Bürgermeister Jan Fischer überzeugt sich bei den Bauhofangestellten vom Fortschritt des Brückenbaus. Foto: Rainer Beutel
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Bürgermeister Jan Fischer überzeugt sich bei den Bauhofangestellten vom Fortschritt des Brückenbaus. Foto: Rainer Beutel

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Brückenarbeiten bald abgeschlossen

  • vonRainer Beutel
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Die Schwarzbachbrücke ist von Montag an wieder für Fahrradfahrer frei. Von dem schnellen Baufortschritt hat sich Bürgermeister Jan Fischer persönlich überzeugt.

Nauheim -Möglicherweise schon am Wochenende, spätestens am Montag soll die neue Schwarzbachbrücke auf dem Radweg nach Groß-Gerau wieder befahrbar sein. Von dem schnellen Baufortschritt, für den versierte Kräfte des Bauhofs sorgen und der Gemeinde dabei hohe Ausgaben ersparen, hat sich am Mittwochmorgen Bürgermeister Jan Fischer (CDU) persönlich überzeugt.

Vor elf Tagen erst waren die Bauhofleute mit kiloweise Holz, Hammer, Sägen und Wasserwaagen angerückt. Einige Vorleistungen waren schon erledigt. Dann stand die Hauptarbeit an: Der Aufbau einer neuen Holzbrücke für Fußgänger und Radfahrer. Fischer schätzte die ausbleibende Bauzeit gestern noch auf gut eine Woche. Doch Mark Thomsen, Angestellter im Bauhof, korrigierte seinen Chef: "Am Freitag sind wir fertig, und wenn nicht, müssen wir am Samstag noch einmal ran."

Radfahrer und Fußgänger werden sich freuen. Der Radweg war an dieser Stelle gesperrt. Und zwar konsequent. Selbst beim Ortstermin am Mittwoch mussten die Eingeladenen ausweichen und eine andere Route Richtung Kreisstadt wählen. Nächste Woche soll die Fahrbahn entlang der Bahnlinie wieder ganz normal benutzbar sein.

Kein Durchkommen für Autos

Ganz normal? Auf keinen Fall für Autofahrer, wie Fischer klarstellte. Der Radweg sei in der Vergangenheit immer wieder von Kraftfahrzeugen als Abkürzung genutzt worden. Das sei weder erlaubt, noch habe dies die alte Brücke, die zuletzt vor rund 20 Jahren saniert und Mitte der 1960er Jahre gebaut worden war, statisch hergegeben. "Wir werden das jetzt eindeutig beschildern", kündigte Fischer an.

Die alte Holzkonstruktion war jedenfalls nicht mehr zu gebrauchen. Weil viele Stellen morsch gewesen seien, hatte die Gemeinde die Brücke seit dem Winter bereits halbseitig gesperrt, berichtete der Verwaltungschef. Der Beschluss, sie zu erneuern, sei schon rund drei Jahre alt. Damals sei zunächst geprüft worden, ob eine Vollsanierung notwendig ist. Immense Kosten drohten, den Gemeindesäckel zu belasten. Die Bahn AG, deren Züge direkt an der Brücke vorbeirauschen, winkte frühzeitig ab und beteiligte sich nicht an den Baukosten.

Per Gutachten stellte sich heraus, dass die Unterkonstruktion noch in Ordnung ist, von einigen Ausbesserungsarbeiten wegen Korrosionsschäden abgesehen. Inzwischen war am Holz der Fäulnisprozess unaufhaltsam fortgeschritten. Gerne hätte die Gemeinde den Neuaufbau früher in Angriff genommen. Doch es sei schwierig gewesen, an das notwendige Material zu gelangen. Dicke Balken, die jedem Fachwerkgebäude gut stünden, wurden benötigt. "Dann kam die Pandemie", bedauerte Fischer weitere Verzögerungen.

Großteil in Eigenleistung

Positiv bewertete der Rathauschef, dass die Bauhofangestellten etliche Arbeiten übernehmen konnten - vor allem die Holzkonstruktion. Fremdvergaben seien nicht notwendig gewesen. Von den bereitgestellten 80 000 Euro könne die Kommune bis zu 50 000 Euro sparen, freute sich Fischer über die Tatkraft der Handwerker aus eigenem Hause, die von Bauamtsleiterin Katrin Feldhausen, Diplom-Ingenieur Herwig Stieland vom Fachdienst "Bauen, Liegenschaften, Umwelt" und Bauhofleiter Rainer Immhoff planerisch unterstützt wurden. Rainer Beutel

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