Zu wenig Interesse

Seniorenkommission beklagt mangelnde Resonanz bei Veranstaltungen

Zu wenig Interesse – das moniert die Seniorenkommission bei ihren Treffen und Veranstaltungen. Das Thema stand auf der Tagesordnung der jüngsten Zusammenkunft am Donnerstag.

Die Seniorenkommission bedauert, dass bei eigenen Veranstaltungen die Resonanz gering sei. Es kämen zu wenig Interessenten, die dem Gremium selbst nicht angehören, heißt es. Einige Gremiumsmitglieder vermissen aber auch ein stärkeres Engagement seitens der Kollegen.

Vorsitzender Peter Großmann verweist auf eine Veranstaltung in den Sommerferien, in der die Kommission im Zusammenwirken mit der Volksbank über Onlinebanking informiert hat. „Von draußen kamen nur vier oder fünf Leute, insgesamt waren wir etwa 15“, ruft sich Großmann ins Gedächtnis.

Er hätte es begrüßt, wenn das Thema auf stärkeres Interesse gestoßen wäre. Vielleicht sei der Termin nicht so sehr bekannt gewesen, „wir müssen vielleicht mehr Werbung machen“, überlegt er. Es könne aber auch an der Uhrzeit und den warmen Temperaturen gelegen haben.

Ingrid Michel, Ansprechpartnerin in der Kommission für soziale Belange und Seniorenbetreuerin der Gemeinde, hat den Veranstaltungsbesuch etwas anders wahrgenommen. Die geringe Beteiligung hänge in erster Linie mit der Seniorenkommission selbst zusammen. Es sei schade, „wenn bei zwölf oder 13 Besuchern nur zwei oder drei von uns dabei sind“, sagt sie.

Als Organisatorin zahlreicher Seniorentreffen bringt Michel ihre Erfahrungen ein. Von Veranstaltungen am Nachmittag sehe sie mittlerweile ab. Aufwand und Resonanz stünden in keinem Verhältnis. Für die Leute, die sich die Arbeit machten, sei es traurig, wenn nur maximal 15 Leute erschienen. In Nauheim gebe es neben der kommunalen Seniorenbetreuung die Landfrauen, den VdK, die Generationenhilfe – das Angebot (nicht nur) für Ältere sei groß. Da bringe es nichts, auch von der Seniorenkommission noch etwas mit ähnlicher Thematik anzubieten. Großmann hingegen betont, dass die Informationen über Online-Banking auch für Jüngere gedacht gewesen seien.

Führte eine andere Uhrzeit zu einem höheren Besucheraufkommen? Da sind sich Michel und Großmann einig. Gerade die Älteren gingen abends nicht mehr gerne außer Haus. „Zu dunkel“, laute ihr Argument. „Wir dachten, 15 Uhr ist ideal“, sagt Großmann.

Ideal genug, um auch mit Kaffee und Kuchen zu locken, ergänzt Michel. Es könne aber nicht angehen, wenn Veranstaltungsbesucher noch selbst den Tisch deckten, damit der gespendeter Kuchen verzehrt werde, sagt sie voll des Lobes über das Kreditinstitut, das den Vortrag vorbereitet hatte. Solche Vorarbeiten hätte sie von Mitgliedern der Seniorenkommission erwartet – wenn denn genügend anwesend gewesen wären.

Nach ihrer Sitzung am Donnerstag war sich die Kommission einig, dass viele Faktoren eine Rolle gespielt haben könnten, warum die Einladung nicht von so vielen wie erhofft angenommen worden sei – Sommerpause, Hitze, Uhrzeit, Urlaubspläne und sicherlich auch persönliche Gründe. Wünschenswert sei nun eine Wiederholung der Veranstaltung, eventuell auch zu einer anderen Uhrzeit. Einen konkreten Termin gebe es noch nicht.

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