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Die Helfer beim Scheunenfest waren gut an den violetten Poloshirts zu erkennen (von links): Inge Malsch, Brigitte Daum, Stefanie Bischof und Andrea Gappisch.

Nauheim

So war das Scheunenfest der Evangelischen Kirchengemeinde

Zum vierten Mal lud die evangelische Kirchengemeinde zum Scheunenfest auf das Pfarrgelände ein. Zuvor gab es Public Viewing in der Scheune und ein Orgelkonzert in der Kirche.

Wie es wohl ausgesehen hätte, wenn Deutschland bei der Fußball-WM weitergekommen und an diesem sommerlichen Samstagabend gespielt hätte? Es ist müßig, sich darüber Gedanken zu machen. Doch wer bei Spielen anderer Mannschaften mitfiebern wollte, konnte das beim diesjährigen Scheunenfest tun. Und wer sich musikalisch verwöhnen lassen wollte, lauschte dem Organisten der Kirchengemeinde Christian Hopp, der für das kleine Konzert sommerlich weltliches und heiteres Liedgut ausgewählt hatte.

„Oh, wie schön, dass ihr alle hier seid!“, stand auf Servietten, die die Bistrotische schmückten. Gleich daneben fanden sich Spardosen in Form einer Kirche. „Für das Pfarrgelände“, stand darauf. Grund für die Spendenbitte sind anstehende Bauarbeiten, für die ab Dienstag die Bagger anrollen werden, berichtete Pfarrerin Stefanie Bischof. Ab Dienstag werden Handwerker erwartet, die neues Pflaster auf dem Pfarrgelände legen werden. Auch wird es nach Fertigstellung mehr Parkplätze und eine neue Beleuchtung geben.

Den Weihnachtsmarkt der Gemeinde gibt es schon seit 40 Jahren. Die Idee, auch im Sommer ein Fest mit der Kirchengemeinde zu feiern, ist noch nicht so alt. Das Schöne am Scheunenfest sei das idyllische Pfarrgelände, auf dem es in der warmen Jahreszeit grünt und blüht, erklärt die Pfarrerin. Die Stimmung sei eine ganz andere bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen. Man treffe auch immer Leute, die man sonst nicht sieht.

Und warum liegt das Fest mitten in den Sommerferien und der Fußball-WM? Man habe mal festgelegt, das Scheunenfest immer am ersten Samstag im Juli zu feiern, erklärt Inge Malsch vom Kirchenvorstand. Vielleicht sei der Termin dieses Jahr nicht ganz so günstig. Das sei dann im nächsten Jahr wieder anders.

Rund 25 Helfer und die Kerweborsch richteten alles für das Fest her und kümmerten sich auch wieder um den Abbau. Zu erkennen waren die Helfer an lilafarbenen Poloshirts, auf deren Brust das Facettenkreuz der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau prangte. Viel interessanter war jedoch, dass auf den rechten Ärmeln der Name der Trägerin zu finden war, was zu einem lustigen Bild führte. Denn nach ihren Namen befragt, streckten die Vorstandsdamen gleichzeitig ihre rechte Schulter nach vorne. Natürlich, um dem Besucher ihren Namen und nicht die kalte Schulter zu zeigen.

Gegrilltes, Marshmallows, Getränke mit und ohne Alkohol luden zum Verweilen ein. Musikalisch wurde das Fest von dem Trio „The Dicey Reillys“ begleitet, die zwischen den beiden Fußballspiel-Übertragungen musizierten. Und mit dem Wetter hatten die Feiernden wirklich Glück dieses Jahr. Denn Stefanie Bischof erinnerte sich noch sehr gut an das Vorjahr. Da sei es kalt und nass gewesen. „Wir saßen zusammengekuschelt in der Pfarrscheune“, berichtet sie. Für die Pfarrerin bedeutet das Scheunenfest: Kirchengemeinde als lebendiger Raum. „Denn da sind andere, ungezwungenere Gespräche möglich.“ Für die Seelsorgerin sind dies gute Voraussetzungen, auch für ihre Tätigkeit.

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