetter mitspielt", so Glotzbach. Ende 2021 könne die Sport-Kita, in der die Kapazität der bisherigen Einrichtung mit 40 Plätzen mindestens verdoppelt wird, bezogen werden. Maximal seien 100 Betreuungsplätze in einer mit der bisherigen Kita verbundenen Einrichtung möglich. Abhängig sei die Belegung letztlich vom Angebot integrativ-pädagogischer Kita-Plätze, wodurch sich Gruppengrößen verringerten.

Anmeldung noch nicht möglich

Entscheidend für einen reibungslosen Baufortschritt ist nach Glotzbachs Ansicht der Vorteil, dass die an den Turnverein 1888/94 angebundene Kita-GmbH selbstständig Aufträge an Firmen vergeben könne. Liefe dies über die Gemeinde, die den Bau mit einem Kredit über 4,5 Millionen Euro finanziert und aufgrund niedriger Zinsen in etwa 20 bis 25 Jahren tilgen will, müssten die Arbeiten öffentlich ausgeschrieben werden. "Das würde viel mehr Zeit kosten", schätzt der Geschäftsführer. Die Kita-Gesellschaft könne flexibler als die öffentliche Hand reagieren, ohne den Wettbewerb unter Anbietern zu vernachlässigen oder auf Preisvorteile zu verzichten.

Als aufwendig erachtet Glotzbach die Inneneinrichtung, vom Schallschutz bis zur Elektrik und der Ausstattung. Dabei seien die Erzieherinnen gefragt, die aufgrund ihrer Erfahrung entscheiden könnten, was benötigt werde. Glotzbach: "Die wissen einfach besser, wie viele Steckdosen in einem Raum gebraucht und wo sie am besten angebracht werden."

Trotz des klar abgesteckten Zeitplans könnten Eltern ihre Kinder noch nicht anmelden. "Da warten wir noch ein bisschen", sagt Glotzbach. Es gebe ohnehin eine Warteliste. Außerdem sei das Betreuungsangebot verzahnt mit den kommunalen Kitas. Eltern meldeten ihre Kinder gewöhnlich parallel an. Die jeweiligen Listen würden dann von der Gemeinde abgeglichen.

Suche nach neuem Personal

Vorbereitet wird allerdings schon die Suche nach weiterem Personal. "Da wollen wir im Februar oder spätestens März mit Anzeigen loslegen", informiert Glotzbach. Zu berücksichtigen seien eventuell Kündigungsfristen, falls Erzieherinnen sich erst von ihrem bisherigen Arbeitgeber lösen müssten. Derzeit beschäftige die Kita-Gesellschaft acht Erzieherinnen, darunter nicht nur Vollzeitkräfte. Sechs oder sieben neue Kräfte sollten hinzukommen.

Der Geschäftsführer geht davon aus, dass es trotz einer angespannten Arbeitsmarktlage gelinge, die nötigen Angestellten zu finden. Die Sport-Kita als Arbeitgeber sei beliebt. Die Möglichkeit, mit Kindern in einer Halle Sport zu treiben, ausgedehnte Touren im Wald zu unternehmen oder sich zumindest intensiv mit ihnen zu bewegen, sei reizvoll. "Wenn sich die Kinder austoben können, macht das den Erzieherinnen Spaß", sagt Glotzbach. "Hauptsache draußen", laute die Maxime.

Wenig Probleme habe die bestehende Einrichtung, die es seit 2012 gibt, mit der Bewältigung der Corona-bedingten Einschränkungen. Der Bitte, die Kinder zu Hause zu lassen, seien die meisten Eltern gefolgt. Falls dort die Betreuung nicht klappt, sei die Sport-Kita zugänglich. "Nicht jeder hat eine Oma, die zu Hause aufpassen kann", äußert Glotzbach sein Verständnis. Rainer Beutel

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare