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Teuer sanieren oder günstiger ersetzen? Die Grünen sind beim maroden Eingangsgebäude zum Sportpark für die einfachere Lösung.

Defizit im Haushaltsentwurf

Grüne: Gebäude am Nauheimer Sportpark lieber abreißen statt sanieren

Mit weiteren Anträgen bekräftigt die Grünen-Fraktion ihren Anspruch, das im Haushaltsentwurf ausgewiesene Defizit zu verringern. Gefordert wird außerdem eine Neukalkulation der Kanalgebühren.

Nauheim - Mit weiteren Anträgen bekräftigt die Grünen-Fraktion ihren Anspruch, das im Haushaltsentwurf ausgewiesene Defizit zu verringern. Gefordert wird außerdem eine Neukalkulation der Kanalgebühren.

Die Möglichkeit, weniger Geld auszugeben, gebe es beim maroden Eingangsgebäude zum Sportpark. Dies solle nicht wie geplant für 500 000 Euro saniert, sondern abgerissen und in einfacher Weise durch einen „Zweckbau in Container- oder Modulbauweise“ ersetzt werden. Für Duschen und Umkleide reichten womöglich 250 000 Euro. Das Material für die Sportparkpflege und eine einfache Werkstatt könnten in einer separaten Garage untergebracht werden, sagt Fraktionssprecher Marco Müller.

Ein anderes wichtiges Thema sei der Bauhof. Bereits 2013 sei von den Grünen beantragt worden, den gemeindlichen Regiebetrieb zu verlagern. 2014 habe sich ein Wohnungsbauinvestor gemeldet, passiert sei aber nichts. „Hier haben wir wertvolle Zeit verschenkt“, kritisiert Müller. Es mache keinen Sinn mehr, außer den üblichen Unterhaltungsansätzen noch mehr Geld in den vorhandenen Bauhof zu investieren, wenn das Ziel bestehe, den Bauhof zu verlagern und das frei werdende Gelände zu veräußern.

In einer Anfrage wird dargelegt, dass im April 2013 die Entwässerungssatzung beschlossen und 2016 geändert worden sei. Damals sei gesagt worden, nach fünf Jahren würden Kanalgebühren und Oberflächenentwässerung neu berechnet, was zu neuen Gebühren führen könnte – möglicherweise auch zu geringeren Kosten für Bürger. Stattdessen würden die entsprechenden Sachkonten für die Folgejahre einfach fortgeführt, kritisieren die Grünen.

Zwei Anträge würden Mehrkosten verursachen, räumen die Grünen ein, allerdings in vergleichbar geringem Ausmaß. Sie wollen, dass die Gemeinde die Digitalisierung vorantreibe, um Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten. Um Daten aus der Pumpengalerie rund um das vom Grundwasser bedrohten Wohngebietes „Im Teich“ zu erhalten, würden noch immer Disketten genutzt, nennt Müller ein Beispiel. Außerdem starten die Grünen einen neuen Versuch, Grünflächen und Baumbestände in der Gemeinde digital zu erfassen.

(rabe)

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