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Doro Hasenauer in Aktion: Die Zumba-Trainerin animiert mit viel Spaß zum Sport.

Zumba-Party

Interview mit Doro Hasenauer, Zumba-Trainerin bei der Sport- und Kulturvereinigung

Am Samstag wurde in der SKV-Halle bei der ersten Zumba-Party des Vereins der Eindruck geweckt, dass die Trendsportart eine beachtliche Anhängerschar begeistert. Echo-Mitarbeiter Rainer Beutel hat mit SKV-Zumba-Trainerin Doro Hasenauer über die Begeisterung für den Sport gesprochen.

120 Frauen jeden Alters und eine Handvoll Männer verausgaben sich zu antreibenden Beats. Meist lächeln sie dabei und feuern sich mit lauten Rufen an. Sie schwitzen um die Wette und sind trotz der immensen Anstrengung glücklich: Das ist Zumba.

Frau Hasenauer, hier brennen zahlreiche Frauen und ein paar Männer darauf, sich total auszupowern. Was ist so toll an Zumba?

DORO HASENAUER: Das ist der Spaß, den wir daran haben, die Lebensfreude. Jeder weiß, er kann hier alles geben, ohne perfekt sein zu müssen. Schauen sie sich um, wir haben hier alle Altersklassen. Alle machen das so, wie sie es am besten können.

Wie sieht es mit der Ausrüstung aus. Muss man dafür etwas Bestimmtes tragen? Die meisten sind bunt angezogen.

HASENAUER: Gut ist auf jeden Fall ein festes Schuhwerk, damit man sich besser drehen kann. Die Zumba-Kleidung, die hier viele tragen, muss nicht sein, gehört aber irgendwie dazu. Es ist auch cool, so auszusehen, das motiviert. Wenn man eine Zeit lang dabei ist, will man so etwas auch haben.

Es haben sich hier wenige Männer unter die Frauen gemischt. Kneifen die oder ist das kein Sport für Männer?

HASENAUER: Ja, leider sind Männer meist deutlich in der Unterzahl. Das ist auch in meinen Kursen so. Deshalb haben wir heute im Team der Instruktoren, also diejenigen, die die Tänze anleiten, bewusst richtig männliche Typen. Das sind echt coole Vorbilder, die zeigen, das Zumba nicht nur was für Frauen ist.

Vor wenigen Jahren, als Zumba aufkam, entstand ein regelrechter Boom. Viele Vereine haben das in ihr Übungsangebot aufgenommen. Ist das Interesse immer noch groß oder mit der Zeit abgeflacht?

HASENAUER: Es ist nicht mehr ganz so krass wie am Anfang, das stimmt schon. Aber es läuft richtig gut weiter, sie sehen es ja: Die Party ist super besucht.

Wie hat sich Zumba in den vergangenen Jahren entwickelt?

HASENAUER: Es ist hip-hopiger geworden. Aber es gibt mehrere Kategorien, denen man sich widmen kann. Jeder Trainer hat ein eigenes Programm und seine Fans. Letztlich hängt es auch von der Musik ab, die gespielt wird und zu der wir uns bewegen.

Kann man mit Zumba eigentlich mehr Kalorien verbrennen als mit anderen Sportarten?

HASENAUER: Das kommt darauf an, wie intensiv man es macht und wie der Trainer sein Programm aufbaut. In einer Stunde könnten es bis zu 800 Kalorien sein, die da weg gehen.

Wie sieht das bei Ihnen aus? Wann haben Sie eigentlich damit begonnen?

HASENAUER: Gesehen habe ich Zumba das erste Mal beim italienischen Familienfest im Atrium im vorigen Jahr. Da habe ich mich entschlossen, das auszuprobieren – aber dann richtig, also als Trainerin. Getanzt habe ich schon immer gern, von klein auf. Vor etwa ein Jahr habe ich dann meinen Zumba-Schein gemacht. Von da an habe ich Vollgas gegeben.

Und jetzt sind Sie extrem fit?

HASENAUER: Ich weiß nicht, ob man es sieht, aber ich bin schwanger und mache trotzdem weiter. Mein Arzt hat gesagt, das ist erst einmal in Ordnung. Es tut mir einfach gut. Übrigens hatte ich vor zwei Jahren einen Bandscheibenvorfall. Und jetzt habe ich eine total ausgeprägte Rückenmuskulatur und es ist alles bestens.

Welchen Rat haben Sie für Anfänger?

HASENAUER: Vor allem, sich nicht zu übernehmen und erst einmal auf dem eigenen Niveau mitzumachen. Aber auch, nicht nach der ersten Zumba-Stunde aufzugeben, schon gar nicht, wenn nicht jeder Schritt auf Anhieb klappt. Keiner muss perfekt sein, und niemand weiß sofort, was die Zeichen des Zumba-Trainers bedeuten.

Rainer Beutel

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