Pro Tag lassen sich im X-Presso-Bahnhof durchschnittlich 128 Personen auf Covid-19 testen. Geprüft wird derzeit eine Verlagerung ins Atrium. FOTO: RAINER BEUTEL
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Pro Tag lassen sich im X-Presso-Bahnhof durchschnittlich 128 Personen auf Covid-19 testen. Geprüft wird derzeit eine Verlagerung ins Atrium.

Corona

Covid19-Testzentrum soll umziehen

  • vonRainer Beutel
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Nauheim -Bürgermeister Jan Fischer strebt an, das Covid-19-Testzentrum vom X-Presso-Bahnhof ins Atrium zu verlegen. In der neuen Ortsmitte sei es besser aufgehoben, betonte der Verwaltungschef am Donnerstag in einer Zusammenkunft der Seniorenkommission.

Der Eigentümer des Atriums, Seniorenheimbetreiber Michael Adrian, habe signalisiert, dass er dafür Räumlichkeiten zur Verfügung stellen könne, freute sich Fischer über das Entgegenkommen. Der X-Presso-Bahnhof könne dann wieder von der Kinder- und Jugendförderung genutzt werden.

Seniorenkommissionsmitglied Judith Nientied machte in der Versammlung im Saalbau darauf aufmerksam, dass es für Bürger ohne Handy nicht leicht sei, einen Termin im Schnelltestzentrum zu bekommen. Fischer erklärte, dass Spontanbesuche möglich seien, es könnten sich allerdings längere Wartezeiten ergeben. Derzeit würden im X-Presso durchschnittlich 128 Tests pro Tag registriert.

Die Gemeinde könne bei der Anmeldung behilflich sein, führte der Bürgermeister aus. Eine telefonische Anmeldung im Testzentrum sei jedoch nicht praktikabel, weil dies den Kostenrahmen des externen Anbieters sprenge. Sinnvoll sei es vielleicht, Apotheken hinzuzuziehen.

Der Gemeindevorstand denke auch über den Einsatz der luca-App nach. Durch Schlüsselanhänger mit QR-Code könnten sich Türen für jene öffnen, die kein Smartphone nutzten. "Wir prüfen in alle Richtungen", deutete Fischer weitere Erleichterungen an.

Die stellvertretende Kommissionsvorsitzende Hildegard Neiß regte an, dass Gemeindeschwester Jana Mattern ältere Menschen beim Testen betreue. Es gehe darum, "Aggressionen zu verringern". Die Menschen seien ungeduldig geworden, wenn sie noch keinen Impftermin bekommen hätten. Trotz ihres Alters sollten Senioren nicht denken, alleingelassen zu werden, betonte Neiß.

Fischer versprach, dass die Gemeinde für Einzelfalllösung bereitstehe. Einen mobilen Testdienst könne die Kommune nicht betreiben. Wer ein Angebot und Hilfe benötige, solle mit dem Rathaus in Kontakt treten. Jana Mattern regte an, Pflegedienste einzubeziehen. rabe

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