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Franziska Siegl sucht 15 ehrenamtliche Fahrer für einen Bürgerbus in Nauheim.

Fahrzeuge werden vom Land finanziert

Konzept für den Bürgerbus nimmt Gestalt an

Die Pläne für einen Bürgerbusverkehr in Nauheim schreiten voran. Koordinatorin Franziska Siegl wirbt verstärkt bei den Vereinen. Sie sucht 15 ehrenamtliche Fahrer.

Um einen Bürgerbus finanziert zu bekommen, braucht Nauheim viele ehrenamtliche Mitarbeiter. Beim Vereinsring haben sich jetzt spontan Helfer gemeldet. Gerd Petersen vom Schachverein hat sich bereit erklärt, den Bürgerbus hin und wieder zu fahren. Am liebsten hätte er bei Franziska Siegl, die als Bedienstete der Kommune das Bürgerbuskonzept erarbeitet und beim Land Hessen für die Finanzierung kämpft, auch schon vier Termine gebucht, an denen der Schachverein zu Auswärtsspielen fährt.

Doch da musste Siegl ihn bremsen: Weder gebe es schon einen Bus, noch einen Fahrplan. Das Konzept für den Busverkehr in der Gemeinde aber reife. Nach Gesprächen mit der Lokalen Nahverkehrsgesellschaft, die im Ort den Linienbusverkehr betreibt, sei klar, dass ein Bürgerbus vorwiegend innerhalb Nauheims verkehre und die

Haltestellen des ÖPNV

ansteuere. Darüber hinaus sei vorrangig daran gedacht, dass immobile Menschen transportiert werden, wenn diese Wichtiges zu erledigen hätten.

Es sei aber kein Individualverkehr nach dem Motto „Ich habe keinen Führererschein, also fahre mich bitte mal geschwind zum Doktor nach Groß-Gerau“ geplant. Sinnvoller sei ein für die Passagiere kostenfreier Zubringerdienst zu den Haltestellen, abgestimmt mit den Routen des normalen Busverkehrs. Klar sei ferner, dass Fahrten für Bürger gegenüber den Vereinen Vorrang hätten. Die Clubs könnten sich aber einbringen und damit Anrechte für ihre Fahrten untermauern. Übrigens nicht nur mit Fahrdiensten: Für die Feuerwehr signalisierte Steffen Hamm, dass die Wehr das Fahrzeug im Gerätehaus pflege oder gar warten könne.

Um den Betrieb zu gewährleisten, werden allerdings ausreichend Fahrer gesucht. „Ich brauche Begeisterung“, motivierte Siegl die beim Vereinsring anwesenden Clubvertreter. 15 Frauen und Männer seien für den ehrenamtlichen Fahrerjob nötig. Der Bus werde wie berichtet vom Land finanziert, die Versicherungskosten trage die Gemeinde. Die Betriebskosten müssten durch Sponsoren und Werbeeinnahmen abgedeckt werden, „Das ist ein Geben und Nehmen“, betonte Siegl.

Darüber hinaus sei geplant, dass der Bürgerbus keine Eintagsfliege werde soll, sondern ein dauerhaftes kommunales Angebot. Sei das Fahrzeug eines Tages abgenutzt, solle bis dahin so viel Geld angespart sein, dass die Gemeinde einen eigenen Bus kaufen könne, plant Siegl schon den nächsten Schritt.

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