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Schon mal probiert und für gut befunden: Pfarrer Christof Mulach (rechts) und Küster Ralf Uhlemann stimmen sich auf das Weinfest mit verschiedenen Worten von rheinhessischen Winzern ein.

Kirchenbauverein St. Jakobus

Kleiner Vorgeschmack aufs Weinfest

Der Kirchenbauverein St. Jakobus veranstaltet am heutigen Samstag ein Weinfest. Erfrischende Sorten aus Rheinhessen wurden von Pfarrer Christof Mulach persönlich ausgesucht.

Von Winzern aus Nierstein und Bodenheim stammen die Weine, die heute im Pfarrhof der katholischen Kirche St. Jakobus kredenzt werden. Ab 19 Uhr soll probiert werden. Pfarrer Mulach und Küster Ralf Uhlemann wollen den Besuchern präsentieren, was sie bei einer Einkaufstour in Rheinhessen gefunden haben. Silvaner und Riesling gehören dazu, und ein spritziger Rosé. Einen Rivaner gibt es auch.

Das sei keine Neuzucht oder Kreuzung aus Riesling und Silvaner, sondern nichts anderes als ein Müller-Thurgau. Doch weil sich die Rebsorte Müller-Thurgau über Jahre das Image einer rheinhessischen Massenplörre erworben habe, seien Winzer dazu übergegangen, den Wein neu zu bezeichnen. „Rivaner, das weckt ganz andere Assoziationen als Müller-Thurgau“, schwärmt Uhlemann, der hinzufügt: „Müller-Thurgau kann auch gut schmecken, wenn er richtig angebaut wird und zum Beispiel seine Menge begrenzt wird.“

Der Pfarrer vernimmt Uhlemanns Kunde aufmerksam und zeigt auf einen gelben Muskateller, auf den er sich beim Weinfest besonders freue. Warum gerade dieser? „Weil der Muskateller so aromatisch schmeckt, er ist so fruchtig“, betont er. Als Speisetraube sei der Muskateller ebenfalls sehr lecker. „Ich nasche oft beim Winzer an der Traube“, lacht Mulach ein wenig über sich selbst. Bei den genannten Sorten – es gibt auch Federweißer – solle es am Abend nicht bleiben. Der Pfarrer überlegte dieser Tage noch, wie er seine Schäfchen zusätzlich mit dem einen oder anderen Clou verblüffen könne. Vielleicht, deutet er mit einem Zungenschnalzen an, wolle er noch etwas Spezielles besorgen. Dass er zu fortgeschrittener Stunde eine Runde Schnaps spendiere, stehe verstehe sich von selbst.

Mit ihrem Weinausschank machen die Katholiken regelmäßig gute Erfahrungen, berichten die beiden. Beim großen Weinfest im Atrium vor kurzem seien beim Stand des Kirchenbauvereins 60 Flaschen ausgeschenkt worden. Ob es nun genauso viele werden, können Mulach und Uhlemann nicht abschätzen. Besuch und Durst hingen vom Wetter ab.

Reichlich Appetit

dürfen die Besucher mitbringen. Mulach verspricht zwei Sorten Spießbraten, Kartoffeln, Spundekäse, Käsewürfel und Flammkuchen. Gerne hätte er noch Winzersteaks auf die Speisekarte genommen. „Aber die Leute bremsen mich immer“, sagt er.

Das Weinfest sei übrigens nicht nur dafür da, es sich gut gehen zu lassen. Die Einnahmen kommen dem Kirchenbauverein zugute, der für die bereits erfolgte Renovierung der St. Jakobus-Kirche tüchtig abbezahle und für weitere Baumaßnahmen auf dem Pfarrgelände aufkomme. Er verweist auf ein neues Garagendach und ausstehende Fliesenarbeiten. Als anstrengend empfinden er, Uhlemann und eine Reihe von Helfern das Weinfest keineswegs. „Wir freuen uns das ganze Jahr darauf, es ist ein Höhepunkt in unserem Gemeindeleben“, versichert der Pfarrer.

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