Die sieben Jahre alte Leni beherrscht das Hula-Hoop geradezu spielend. Foto: Beutel
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Die sieben Jahre alte Leni beherrscht das Hula-Hoop geradezu spielend.

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Beim "Hullern" purzeln nicht nur Pfunde

  • VonRainer Beutel
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Sport- und Kulturvereinigung startet mit neuem Hula-Hoop-Kurs

Bei der Sport- und Kulturvereinigung (SKV) hat am Montagabend der erste Hula-Hoop-Kurs begonnen. Vor der Premiere hatten sich so viele Interessierte angemeldet, dass eine weitere Übungsreihe am kommenden Donnerstag startet. Inzwischen ist das neue Angebot ausgebucht. Sogar ein siebenjähriges Mädchen ist dabei und hat Spaß ohne Ende.

Montagabend in der SKV-Halle. Ein altes Sprichwort bestätigt sich bei einigen der 15 Teilnehmerinnen sofort, nachdem sie einen Hula-Hoop-Reifen um die Hüften kreisen lassen: Aller Anfang ist schwer. Immer wieder rutscht das wiederentdeckte Freizeit- und Sportgerät von den Hüften. Das kommt übrigens nicht wie früher als schnöder Plastikring daher. Der Reifen ist mit Schaumstoff gepolstert, stellenweise mit Wölbungen ausgeformt und zusammensteckbar, also leicht zu transportieren.

Zahlreiche Anmeldungen

Übungsleiterin Katja Nikolaus macht Mut. Sie appelliert an ihre Schützlinge, dass sie das Runterpurzeln positiv sehen sollten. "Je mehr ihr euch bückt, desto mehr Kalorien verbrennt ihr", ruft sie vergnügt in die Runde. Sie hat ja auch gut reden: Seit vorigem Jahr übt sie den Trendsport. Hat ganz normal zu Hause vor dem Fernseher angefangen, dann eine Fortbildung. Kurz die Rücksprache mit ihrem Verein, schon stand das neue Angebot im SKV-Programm. Reihenweise trudelten die Anmeldungen ein.

"Bei Katja sieht das so einfach" aus, mögen sich einige Frauen denken. Nikolaus erklärt, dass Anfängerinnen keine extrem ausladende Bewegungen mit dem Becken machen sollten. "Sonst kontrolliert das Ding euch und nicht ihr den Reifen. Einfach leicht vor und zurück. Und nicht die Schultern hochziehen, rät sie zum fröhlichen "Hullern", wie es in der Hula-Hoop-Szene heißt.

Der Spaß steht im Vordergrund

Das Wichtigste sei der Spaß. Und der scheint sich von Beginn an einzustellen. Vanessa Lutz etwa freut sich wenige Minuten vor Beginn total auf das Übungsprogramm, das bis zu den Sommerferien geht und danach mit einem neuen Kurs fortgesetzt werden soll. Sie habe "schon ewig einen Reifen gehabt", berichtet sie. "Aber nach drei Runden ist er zu Boden gefallen." Mit Katja Nikolaus' Anleitung werde es schon klappen, ist sie sicher.

So wie bei Laura Werner und ihrer Tochter Leni. Die beiden wirbeln die runde Herausforderung um ihre Taillen, als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Vor allem Leni ist beneidenswert. Die Kleine steht in der Mitte aller Teilnehmerinnen und demonstriert mit lächelndem Antlitz, erhobenen Armen und fröhlichem Gemüt, wie perfektes "Hullern" gelingt.

"Sie gehört zu den 'Kids' bei den Spicys", erklärt ihre Mama. Wer die SKV kennt, weiß, dass es sich dabei um die SKV-Tänzerinnen handelt, die weit mehr als hundert junge Mädchen und Frauen in ihren Reihen wissen. Katja Nikolaus gehört auch dort zu den Vorreitern. Für Leni war es also klar, dass sie jetzt auch hullern muss. Und ihre junge Mutter zieht mit. "Wir haben schon zu Hause geübt und haben uns dafür YouTube-Videos angeschaut", verrät sie das Geheimnis, warum bei den beiden das Hula Hoop so gut funktioniert.

Bei anderen, die noch nicht so weit sind, werde es nicht lange dauern, bis sie das ebenso drauf haben, verspricht Nikolaus. Zum Auftakt geht es darum, den Reifen konstant am Drehen zu halten. In den nächsten Übungsstunden will die Trainerin spielerische Elemente einbauen. Etwa einen Bewegungsparcours oder das Kreiseln zu fetziger Musik.

Über den Köpfen der 13 Frauen, Leni und Katja Nikolaus laufen Ventilatoren. Sie erfrischen ein wenig. Hilfreich, denn nach 15 Minuten fließen erste Schweißtropfen. Es wird gelacht und gefachsimpelt. Kalorien verbrennen im Sekundentakt. Die Teilnehmerinnen wirken tapfer und tüchtig, ohne übertriebenen Ehrgeiz. Das Prinzip ist so einfach wie effektiv: Die Hula-Hoop-Ringe rotieren bis zum Runterfallen. Dann geht der Spaß einfach von vorne los.

Rainer Beutel

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