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Fete mit Glühwein und Deftigem

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Schmalzbrote servieren beim Anglühen die Helferinnen Margit Volkmann und Dorle Schanuel (von links). Foto: Rainer Beutel.
Schmalzbrote servieren beim Anglühen die Helferinnen Margit Volkmann und Dorle Schanuel (von links). © RAINER BEUTEL

Der Nauheimer Ski-Club feiert den Auftakt der Wintersportsaison.

Nauheim -Dem konsequenten Einhalten von Corona-Auflagen kann der Ski-Club, mal abgesehen vom relativ unbeschwerten Feiern, sogar etwas Gutes abgewinnen. Beim "Anglühen" zum Auftakt der Wintersaison zählte Vorsitzender Günter Trach genau mit, wie viele Besucher sich vor dem Klubhaus aufhielten. "Insgesamt haben wir 85 Personen auf unserer Anwesenheitsliste", informiert der Vereinschef. Mit der Resonanz sei der Verein sehr zufrieden. Denn wegen der Pandemie hätten ohnehin nur 100 Besucher und Helfer gleichzeitig anwesend sein können.

Der Zustrom zu der Feier im Freien zeichnete sich anfangs nicht ab. Erstmals hatte der Wintersportverein das Anglühen um zwei Stunden vorverlegt. Dafür hatte sich der Vorstand entschieden, weil ein Argument offenbar unschlagbar war: Wer es sich lang nach Einbruch der Dunkelheit zur früher üblichen Anfangszeit um 19 Uhr womöglich schon zu Hause gemütlich gemacht hat, komme gewöhnlich nicht mehr in die Gänge.

Zielschießen vor dem Vereinsheim

Deshalb eröffnete Trach die Fete mit offenem Käfigfeuer bereits um 17 Uhr. Anwesend waren zunächst allerdings nur die Helfer und etwa zwei Dutzend Hartgesottene, die sich keine Minute des geselligen Miteinanders entgehen lassen wollten. Doch nach und nach füllte sich das Areal vor dem Vereinsheim, wo zu fortgeschrittener Stunde die Eisstockschützen um Abteilungsleiter Wolfgang Maniura in Position gingen. Wer wollte, konnte sich beim Zielschießen warm halten.

Eine weitere Spielart des Anglühens bot der Verein mit unterschiedlichen Glühweinsorten, darunter eine selbstgemixte Variante auf Basis eines roten Dornfelders. Damit der gezuckerte Alkoholbooster keine allzu schlimmen Nebenwirkungen entfaltet, empfahl der Ski-Club einen vorherigen Zweit- und Drittbesuch an einer seiner Holzhütten. Hier wurden Leberkäsesemmel gereicht, dort dick bestrichene Schmalzbrote. Wer noch nicht zu Abend gegessen hatte, langte zu.

Die Stimmung war schon früh ziemlich gut. Die Besucher genossen das zwanglose Beisammensein, den Kontakt zu Gleichgesinnten, den Smalltalk über Gott und die Welt. Wobei Corona durchaus ein Thema war, achtete der Verein doch bereits beim Eintritt genau darauf, wer geimpft, genesen oder getestet war. Alle anderen hätten außen vor bleiben müssen.

Keine Staus an den Zugängen

Vorsitzender Günter Trach beschrieb diese Achtsamkeit als notwendig. "Wir haben die Freiheit, im Freien zu feiern. Deshalb gibt es ganz klare Regeln", betonte er. Selbst für die Benutzung der Toiletten im Klubhaus waren Vorschriften erlassen worden. Wichtig sei, dass es an den Zugängen keine Staus gibt, sagte der Vereinschef. Und für die mehr als 20 Helfer, die das Fest auf die Beine gestellt haben, habe die 2 G-Regel gegolten. Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement sei das Fest erst möglich gewesen.

"Trotz Nieselregen und Corona-Pandemie hatten viele Freunde und Mitglieder des Ski-Club das Bedürfnis nach Geselligkeit und Kontakt mit Sportfreunden", stellte der Vorsitzende in einem Resümee fest. Glühwein und Speisen seien nach einigen Stunden ausverkauft gewesen. Trotz der Einschränkungen sei das Anglühen erfolgreich verlaufen. Die Erinnerung an das Vorjahr könne nun verblassen. Da fiel der Auftakt der Wintersportsaison wegen Corona kurzerhand aus.

Der Winter kann also kommen, einige Ski-Club-Termine stehen fest, vorausgesetzt, es gibt keine weiteren Kontaktbeschränkungen. Allerdings ist der Vereinskalender längst nicht mehr so dicht mit Veranstaltungen und Reisen beschrieben wie in früheren Jahren. Die Radwandergruppe von Margit Volkmann hat sich für den 14. Dezember eine Weihnachtsfeier vorgenommen, bevor am 25. Januar eine Glühweinwanderung ansteht. Außerdem ist eine Winterfreizeit vom 29. Januar bis 5. Februar nach Hinterthal in Österreich geplant. Eine Winterfreizeit im Skigebiet Hochkönig wurde abgesagt. Aber nicht direkt wegen Corona: Zum Stichtag 24. Oktober hatten sich nicht genügend Teilnehmer angemeldet. Rainer Beutel

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